Die deutsche Wirtschaft verzeichnete im Jahr 2025 einen signifikanten Anstieg der Reallöhne um 1,9%, was eine spürbare Erhöhung der Kaufkraft der Bürger nach Jahren der Krise darstellt. Gleichzeitig erinnert der Equal Pay Day an strukturelle Ungleichheiten bei den Verdiensten von Frauen und Männern. Während die Differenz in Frankreich im privaten Sektor 21,8% beträgt, kämpft Deutschland mit einer 18-prozentigen Lücke, was eine Debatte über systemische Barrieren für den beruflichen Aufstieg von Frauen auslöst.

Anstieg der Kaufkraft

Die deutschen Reallöhne stiegen im Jahr 2025 um 1,9% dank höherer Nominallöhne und niedrigerer Inflation.

Hartnäckige Lohnlücke

Frauen in Deutschland und Frankreich verdienen immer noch deutlich weniger als Männer, was zu Aufrufen für systemische Reformen führt.

Abstand zum Jahr 2019

Trotz des Anstiegs bleiben die realen Einkommen der Deutschen fast 2% niedriger als vor den Krisen der Jahre 2020-2022.

Das Statistische Bundesamt Deutschlands bestätigte, dass das Jahr 2025 einen Durchbruch in der Lohnentwicklung brachte. Die Nominallöhne stiegen um 5,1%, was bei einer gebremsten Inflation von 3,1% einen realen Einkommenszuwachs von 1,9% ermöglichte. Positive Tendenzen wurden in allen Bundesländern verzeichnet, mit besonderer Berücksichtigung von Bayern, Niedersachsen und Thüringen. Trotz dieses Erfolgs dämpfen Statistiker den Optimismus und weisen darauf hin, dass das reale Lohnniveau noch nicht zu den Rekordwerten von 2019 zurückgekehrt ist und fast 2% niedriger liegt als vor der Pandemie und dem rapiden Anstieg der Energiepreise. Seit 2021 kämpften die Länder der Eurozone mit einer Rekordinflation, die durch Unterbrechungen der Lieferketten und die Energiekrise nach dem russischen Angriff auf die Ukraine ausgelöst wurde, was zum stärksten Rückgang der Reallöhne in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands führte. Parallel zu den makroökonomischen Daten konzentrierte sich die öffentliche Aufmerksamkeit in Europa auf die Problematik der Lohnlücke. Die neuesten Berichte des französischen Instituts Insee zeigen, dass Frauen im privaten Sektor 21,8% weniger verdienen als Männer. Obwohl diese Differenz leicht zurückgegangen ist, hat sich das Tempo der Veränderungen im Vergleich zu den Vorjahren verlangsamt. In Deutschland sieht die Situation ähnlich aus – die Differenz beträgt etwa 18%, was das Land unter den EU-Durchschnitt von 13% stellt. „Der Anstieg der Reallöhne im Jahr 2025 resultiert aus deutlichen Tarifabschlüssen und den inflationsausgleichenden Sonderzahlungen.” — Statistisches Bundesamt Experten betonen, dass die geringe Erwerbstätigenquote von Frauen in einigen Sektoren und die Dominanz von Männern in Führungspositionen die Hauptursachen für diese Diskrepanzen sind. In Deutschland konzentriert sich die Debatte um den „Equal Pay Day“ auf die Forderung nach Abschaffung individueller Gehaltsverhandlungen zugunsten transparenter Gehaltsstrukturen, um Willkür bei der Bezahlung zu beenden. Rechtsanwälte weisen auch auf das Problem der sogenannten Mutterschaftsstrafe hin, die sich in der Notwendigkeit zur Teilzeitarbeit bei gleichzeitigem Mangel an ausreichender Betreuungsinfrastruktur äußert. 21.8% — beträgt die Lohnlücke im französischen Privatsektor Die Aussichten für das Jahr 2026 bleiben moderat optimistisch, vorausgesetzt, die Preisdynamik bleibt auf niedrigem Niveau. Die Rückkehr zur vollen Kaufkraft vor der Krise wird jedoch eine weitere Aufrechterhaltung eines hohen Lohnwachstumstempos in Schlüsselbranchen der Industrie und des Dienstleistungssektors erfordern.