Die Regionale Gesundheitsagentur der Île-de-France hat eine seltene und entschlossene Entscheidung getroffen, die sofortige Aussetzung des Betriebs von vier vollstationären Stationen im Krankenhaus Fondation Vallée in Gentilly anzuordnen. Diese Entscheidung folgte einer Kontrolle, die skandalöse Praktiken der Isolierung minderjähriger Patienten außerhalb des rechtlichen Rahmens aufdeckte. Die Einrichtung wird ab dem 27. Februar 2026 keine neuen Patienten für nächtliche Aufenthalte mehr aufnehmen.

Aussetzung von vier Stationen

Ab dem 27. Februar setzt das Krankenhaus Fondation Vallée die vollstationäre Kinder- und Jugendpsychiatrie nach Intervention der Regionalen Gesundheitsagentur aus.

Unmenschliche Isolationspraktiken

Eine Kontrolle im November bestätigte die Anwendung von rechtswidrigem Freiheitsentzug bei Kindern, was gegen französische Rechtsnormen und medizinische Ethik verstößt.

Erzwungene Reorganisation der Einrichtung

Die Behörden fordern vom Krankenhaus in Gentilly eine sofortige Anpassung an die Vorschriften, um eine sichere Versorgung Minderjähriger zu gewährleisten.

Das französische psychiatrische Versorgungssystem steht im Zentrum eines Skandals nach der Entscheidung der Regionalen Gesundheitsagentur (ARS) bezüglich der anerkannten Einrichtung Fondation Vallée in der Stadt Gentilly. Am Donnerstag, den 19. Februar, wurde die sofortige Aussetzung der Arbeit von vier Stationen der Kinder- und Jugendpsychiatrie, die vollstationäre Behandlung anbieten, bekanntgegeben. Die drastischen Maßnahmen sind das Ergebnis einer Kontrolle im November des vergangenen Jahres, bei der die Inspektoren zahlreiche Unregelmäßigkeiten feststellten. Der zentrale Vorwurf gegen das öffentliche Krankenhaus im Departement Val-de-Marne war die unrechtmäßige Anwendung von Freiheitsentzug und Isolierung gegenüber Kindern und Jugendlichen. Das französische Psychiatriegesetz wurde in den letzten Jahren deutlich verschärft, wobei besonderer Wert darauf gelegt wird, dass Isolationsmaßnahmen nur in ultimativen Situationen und unter strenger ärztlicher Aufsicht angewendet werden, um Missbräuche in psychiatrischen Einrichtungen zu verhindern. Die Entscheidung, die Aufnahmen auszusetzen, tritt am 27. Februar 2026 in Kraft und hat administrativen Charakter. Ihr Hauptziel ist es, die Krankenhausleitung zu zwingen, die Verfahren an die geltenden Sicherheitsnormen anzupassen. Die ARS betont, dass diese Schritte „im Eilverfahren“ unternommen wurden, um die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten. Zuvor waren bei der Behörde zahlreiche Meldungen über unangemessene Praktiken eingegangen. Obwohl die Einrichtung den Ruf eines der wichtigsten kinder- und jugendpsychiatrischen Zentren in der Pariser Region genoss, machte das Ausmaß der aufgedeckten Verstöße einen weiteren Betrieb der stationären Abteilungen ohne radikale Veränderungen unmöglich. Die Leitung muss nun eine Reorganisation durchführen, die die illegalen Methoden der Freiheitsbeschränkung minderjähriger Patienten beseitigt. „Diese Entscheidung zielt darauf ab, eine sichere Versorgung der Kinder zu gewährleisten, nachdem gesetzeswidrige Praktiken der Isolierung von Patienten festgestellt wurden.” — Kommuniqué der ARS Île-de-France Der Fall hat eine breite Diskussion in Medien wie Le Monde oder Franceinfo über den Zustand der französischen Kinderpsychiatrie ausgelöst. Ähnliche Vorfälle werfen einen Schatten auf das System der vollstationären Behandlung, was auf Personalmangel oder Managementfehler hindeutet. Die Behörden kündigten an, dass die Stationen erst wieder in Betrieb genommen werden, nachdem sie vollständig mit den Vorschriften übereinstimmen. Bis dahin werden Patienten, die eine rund-um-die-Uhr-Betreuung benötigen, an andere Zentren in der Region verwiesen. Liberale Medien legen größeren Wert auf systemische Mängel in der Finanzierung der Psychiatrie, die zu Misshandlungen des Personals gegenüber den Jüngsten führen. | Konservative Medien konzentrieren sich auf die Verantwortung der Krankenhausleitung und die Notwendigkeit, strenge Sicherheitsverfahren durchzusetzen.