Der deutsche Luftfahrtgigant MTU Aero Engines hat Rekordgewinne für das Jahr 2025 bekanntgegeben und eine deutliche Dividendensteigerung für Aktionäre erklärt. Gleichzeitig hat die britische Gruppe Johnson Matthey eine Preissenkung von 26 Prozent beim Verkauf ihrer Katalysatorsparte an den amerikanischen Konzern Honeywell akzeptiert. Der neue Wert dieser Transaktion, der sich aus den schwächeren operativen Ergebnissen der Einheit ergibt, beträgt nun 1,8 Milliarden US-Dollar und modifiziert damit die früheren Vereinbarungen aus der Mitte des vergangenen Jahres erheblich.

Rekordergebnisse des Unternehmens MTU

Der deutsche Triebwerkshersteller verzeichnete einen historischen Gewinn und erhöht die Ausschüttungen an Aktionäre deutlich.

Preisnachlass bei Honeywell-Transaktion

Johnson Matthey akzeptierte einen Preisnachlass von 475 Millionen Pfund aufgrund der sinkenden Rentabilität der Katalysatorsparte.

Steigende Nachfrage nach Wartung

Technische Probleme der GTF-Triebwerke treiben paradoxerweise die Einnahmen von MTU im Bereich technischer Dienstleistungen und Reparaturen an.

Der deutsche Triebwerkshersteller MTU Aero Engines verzeichnete ein Rekordgeschäftsjahr, was sich in optimistischen Prognosen für 2026 niederschlägt. Der Vorstand des Unternehmens beschloss die Ausschüttung einer Rekorddividende, was auf der Frankfurter Börse auf begeisterte Reaktionen der Investoren stieß. Die stabile Nachfrage nach Triebwerkswartung, angetrieben unter anderem durch die Rückrufaktion des GTF-Modells, ermöglichte es dem Unternehmen, historisch hohe Margen im kommerziellen Segment zu erzielen. Die Luftfahrtbranche hat nach der COVID-19-Pandemie einen rasanten Wandel durchlaufen, bei dem Kraftstoffeffizienz und die Reduzierung von Stickoxidemissionen entscheidend an Bedeutung gewonnen haben, was Hersteller wie MTU zu einer radikalen Beschleunigung der Arbeiten an Antrieben der nächsten Generation zwang. Parallel kam es auf dem Markt für Fusionen und Übernahmen zu einer wesentlichen Bewertungskorrektur. Die Londoner Gruppe Johnson Matthey stimmte einer drastischen Preissenkung beim Verkauf ihrer Katalysatortechnologiesparte an den amerikanischen Giganten Honeywell zu. Der ursprüngliche Betrag von 1,8 Milliarden Pfund wurde um mehr als ein Viertel reduziert. Grund für die Neuverhandlung waren schwächere als prognostizierte finanzielle Ergebnisse der Einheit sowie Verzögerungen bei der Umsetzung wichtiger Industrieaufträge. Honeywell, ein amerikanischer Konglomerat, der Anfang des 20. Jahrhunderts gegründet wurde, modernisiert sein Portfolio regelmäßig durch die Übernahme von Technologieunternehmen und strebt nach Dominanz im Bereich der industriellen Steuerung und fortschrittlichen Luftfahrtmaterialien. 26% — Preissenkung beim Verkauf der Johnson-Matthey-Sparte Die MTU-Investoren nahmen die Nachricht über die Gewinnausschüttung mit Freude auf, während der britische Markt die Auswirkungen der reduzierten Bewertung von Johnson Matthey auf die weitere Restrukturierungsstrategie des Unternehmens analysiert. Trotz des Preisnachlasses erklären beide Seiten der Honeywell-Johnson-Matthey-Transaktion ihren Willen, den Vertrag in den kommenden Monaten nach Erhalt der erforderlichen regulatorischen Genehmigungen abzuschließen.