Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline hat am Mittwoch eine Vereinbarung zur Übernahme des kanadischen Biotechnologieunternehmens 35Pharma für 950 Millionen Dollar in bar unterzeichnet. Die Transaktion, die zweite größere Akquisition unter dem neuen Vorstandsvorsitzenden Luke Miels, zielt darauf ab, das Portfolio von GSK im Bereich der Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu stärken. Das Hauptvermögen des übernommenen Unternehmens ist der frühphasige Wirkstoffkandidat HS235, der Potenzial für die Behandlung von pulmonaler Hypertonie und Stoffwechselstörungen, einschließlich der Reduzierung von Fettgewebe, hat.

Wert und Art der Transaktion

GSK übernimmt das kanadische, privat gehaltene Unternehmen 35Pharma für 950 Millionen Dollar in einer Barzahlungstransaktion. Es ist die zweite größere Akquisition des Konzerns unter der Führung des neuen CEO Luke Miels, nach der Übernahme von RAPT Therapeutics für 2,2 Milliarden Dollar im Januar.

Hauptpharmazeutisches Vermögen

Das Schlüsselvermögen von 35Pharma ist der frühphasige Wirkstoffkandidat mit dem Namen HS235, der zur Behandlung verschiedener Arten von pulmonaler Hypertonie – einer lebensverkürzenden Krankheit, die durch hohen Blutdruck in der Lunge gekennzeichnet ist – bestimmt ist. Sein Wirkmechanismus könnte auch metabolische Vorteile wie den Verlust von Fettgewebe bringen.

Strategisches Ziel von GSK

Die Akquisition stellt eine deutliche Änderung in der Strategie von GSK dar, die bisher einen direkten Einstieg in den wettbewerbsintensiven Markt für Anti-Adipositas-Medikamente vermieden hat. Die Transaktion zielt darauf ab, das Portfolio des Unternehmens im Bereich der Atemwegs- und kardiometabolischen Erkrankungen zu stärken und die Entwicklungslinie neuer Medikamente zu ergänzen.

Kontext anderer M&A-Aktivitäten

Die Transaktion mit 35Pharma fügt sich in die breitere Aktivität von GSK im Bereich Fusionen und Übernahmen ein. Anfang dieser Woche erwarb der Konzern für eine Milliarde Dollar die globalen Rechte für die Entwicklung von zwei siRNA-Therapien des Unternehmens Frontier Biotechnologies, die auf Nierenerkrankungen abzielen.

Der britische Pharmariese GlaxoSmithKline (GSK) hat sich für eine strategische Akquisition entschieden und übernimmt das kanadische Biotechnologieunternehmen 35Pharma Inc. für 950 Millionen Dollar in bar. Die am Mittwoch angekündigte Transaktion stellt die zweite größere Akquisition unter der Führung des neuen CEO Luke Miels dar, der seit Januar den Konzern leitet. Ziel ist der Wiederaufbau und die Stärkung der eigenen Entwicklungslinie neuer Medikamente, insbesondere im Hinblick auf den bevorstehenden Verlust des Patentschutzes für eines der Schlüsselmedikamente von GSK gegen HIV, was einen Umsatzrückgang droht. Der Hauptgegenstand der Transaktion ist der frühphasige Wirkstoffkandidat mit dem Codenamen HS235, der von 35Pharma entwickelt wird. Diese Substanz hat Potenzial für die Behandlung von pulmonaler Hypertonie – einer schweren, lebensbedrohlichen Krankheit, die durch hohen Blutdruck in den Lungengefäßen gekennzeichnet ist. Nach Angaben der Unternehmen könnte der Wirkmechanismus von HS235 auch metabolische Vorteile wie die Reduzierung von Fettgewebe bringen. Für GSK, das bisher konsequent den sehr wettbewerbsintensiven und schnell wachsenden Markt für Anti-Adipositas-Medikamente gemieden hat, stellt dies eine deutliche Kursänderung dar. Die Akquisition soll das Portfolio des Konzerns im Bereich der Atemwegs- und kardiometabolischen Erkrankungen erweitern. GlaxoSmithKline mit Sitz in Großbritannien ist einer der größten Pharmakonzerne der Welt mit einer langen Geschichte in den Bereichen Impfstoffe, Medikamente gegen Atemwegserkrankungen und antivirale Medikamente, einschließlich HIV. Der Markt für kardiometabolische Medikamente, einschließlich Anti-Adipositas-Medikamente, erlebt derzeit ein rasantes Wachstum, angetrieben durch den Erfolg von Unternehmen wie Novo Nordisk oder Eli Lilly, was andere Konzerne dazu veranlasst, dort nach neuen Möglichkeiten zu suchen. Die Transaktion mit 35Pharma fügt sich in die deutlich gestiegene Aktivität von GSK im Bereich Fusionen und Übernahmen seit dem Amtsantritt von Miels ein. Anfang Februar kündigte der Konzern auch den Abschluss einer milliardenschweren Vereinbarung zum Erwerb der globalen Rechte für die Entwicklung von zwei siRNA-Therapien des Unternehmens Frontier Biotechnologies an, die auf Nierenerkrankungen abzielen. Zuvor hatte GSK im Januar das US-Unternehmen RAPT Therapeutics für 2,2 Milliarden Dollar übernommen. Diese Schritte deuten auf eine Strategie hin, die eigene Forschung und Entwicklung durch den Erwerb vielversprechender externer Projekte zu ergänzen, um die Auswirkungen bevorstehender Patentabläufe für Schlüsselprodukte abzumildern.

Mentioned People

  • Luke Miels — Neuer CEO von GlaxoSmithKline (GSK), unter dessen Führung die Transaktion stattfand.
  • Jamie Dimon — CEO von JPMorgan Chase & Co., dessen Kommentar zum Wettbewerb im Finanzsektor fälschlicherweise in den Bloomberg-Artikel über GSK aufgenommen wurde.