Das Bundeskriminalamt (BKA) hat im Jahr 2025 den Kampf gegen Extremismus im Netz intensiviert und zur Entfernung rekordverdächtige 23.000 islamistische Beiträge gemeldet. Dies stellt einen deutlichen Anstieg gegenüber den vorangegangenen fünf Jahren dar, in denen die Zahl zwischen sieben und knapp vierzehntausend schwankte. Die von der deutschen Regierung veröffentlichten Daten deuten nicht nur auf ein größeres Ausmaß der Propaganda, sondern auch auf eine höhere Effektivität der Zusammenarbeit mit den Administratoren von Internetdiensten hin.

Rekordaktivität des BKA

Die deutschen Behörden meldeten im Jahr 2025 etwa 23.000 islamistische Beiträge, was nahezu eine Verdoppelung gegenüber den Vorjahren darstellt.

Effektivität der Zusammenarbeit mit Giganten

Sogar 96 Prozent der vom BKA als gegen die Plattformregeln verstoßend gemeldeten Inhalte wurden von deren Administratoren entfernt.

Rolle radikaler Gesänge

Besondere Aufmerksamkeit der Behörden ziehen sogenannte Naschide auf sich, die von Islamisten als emotionales Propaganda- und Rekrutierungsinstrument für Dschihadisten genutzt werden.

Rechtliche Entfernungsanordnungen

Im vergangenen Jahr wurden 215 bindende Anordnungen zur Entfernung terroristischer Inhalte erlassen, die innerhalb einer Stunde umgesetzt werden müssen.

Das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) verzeichnete im Jahr 2025 eine beispiellose Aktivität bei der Überwachung und Bekämpfung radikaler Propaganda im Internet. Aus der Regierungsantwort auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion geht hervor, dass die Behörden an Internetplattformen etwa 23.000 Entfernungsanregungen für Inhalte, die gegen die Nutzungsbedingungen der Dienste verstoßen, gerichtet haben. Dies ist ein deutlicher Sprung im Vergleich zu den Jahren 2020–2024, in denen die Zahl solcher Anfragen jährlich zwischen 7.240 und 13.903 lag. Experten weisen auf die bedeutende Rolle hin, die sogenannte Naschide, also religiöse Gesänge, die oft von Islamisten als Instrument der Mobilisierung und ideologischen Auseinandersetzung genutzt werden, im Radikalisierungsprozess spielen. Die Datenanalyse zeigt auch einen optimistischen Trend bei der Zusammenarbeit mit den Seitenbetreibern. Die Quote der nach BKA-Intervention entfernten Inhalte stieg im vergangenen Jahr auf 96 Prozent, während sie 2023 noch knapp 80 Prozent betrug. Neben freiwilligen Anregungen wenden die Behörden auch Entfernungsanordnungen an. Diese werden auf Grundlage einer EU-Verordnung in Fällen ausgestellt, in denen drastische Materialien terroristischer Natur festgestellt werden. Im Jahr 2025 wurden 215 solcher Anordnungen erlassen, und alle wurden von den Diensteanbietern innerhalb der geforderten Frist umgesetzt. Obwohl diese Zahl niedriger ist als im Vorjahr (462 Anordnungen im Jahr 2024), bleibt dieses System ein Schlüsselelement der digitalen Sicherheitsinfrastruktur. Seit 2007 gibt es in Deutschland das Gemeinsame Internetzentrum (GIZ), das als Koordinierungsplattform für Maßnahmen des BKA, des Verfassungsschutzes und der Landesbehörden zur Erkennung extremistischer Bedrohungen im Netz dient.Die effektive Bekämpfung illegaler Inhalte liegt in Deutschland hauptsächlich in der Verantwortung der Bundesländer, doch die Bundesregierung bietet Unterstützung in Angelegenheiten mit internationaler Reichweite oder besonderer Bedeutung für die Staatssicherheit. Der Kampf gegen die dschihadistische Propagandamaschinerie, die zunehmend fortschrittliche Kommunikationstechniken nutzt, erfordert ständige Überwachung und schnelle Reaktionen nicht nur seitens der Behörden, sondern auch der Technologiegiganten, auf deren Plattformen diese Materialien veröffentlicht werden. Anzahl der Entfernungsanregungen für islamistische Inhalte durch das BKA: 2020: 7240, 2023: 13200, 2024: 13903, 2025: 2300096% — Effektivität der Entfernung gemeldeter Inhalte im Jahr 2025

Perspektywy mediów: Betonung der Bedeutung des Kampfes gegen Hassrede und Radikalisierung als Schutz von Demokratie und Minderheiten vor Extremismus. Akzentuierung der Notwendigkeit, die Befugnisse der Sicherheitsbehörden und die Kontrolle digitaler Grenzen zur Terrorismusprävention zu stärken.