Zwei Drittel der Einwohner Schleswig-Holsteins bewerten den Zugang zur Pflege als unzureichend. Laut einer repräsentativen Umfrage des Allensbach-Instituts für DAK-Gesundheit halten 67 Prozent der Befragten die Situation für unangemessen. Jeder zweite Befragte erwartet eine Verschlechterung innerhalb der nächsten zehn Jahre. Die größten Probleme, die von den Bürgern genannt werden, sind die hohen Kosten und der Mangel an medizinischem Personal.

Kritische Bewertung der Pflege

67 Prozent der Einwohner des Bundeslandes bewerten den Zugang zu Pflegeleistungen als "nicht" oder "überhaupt nicht" gut, was ein tiefgreifendes Vertrauenskrise zeigt.

Pessimistische Prognosen für die Zukunft

Jeder zweite Befragte (50 Prozent) erwartet eine weitere Verschlechterung der Situation im Pflegesektor innerhalb des kommenden Jahrzehnts.

Hauptursachen der Probleme

Die Einwohner nennen vor allem die zu hohen Kosten der Pflegenutzung sowie den gravierenden Mangel an qualifiziertem Personal.

Quelle der Forschungsdaten

Die Umfrage wurde vom Krankenversicherer DAK-Gesundheit in Auftrag gegeben und vom renommierten Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführt.

Über zwei Drittel der Einwohner des deutschen Bundeslandes Schleswig-Holstein äußern tiefes Misstrauen gegenüber dem Pflegesystem. Laut der neuesten repräsentativen Umfrage bewerten 67 Prozent der Bürger den Zugang und die Qualität der Pflegeleistungen als unbefriedigend oder völlig unzureichend. Diese hohe Rate negativer Bewertungen verdeutlicht das Ausmaß der wahrgenommenen Krise in einem der Schlüsselsektoren der sozialen Dienstleistungen.

Das deutsche Pflegeversicherungssystem wurde 1995 als fünfte Säule der Sozialversicherung eingeführt. Sein Ziel war es, die Bürger vor den finanziellen Folgen von Pflegebedürftigkeit im Alter oder aufgrund von Krankheit zu schützen. Dieses System kämpft seit Jahren mit demografischen Herausforderungen, die mit einer alternden Gesellschaft zusammenhängen, sowie wirtschaftlichen Herausforderungen wie steigenden Kosten und Arbeitskräftemangel.

Der Pessimismus der Einwohner reicht weit in die Zukunft. Die Hälfte der Befragten (50 Prozent) prognostiziert, dass sich die Situation im Pflegebereich in den nächsten zehn Jahren weiter verschlechtern wird. Nur ein kleiner Anteil erwartet eine Verbesserung. Die Umfrage zeigt eindeutig zwei Hauptquellen der Besorgnis der Bürger auf. Erstens sind es die hohen Kosten, die Familien belasten, die institutionelle oder häusliche Pflege in Anspruch nehmen. Zweitens wird ein eklatanter Personalmangel allgemein wahrgenommen, was sich direkt auf die Qualität und Verfügbarkeit der Leistungen auswirkt.

Bewertet negativ: 67, Erwartet Verschlechterung: 50

Die Umfrage wurde vom Allensbach-Institut, einem angesehenen Meinungsforschungsinstitut, im Auftrag von DAK-Gesundheit, einem der führenden Krankenversicherer in Deutschland, durchgeführt. Die Veröffentlichung dieser Umfrageergebnisse fügt sich in die laufende Debatte über eine Reform des Pflegesystems ein, die eines der zentralen gesellschaftspolitischen Themen ist. Die Landes- und Bundesregierung stehen vor der Herausforderung, das Vertrauen der Bürger wiederherzustellen und Lösungen für die strukturellen Probleme des Sektors zu finden, auf die die öffentliche Meinung hinweist.