Die Mannschaft der Vereinigten Staaten schrieb Geschichte, indem sie bei den Spielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo ihre elfte Goldmedaille gewann und damit einen neuen Landesrekord bei Olympischen Winterspielen aufstellte. Den entscheidenden Sieg errang das Team im Mixed-Team-Aerials. Unterdessen dominierten die Gastgeber, die Italiener, den Skicross-Wettbewerb und belegten in Livigno die beiden obersten Stufen des Podests. Der vorletzte Wettkampftag der Olympischen Spiele brachte auch Entscheidungen im Freestyle-Skiing und im Eisschnelllauf.
Historischer US-Medalrekord
Die Amerikaner gewannen ihre 11. Goldmedaille und brachen damit den Rekord von 2002 dank eines Triumphs im Mixed-Team-Aerials.
Italienischer Doppelsieg in Livigno
Simone Deromedis und Federico Tomasoni holten Gold bzw. Silber im Skicross vor eigenem Publikum.
Eisschnelllauf-Triumph der Niederlande
Antoinette Rijpma-de Jong gewann ihre erste olympische Goldmedaille über 1500 Meter, und die Männerstaffel siegte im Shorttrack.
Ausschluss von Favoriten durch Grippe
Federico Pellegrino und Ben Ogden konnten aufgrund einer Krankheit nicht am 50-km-Rennen teilnehmen.
Der vorletzte Tag der Olympischen Winterspiele 2026 brachte einen historischen Durchbruch für die Mannschaft der Vereinigten Staaten. Die Amerikaner gewannen ihre 11. Goldmedaille und brachen damit den nationalen Rekord, der 2002 in Salt Lake City aufgestellt worden war. Diesen Erfolg besiegelte das Trio Kaila Kuhn, Connor Curran und Christopher Lillis, das den Titel im Mixed-Team-Aerials (Aerials) verteidigte. Zuvor hatte Alex Ferreira das zehnte Gold für die USA erkämpft, indem er nach achtjährigem Bemühen seine olympische Sammlung vervollständigte und das Finale im Halfpipe gewann. Die italienischen Fans in Livigno hatten Grund zum Jubeln nach dem spektakulären Finale im Männer-Skicross. Simone Deromedis, der Weltmeister von 2023, holte sich sicher die Goldmedaille, und direkt hinter ihm erreichte sein Landsmann Federico Tomasoni das Ziel. Der Wettkampf fand unter schwierigen, schneereichen Bedingungen statt, was die Italiener jedoch nicht daran hinderte, ihre Gegner vollständig zu dominieren. In Mailand auf der Eisbahn bestätigten unterdessen die Niederländer ihre Dominanz. Antoinette Rijpma-de Jong gewann ihre erste olympische Goldmedaille über die Distanz von 1500 Metern und besiegte dabei die Norwegerin Ragne Wiklund. Seit den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City baut die US-Mannschaft systematisch ihre Position in den Extremsportarten aus, was zu Rekordergebnissen in den Freestyle-Disziplinen geführt hat.Dramatische Nachrichten kamen von den Langlaufstrecken in Tesero. Die Legende des italienischen Skilanglaufs, Federico Pellegrino, und der Amerikaner Ben Ogden mussten sich aufgrund einer grippeähnlichen Infektion aus dem prestigeträchtigen 50-km-Klassik-Rennen zurückziehen. Im Shorttrack-Wettbewerb triumphierte die Mannschaft der Niederlande in der 5000-Meter-Männerstaffel und gewann damit ihre fünfte Goldmedaille in dieser Disziplin bei den aktuellen Spielen. Im Frauenfinale über 1500 Meter erwies sich die Südkoreanerin Kim Gil-li als beste und nahm damit der Favoritin der Gastgeber, Arianna Fontana, die Medaillenchance. „To niesamowite uczucie wygrać przed własną publicznością, szczególnie gdy na podium stoisz obok kolegi z drużyny.” (Es ist ein unglaubliches Gefühl, vor eigenem Publikum zu gewinnen, besonders wenn man neben einem Teamkollegen auf dem Podest steht.) — Simone Deromedis Die Wettkämpfe in der Nordischen Kombination (Nordische Kombination) endeten in einer Atmosphäre der Unsicherheit über die Zukunft dieser Disziplin im olympischen Programm. Das Internationale Olympische Komitee erwägt ihre Streichung, und bei den diesjährigen Wettkämpfen fehlten nach wie vor Frauenwettbewerbe. Dennoch betonen Sportler und Funktionäre, dass Mailand-Cortina 2026 das globale Potenzial dieser klassischen Disziplin unter Beweis gestellt habe.
Mentioned People
- Alex Ferreira — Amerikanischer Freestyle-Skier, Olympiasieger im Halfpipe von Mailand-Cortina.
- Simone Deromedis — Italienischer Skifahrer, Gewinner der Goldmedaille im Skicross.
- Antoinette Rijpma-de Jong — Niederländische Eisschnellläuferin, Goldmedaillengewinnerin über 1500 Meter.