Europäische Finanz- und Energiemärkte veröffentlichen die Jahresergebnisse für 2025, die von Rekordgewinnen italienischer Giganten wie UniCredit, Eni und Poste Italiane dominiert wurden. Trotz eines schwierigen makroökonomischen Umfelds verzeichneten diese Unternehmen historische Umsätze, was sich in erheblichen Boni für das Führungspersonal niederschlug. Gleichzeitig erzielte die Europäische Zentralbank einen Verlust, prognostiziert jedoch eine Rückkehr zur Rentabilität im kommenden Abrechnungszyklus.

Historische Gewinne von UniCredit

Die Bank verzeichnete Rekordergebnisse, was zu einer Erhöhung der Vergütung von Vorstandsvorsitzendem Orcel auf 16,4 Millionen Euro führte.

Stabilität des Energiesektors

Der Konzern Eni erwirtschaftete einen Nettogewinn von fast 5 Milliarden Euro trotz sinkender Rohölpreise.

Verluste in der Zentralbank

Die EZB schloss das Jahr mit einem Verlust von 1,25 Milliarden Euro ab, plant jedoch eine schnelle Rückkehr zur Rentabilität im Jahr 2026.

Globales Wachstum der Versicherer

Axa und Allianz melden signifikante Umsatzsteigerungen, angetrieben durch die Lebens- und Sachversicherungssegmente.

Ende Februar 2026 brachte eine Reihe von Veröffentlichungen der Finanzergebnisse der größten europäischen Unternehmen, mit besonderem Fokus auf den italienischen Markt. Die Bank UniCredit beschloss nach Erreichen historisch hoher Ergebnisse, die Prämien für das Führungspersonal deutlich zu erhöhen. Die Vergütung des Vorstandsvorsitzenden Andrea Orcel stieg auf 16,4 Millionen Euro, was auf großes öffentliches Interesse stieß. Parallel dazu meldete der italienische Energieriese Eni einen bereinigten Nettogewinn von 4,98 Milliarden Euro und demonstrierte damit Widerstandsfähigkeit gegenüber Preisschwankungen von Rohstoffen auf den Weltmärkten. Das Unternehmen plant eine weitere Expansionsoffensive im Fördergeschäft bei gleichzeitiger Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien in seinem Investitionsportfolio. Der italienische Bankensektor durchlief nach der Euro-Schuldenkrise von 2011 eine tiefgreifende Restrukturierung, die den Aufbau der heutigen Kapitalstärke und Rentabilität ermöglichte. Hervorragende Ergebnisse präsentierte auch Poste Italiane und erreichte die höchsten Umsätze und Gewinne ihrer Geschichte. Vorstandsvorsitzender Matteo Del Fante betonte die strategische Bedeutung des Finanzsektors und des Paketversands für den Wertaufbau des Unternehmens. Die Europäische Zentralbank (EZB) verzeichnete hingegen 2025 einen Verlust von 1,25 Milliarden Euro, was eine direkte Folge der kostspieligen Anleihekaufprogramme der vergangenen Jahre war. Dennoch prognostiziert die von Christine Lagarde geleitete Institution bereits für 2026 eine Rückkehr zu positiven Ergebnissen. Bemerkenswert ist, dass die Vergütung von Lagarde selbst auf 492.000 Euro pro Jahr stieg. „2025 è stato un anno di trasformazione senza precedenti e di disciplina finanziaria record, che ci ha permesso di premiare i nostri azionisti.” — Andrea Orcel Die positiven Trends beschränken sich nicht nur auf Italien. Die französische Gruppe Axa schloss das Jahr mit einem Gewinn von 8,4 Milliarden Euro ab, was einem Anstieg von über 24 % im Jahresvergleich entspricht. Auch die Schweizer Wirtschaft entwickelt sich gemäß den Prognosen und zeigt Stabilität im letzten Quartal des Jahres. Vor diesem Hintergrund stechen die Statistiken der italienischen Industrie hervor, die nach einer Stagnationsphase einen leichten Umsatzanstieg von 0,6 % verzeichnete. Experten weisen darauf hin, dass das Jahr 2025 eine Zeit der Kumulation von Vorteilen aus hohen Zinssätzen für den Bankensektor war, doch das kommende Jahr 2026 die Unternehmen aufgrund erwarteter Zinssenkungen durch die Zentralbanken zu einer Strategieänderung zwingen könnte.

Mentioned People

  • Andrea Orcel — Vorstandsvorsitzender von UniCredit, der eine Rekordvergütung für die Ergebnisse der Bank im Jahr 2025 erhielt.
  • Christine Lagarde — Präsidentin der Europäischen Zentralbank, die die Institution während der Verzeichnung operativer Verluste leitet.
  • Claudio Descalzi — Generaldirektor von Eni, verantwortlich für die Förderstrategie und die Energiewende des Giganten.
  • Matteo Del Fante — Chef von Poste Italiane, der das Unternehmen zu historisch hohen Finanzergebnissen führte.
  • Andrea Lovaglio — Generaldirektor der Bank Monte dei Paschi di Siena.