Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen kündigte die Ausrufung vorgezogener Parlamentswahlen für den 24. März 2026 an. Diese Entscheidung fiel im Schatten von Spannungen mit den USA bezüglich Grönlands. Parallel dazu kam es in Frankreich zu einer Umbildung der Regierung von Sébastien Lecornu. Eine Schlüsselveränderung ist die Übernahme des Kulturressorts durch Catherine Pégard, die Rachida Dati ersetzt. Dati trat von ihrem Amt zurück, um sich auf den Kampf um das Bürgermeisteramt von Paris bei den kommenden Kommunalwahlen zu konzentrieren.

Vorgezogene Wahlen in Dänemark

Ministerpräsidentin Mette Frederiksen ordnete eine Abstimmung für den 24. März 2026 an und nutzte dabei den Umfragehoch nach dem Streit mit Donald Trump um die Souveränität Grönlands.

Rochade in der französischen Regierung

Catherine Pégard wurde neue Kulturministerin und ersetzt Rachida Dati, die zurücktritt, um für das Amt der Bürgermeisterin von Paris zu kandidieren.

Verteidigungsprioritäten Dänemarks

Die dänische Regierungschefin kündigt eine Stärkung der Armee sowie weitere militärische Unterstützung für die Ukraine angesichts der Bedrohung durch Russland an.

Neue Gesichter im Kabinett Lecornu

Sabrina Agresti-Roubache und Maud Bregeon traten der französischen Regierung bei, was den Kurs des Präsidenten vor den Kommunalwahlen stärken soll.

Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat offiziell im Parlament angekündigt, dass die Bürger am 24. März 2026 zur Wahlurne gehen werden. Obwohl der verfassungsmäßige Termin Ende Oktober lag, entschied sich die Regierungschefin für vorzeitige Wahlen, um den Popularitätsschub nach der diplomatischen Krise mit den USA zu nutzen. Der Streit betraf Versuche von Donald Trump, Grönland zu annektieren, wogegen Frederiksen entschieden Einspruch erhob und sich so den Ruf als Verteidigerin der Souveränität erwarb. In ihrer Rede betonte sie, dass die kommenden vier Jahre entscheidend für die Sicherheit des Landes und die Position Dänemarks in Europa sein werden. Das Programm der Sozialdemokraten soll auf der Aufrüstung der Armee, der Unterstützung der Ukraine sowie der Einführung einer neuen Vermögenssteuer für die Reichsten basieren. Die Partei kündigt zudem erhebliche Investitionen in die Bildung an, einschließlich einer Verringerung der Klassengrößen in Grundschulen. Die derzeitige Koalition, bestehend aus Sozialdemokraten, Liberalen und Gemäßigten, hatte zuvor mit sinkender Unterstützung nach Niederlagen bei Kommunalwahlen zu kämpfen, doch die entschlossene Außenpolitik kehrte diesen Trend um. Dänemark unterhält seit den 1950er Jahren enge Verteidigungsbeziehungen mit den USA im Rahmen der NATO, wobei Grönland aufgrund der Lage von Frühwarnbasen eine strategisch Schlüsselrolle spielt. Gleichzeitig kündigte der Élysée-Palast in Paris Veränderungen im Kabinett von Premierminister Sébastien Lecornu an. Die wichtigste Neuigkeit ist die Ernennung von Catherine Pégard zur Ministerin für Kultur. Pégard, bisherige Beraterin von Emmanuel Macron und ehemalige Präsidentin des Schlosses von Versailles, übernimmt die Leitung von Rachida Dati. Der Rücktritt von Dati war erwartet worden, da die Politikerin offen zugab, sich dem Wahlkampf für die Kommunalwahlen in der Hauptstadt widmen zu wollen. Neben dem Kulturressort betrafen die Veränderungen die Rückkehr von Sabrina Agresti-Roubache in die Regierung als Ministerin für Berufsbildung sowie den Aufstieg von Maud Bregeon, die neben ihrer Rolle als Regierungssprecherin auch für Energie zuständig sein wird. Dem Kabinett traten ebenfalls Camille Galliard-Minier (Autonomie und Menschen mit Behinderungen) und Jean-Didier Berger (beigeordneter Minister im Innenministerium) bei. „Det er nu op til jer, vælgerne, at beslutte, hvilken retning Danmark skal tage i de næste fire år. Og jeg glæder mig til det.” (Es liegt nun an Ihnen, den Wählern, zu entscheiden, welche Richtung Dänemark in den nächsten vier Jahren einschlagen soll. Und ich freue mich darauf.) — Mette Frederiksen Die Umbildung in Frankreich wird als technische Kurskorrektur vor den Kommunalwahlen im März angesehen, mit dem Ziel, das Rückgrat von Präsident Macron zu stärken. Die neue Kulturministerin steht vor einer schwierigen Herausforderung nach der umstrittenen Amtszeit von Dati, die für Haushaltskürzungen und fehlende Reformen in den öffentlich-rechtlichen Medien kritisiert wurde. In Dänemark wird sich der Wahlkampf auf die Neujustierung der Beziehungen zu Washington konzentrieren. Frederiksen sagte, Europa müsse lernen, "auf eigenen Beinen zu stehen". Die Opposition merkt jedoch an, dass die Vorverlegung der Wahl ein Vorpreschen vor den steigenden Lebenshaltungskosten sei, die trotz diplomatischer Erfolge weiterhin die dänischen Haushalte belasten.

Mentioned People

  • Mette Frederiksen — Ministerpräsidentin von Dänemark, Vorsitzende der Sozialdemokraten, kündigte vorgezogene Wahlen an.
  • Rachida Dati — Scheidende Kulturministerin Frankreichs, kandidiert für das Bürgermeisteramt von Paris.
  • Catherine Pégard — Neu ernannte Kulturministerin Frankreichs, ehemalige Leiterin des Schlosskomplexes von Versailles.
  • Donald Trump — Präsident der USA, dessen Interesse an einer Annexion Grönlands eine diplomatische Krise auslöste.
  • Sébastien Lecornu — Premierminister von Frankreich, der sein Kabinett umbildete.