Bodenpersonal von American Airlines entdeckte Kugelspuren am Flügel eines Boeing 737-800, der aus Miami nach Medellín geflogen war. Die Schäden wurden am Querruder der rechten Tragfläche lokalisiert. Obwohl die Piloten während des Fluges keine Probleme meldeten, wurde das Flugzeug sofort außer Betrieb genommen. Ermittler prüfen, ob die Maschine während des Landeanflugs in Medellín, Kolumbien, Ziel eines gezielten Angriffs wurde oder ob sie einem zufälligen Beschuss vom Boden aus zum Opfer fiel.

Entdeckung der Rumpfperforation

Techniker fanden bei der Nachlandungskontrolle in Medellín Einschusslöcher am Querruder der rechten Tragfläche.

Sichere Landung

Die Piloten spürten keine Auswirkungen des Beschusses, und die Landung in Kolumbien verlief für die Passagiere störungsfrei.

Außerbetriebnahme des Flugzeugs

Die American Airlines Maschine mit der Registrierungsnummer N916NN wurde bis zum Abschluss der Ermittlungen am Boden gehalten.

Bei einer routinemäßigen technischen Kontrolle einer Boeing 737-800 von American Airlines wurden strukturelle Schäden entdeckt, die als Perforationen durch Geschosse identifiziert wurden. Der Vorfall betrifft eine Maschine, die den Flug AA923 von Miami nach Medellín in Kolumbien durchführte. Detaillierte Untersuchungen wiesen Ein- und Austrittsöffnungen am Querruder der rechten Tragfläche nach. Trotz der Beschädigung des Steuerelements konnten die Piloten sicher am Zielflughafen landen, und die Bordsysteme verzeichneten während des Flugbetriebs keinen Druckabfall oder Hydraulikausfall. Die Fluggesellschaft bestätigte, dass die Einheit mit der Registrierungsnummer N916NN stillgelegt wurde, um eine detaillierte ballistische Expertise sowie notwendige Reparaturen durchzuführen. Ermittler analysieren derzeit die Flugbahn anhand von Daten der Flugdatenschreiber, um den genauen Zeitpunkt und Ort des Treffers zu bestimmen. Erste Hypothesen deuten darauf hin, dass das Flugzeug während des Landeanflugs getroffen worden sein könnte, als es sich in relativ geringer Höhe über Gebieten befand, die von lokalen Banden oder paramilitärischen Gruppen kontrolliert werden. Die Sicherheitslage in Kolumbien bleibt seit Jahrzehnten angespannt aufgrund der Aktivitäten von Drogenkartellen und Guerillagruppen wie der FARC oder der ELN, die Handelsrouten in der Nähe großer Städte kontrollieren. Luftfahrtsicherheitsexperten weisen darauf hin, dass der Treffer im Querruder, obwohl gefährlich, nicht zu einem Druckverlust der Kabine oder einer Beschädigung der Treibstofftanks führte, was eine direkte Katastrophe verhinderte. Die Federal Aviation Administration (FAA) arbeitet eng mit der kolumbianischen Polizei zusammen, um aufzuklären, ob es sich um einen vorsätzlichen Akt gegen den zivilen Luftverkehr handelte. Medellín, trotz enormer Entwicklungsfortschritte in den letzten Jahren, kämpft weiterhin mit dem Problem der organisierten Kriminalität, die in den Stadtteilen rund um die Verkehrsknotenpunkte operiert.