Der fünftägige Impact AI 2026-Gipfel in Neu-Delhi endete mit der Annahme einer historischen, wenn auch nicht bindenden Erklärung durch 88 Länder, darunter die USA und China. Die Unterzeichner riefen dazu auf, künstliche Intelligenz „sicher, vertrauenswürdig und robust“ zu gestalten. Das Ereignis wurde jedoch von tiefen Gräben zwischen den Großmächten über die globale Technologie-Governance und einem spektakulären Wettstreit der US-Tech-Giganten dominiert, deren Führungskräfte es sogar vermieden, sich die Hände zu schütteln.

Historische Erklärung in Neu-Delhi

88 Länder unterzeichneten ein Dokument, das zum Aufbau einer sicheren und vertrauenswürdigen künstlichen Intelligenz aufruft, allerdings ohne konkrete Sanktionen bei Nichteinhaltung der Prinzipien.

USA lehnen globale Aufsicht ab

Washington sprach sich offiziell gegen die Schaffung globaler Regulierungsgremien aus, aus Sorge, den technologischen Fortschritt zu behindern und ideologische Beschränkungen aufzuerlegen.

UNO-Kommission für KI-Kontrolle

Der UN-Generalsekretär berief ein Gremium aus 40 Wissenschaftlern ein, das bis Juli 2026 Richtlinien für die Beibehaltung des menschlichen Einflusses auf Maschinenentscheidungen entwickeln soll.

Konflikt der Silicon-Valley-Giganten

Die Chefs von OpenAI und Anthropic demonstrierten ihre tiefe Rivalität, was die Branche als Vorbote des Kampfes um rekordverdächtige Börsengangsbewertungen deutet.

Der in Neu-Delhi zu Ende gegangene Impact AI 2026-Gipfel brachte das bisher umfassendste diplomatische Abkommen im Technologiebereich hervor, das von 88 Ländern unterzeichnet wurde. Das Dokument betont, dass künstliche Intelligenz der gesamten Menschheit dienen und ihre Entwicklung transparent und sicher sein soll. Trotz breiter Unterstützung enthält die Erklärung keine verbindlichen rechtlichen Verpflichtungen, was die Schwierigkeiten bei der Erzielung eines globalen Konsenses widerspiegelt. Indien, das die Rolle des Führers des Globalen Südens einnahm, versuchte, einen dritten Weg zwischen dem amerikanischen und dem chinesischen Modell zu finden, indem es auf technologische Souveränität und die Demokratisierung des Zugangs zu digitalen Werkzeugen setzte. Die Atmosphäre des Gipfels war jedoch angespannt, da die Vereinigten Staaten sich entschieden gegen jede Form einer zentralen, internationalen Aufsicht aussprachen. Vertreter der US-Regierung lehnten das Konzept einer globalen Governance der KI ab und warnten vor Überregulierung, die Innovationen ersticken könnte. Als Kontrapunkt zu dieser Position appellierten die Europäische Union und der Generalsekretär der Vereinten Nationen (UNO), António Guterres, für eine starke Rolle der Wissenschaft und öffentlicher Institutionen. Guterres kündigte die Einrichtung einer neuen Kommission aus 40 Experten an, die technische Standards für die menschliche Kontrolle über autonome Systeme entwickeln soll. Seit 2023, nach der rasanten Entwicklung generativer Sprachmodelle, hat die internationale Gemeinschaft eine Reihe regulatorischer Initiativen ergriffen, wie den britischen Gipfel in Bletchley Park oder den EU-Künstliche-Intelligenz-Gesetz (KI-Gesetz). Abseits der Diplomatie waren die Blicke der Beobachter auf den geschäftlichen Wettstreit der Branchenführer gerichtet. Sam Altman (OpenAI) und Dario Amodei (Anthropic) standen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit nach einem peinlichen Moment während eines gemeinsamen Fotos, als sie als einzige sich nicht die Hände zur Begrüßung reichten. Obwohl Altman das Ereignis mit Verwirrung auf der Bühne erklärte, deuteten Beobachter es als Symbol für die zunehmende Rivalität zwischen den Giganten. Diese symbolische Szene unterstreicht den erbitterten Wettlauf um Kapital und Marktdominanz vor den erwarteten rekordverdächtigen Börsengängen. Indien nutzte diesen Moment, um US-Konzerne zu Investitionen einzuladen, während es gleichzeitig seine eigene Recheninfrastruktur aufbaute und KI-Lösungen in Landwirtschaft und Bildung förderte. „La science informe mais les humains décident. Notre but est de faire du contrôle humain une réalité technique, pas un slogan.” (Die Wissenschaft informiert, aber die Menschen entscheiden. Unser Ziel ist es, die menschliche Kontrolle zu einer technischen Realität zu machen, nicht zu einem Slogan.) — António Guterres 88 — Länder unterzeichneten die gemeinsame Erklärung in Neu-Delhi

Mentioned People

  • Narendra Modi — Premierminister Indiens, Gastgeber des Gipfels, der Indien zu einer KI-Macht machen will.
  • Sam Altman — Mitbegründer und CEO von OpenAI, das Gesicht der generativen KI-Revolution.
  • Dario Amodei — Chef von Anthropic, dem Hauptkonkurrenten von OpenAI, der die Sicherheit von Systemen fördert.
  • António Guterres — Generalsekretär der Vereinten Nationen, Initiator der Kommission für menschliche Kontrolle über KI.