Nach dem sechsten Platz bei den Olympischen Spielen kritisierten die polnischen Rennrodlerinnen Dominika Piwkowska und Nikola Domowicz die Vorbereitungsbedingungen und die Unterstützung durch den Verband. In seiner Antwort wirft der Präsident des Polnischen Rennrodelverbands, Dr. Zdzisław Ingielewicz, den Athletinnen vor, „Unsinn zu erzählen“ und einen „Sturm im Kopf“ zu haben. In der Zwischenzeit wurden die Rennrodlerinnen in ihrer Heimatgemeinde Witnica feierlich empfangen, wo ein Treffen mit Fans stattfand.
Erfolg und Kritik der Rennrodlerinnen
Das Duo Dominika Piwkowska und Nikola Domowicz erreichte den historischen sechsten Platz im Doppelsitzer der Frauen bei den Olympischen Spielen. Nach dem Wettkampf kritisierten die Athletinnen die Vorbereitungsbedingungen und die mangelnde Unterstützung durch den Verband.
Scharfe Antwort des Verbandspräsidenten
Der Präsident des Polnischen Rennrodelverbands, Dr. Zdzisław Ingielewicz, reagierte scharf auf die Vorwürfe und bezeichnete die Äußerungen der Athletinnen als „Unsinn“ und „Dummheit“. Seine Worte wurden auch von Marek Skowroński kommentiert.
Triumphaler Empfang in Witnica
Trotz des Konflikts wurden die Athletinnen in ihrer Heimatgemeinde Witnica wie Meisterinnen empfangen. Im örtlichen Kulturhaus fand ein Treffen mit Fans statt, bei dem sie Autogramme gaben und Eindrücke teilten.
Hintergründe des polnischen Rennrodelsports
Der Streit beleuchtet die Hintergründe des polnischen Sports sowie Probleme bei der Finanzierung und Infrastruktur für Nischendisziplinen. Die Debatte dreht sich um die Unterstützung junger Talente und die Beziehungen zwischen Athleten und Verband.
Die polnischen Rennrodlerinnen Dominika Piwkowska und Nikola Domowicz, Vertreterinnen des Vereins UKS Nowiny Wielkie, erzielten bei den Olympischen Spielen einen historischen Erfolg, indem sie den sechsten Platz im Doppelsitzer der Frauen belegten. Dies war das beste Ergebnis des polnischen Rennrodelteams bei diesen Wettkämpfen, das die Aufmerksamkeit der Medien auf diese normalerweise marginalisierte Disziplin lenkte.
Es stellte sich jedoch heraus, dass die Freude über das Ergebnis durch einen öffentlichen Streit zwischen den Athletinnen und den Verantwortlichen des polnischen Rennrodelsports getrübt wurde. In ihren Äußerungen nach den Wettkämpfen beklagten sich Piwkowska und Domowicz über schwierige Vorbereitungsbedingungen sowie unzureichende organisatorische und finanzielle Unterstützung durch den Polnischen Rennrodelverband. Ihre Kritik stieß auf eine scharfe und persönliche Antwort des Verbandspräsidenten, Dr. Zdzisław Ingielewicz. In einem Interview mit Przegląd Sportowy bezeichnete er die Vorwürfe der Athletinnen als „Unsinn“ und erklärte, dass „eine Leistung und ein Sturm im Kopf“ vorliege. Seinen Ton bestätigte auch Marek Skowroński, der hinzufügte, dass die Äußerungen der Rennrodlerinnen „Dummheit“ seien.
Rennrodeln als Wintersportdisziplin stand in Polen immer im Schatten populärer Sportarten wie Skispringen oder Skilanglauf. Die erste olympische Medaille für Polen in dieser Disziplin (Bronze) gewann erst 2018 das Duo Tomasz Kowalik und Jakub Kowalewski. Historisch gesehen kämpfte der polnische Rennrodelsport mit begrenztem Zugang zu Eisbahnen und einem kleinen Budget.
In der Zwischenzeit wurde der Erfolg in der Heimatgemeinde der Athletinnen, Witnica, mit Begeisterung und Stolz aufgenommen. Im Kulturhaus von Witnica wurde eine feierliche Veranstaltung organisiert, bei der Piwkowska und Domowicz von jüngeren Vereinsathletinnen und der Präsidentin von UKS Nowiny Wielkie, Zofia Pocztarek, begrüßt wurden. Für die lokale Gemeinschaft, in der Sport oft durch Leidenschaft und ehrenamtliches Engagement entwickelt wird, ist die olympische Leistung ein Beweis dafür, dass man auch aus kleinen Zentren die Weltspitze erreichen kann. Die Veranstaltung, voller Autogramme und Emotionen, zeigte eine andere Seite dieser Geschichte – lokale Unterstützung und Anerkennung, die im Kontrast zum Konflikt auf nationaler Ebene steht.
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Mentioned People
- Dominika Piwkowska — Polnische Rennrodlerin, Olympiateilnehmerin des Vereins UKS Nowiny Wielkie
- Nikola Domowicz — Polnische Rennrodlerin, Olympiateilnehmerin des Vereins UKS Nowiny Wielkie
- dr Zdzisław Ingielewicz — Präsident des Polnischen Rennrodelverbands
- Zofia Pocztarek — Präsidentin des Sportvereins UKS Nowiny Wielkie
- Marek Skowroński — Person, die die Angelegenheit kommentiert, wahrscheinlich mit dem polnischen Rennrodelsport verbunden