Die Veröffentlichung von Millionen Dokumenten aus den Akten von Jeffrey Epstein hat eine Welle neuer Strafverfahren in Europa ausgelöst. Behörden in Großbritannien und Frankreich untersuchen Hinweise auf Menschenhandel, Missbrauch Minderjähriger und Geldwäsche. UN-Experten deuten an, dass das Ausmaß der Verbrechen des Finanziers Merkmale von Verbrechen gegen die Menschlichkeit erfüllen könnte, was dem Fall eine beispiellose internationale Dimension verleiht. Im Zentrum des Skandals stehen einflussreiche Politiker und Prominente, deren Verbindungen zum pädophilen Netzwerk gründlich überprüft werden.
Massenermittlungen in Europa
Die Polizei in Großbritannien und Frankreich untersucht Flüge von Privatjets sowie Verbindungen ehemaliger Minister: Jack Lang und Peter Mandelson.
Verbrechen gegen die Menschlichkeit
Experten der UN haben festgestellt, dass das Ausmaß und der systematische Charakter der Ausbeutung von Frauen durch das Epstein-Netzwerk die Definition der schwersten internationalen Verbrechen erfüllen könnten.
Lolita Express in London
Es wurde festgestellt, dass der Jet des Finanziers am Flughafen Stansted fast 90 Mal landete und Opfer aus Osteuropa transportierte.
Die Veröffentlichung von über 3,5 Millionen Dokumenten im Zusammenhang mit den Aktivitäten von Jeffrey Epstein stellt die europäischen Justizsysteme vor eine enorme Herausforderung. In Großbritannien untersuchen die Metropolitan Police sowie lokale Einheiten in Surrey und Essex Flugprotokolle von den Flughäfen Stansted und Luton. Nach neuesten Erkenntnissen könnte die sogenannte „Lolita Express” mindestens 90 Flüge durchgeführt haben, die Opfer aus den baltischen Staaten und Russland nach London transportierten, von wo aus sie weiter in die USA gelangten. Verdächtigungen der Mittäterschaft im Menschenhandel betreffen unter anderem den ehemaligen Minister Peter Mandelson. In Frankreich hat die Staatsanwältin Laure Beccuau die Eröffnung zweier umfangreicher Ermittlungen zu Menschenhandel und Steuerbetrug bekannt gegeben. Die Behörden durchsuchten das Institut du Monde Arabe in Paris, was mit Ermittlungen gegen seinen ehemaligen Präsidenten und ehemaligen Kulturminister, Jack Lang, zusammenhängt. Die französische Staatsanwaltschaft hat einen öffentlichen Appell an alle Opfer gerichtet und bietet ihnen Schutz und die Möglichkeit, Aussagen zu machen, unabhängig davon, wo die Straftaten begangen wurden, sofern der Täter oder das Opfer die französische Staatsbürgerschaft besitzen. Jeffrey Epstein wurde im Juli 2019 wegen des Verdachts auf Handel mit Minderjährigen zu sexuellen Zwecken festgenommen. Einen Monat später starb er in einem New Yorker Gefängnis unter Umständen, die offiziell als Selbstmord eingestuft wurden, was zahlreiche Verschwörungstheorien auslöste. Parallel dazu hat ein von dem UN-Menschenrechtsrat eingesetztes Gremium unabhängiger Experten bewertet, dass die systematische Natur der Grausamkeiten gegenüber Frauen und Mädchen im Epstein-Netzwerk diese Taten als Verbrechen gegen die Menschlichkeit qualifiziert. Unterdessen hat in den USA Hillary Clinton die Verwaltung für die Art der Aktenbearbeitung kritisiert und dabei Versuche angedeutet, die Verbindungen einiger Politiker zur Affäre zu vertuschen. Der Fall hat auch einen polnischen Aspekt – in den Medien gab es Berichte über weitere Models aus Polen, die Opfer des Systems geworden sein könnten und als „Ware” für einflussreiche Kunden des Finanziers behandelt wurden. „Die Veröffentlichung der Dokumente wird unweigerlich zu neuen Beweisen und Aussagen führen, die wir sorgfältig überprüfen müssen.” — Laure Beccuau 3,5 mln — Seiten von Dokumenten wurden in der neuesten Aktencharge veröffentlichtAnzahl der Epstein-Flüge zu britischen Flughäfen: Stansted: 87, Luton: 12, Andere Flughäfen: 5 Die zu Epstein gehörende Insel Little Saint James wurde in den Medien als „Pedophile Island” bezeichnet. Nach Zeugenaussagen war sie das Epizentrum eines internationalen Mechanismus sexueller Ausbeutung, aus dem die Flucht fast unmöglich war.Schlüsselphasen der internationalen Ermittlung: Dezember 2025 — Veröffentlichung der Akten; 16. Februar 2026 — Razzia in Paris; 18. Februar 2026 — Appell der Staatsanwaltschaft; 19. Februar 2026 — UN-ErklärungLiberale Medien legen starken Wert auf die rechtliche Verantwortung von Jack Lang und den systemischen Schutz von Opfern des Menschenhandels. | Konservative Medien konzentrieren sich auf die Rolle von Hillary Clinton und beschuldigen die US-Administration, belastende Dokumente selektiv zu veröffentlichen.
Mentioned People
- Jeffrey Epstein — Amerikanischer Finanzier und Sexualstraftäter, dessen Netzwerk politische und wirtschaftliche Eliten umfasste.
- Jack Lang — Ehemaliger französischer Kulturminister, unter Beobachtung der Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit Verbindungen zu Epstein.
- Hillary Clinton — Ehemalige US-Außenministerin, die die Art der Veröffentlichung der Epstein-Akten durch die aktuelle Verwaltung kritisiert.
- Laure Beccuau — Staatsanwältin von Paris, die die Ermittlungen zu den französischen Aspekten der Affäre leitet.