Der in Neu-Delhi beendete fünftägige India AI Impact Summit 2026 ging als bisher größtes diplomatisches Treffen zum Thema Künstliche Intelligenz in die Geschichte ein. Vertreter von 86 Ländern und zwei internationalen Organisationen (insgesamt 88 Unterzeichner), darunter Großmächte wie die Vereinigten Staaten und China, unterstützten eine gemeinsame Erklärung, die die Entwicklung sicherer, vertrauenswürdiger und robuster Technologien fördert. Trotz des Fehlens verbindlicher rechtlicher Verpflichtungen stellt das Dokument einen wichtigen Schritt in Richtung eines globalen Konsenses über die ethische Dimension digitaler Innovationen dar.
Erklärung von Neu-Delhi
88 Länder unterzeichneten eine Vereinbarung für eine sichere und vertrauenswürdige KI, wobei der Schwerpunkt auf gesellschaftlichen Vorteilen liegt.
Widerstand der USA gegen Regulierungen
Washington lehnte das Konzept einer globalen Aufsicht ab und förderte Marktfreiheit und den Export amerikanischer Lösungen.
UN-Initiative
Der Generalsekretär setzte eine Kommission aus 40 Wissenschaftlern ein, um die menschliche Kontrolle über neue Technologien zu untersuchen.
Rivalität der Giganten
Der Gipfel offenbarte Spannungen zwischen OpenAI und Anthropic vor geplanten Rekord-Börsengängen.
Der KI-Gipfel in Neu-Delhi, der vom 16. bis 21. Februar 2026 dauerte, wurde zur Arena entscheidender Auseinandersetzungen über die künftige Gestaltung der digitalen Welt. Das Abschlussdokument, unterzeichnet von 86 Ländern und zwei internationalen Organisationen (insgesamt 88 Unterzeichner), betont, dass Künstliche Intelligenz einen Wendepunkt in der Evolution der Menschheit darstellt. Die Unterzeichner verpflichteten sich dazu, sicherzustellen, dass die Vorteile der KI gerecht verteilt werden, was insbesondere für die Länder des globalen Südens von Bedeutung ist. Obwohl der Erklärungstext nicht bindend ist, wurde seine Veröffentlichung um einen Tag aufgrund intensiver Verhandlungen verzögert, um möglichst viele Länder, einschließlich skeptischer Großmächte, an Bord zu holen. Während der Beratungen traten jedoch tiefe ideologische Gräben zutage. Die Vereinigten Staaten, vertreten durch Abgesandte der Trump-Administration, lehnten das Konzept einer zentralen, globalen Technologieverwaltung kategorisch ab. Die Amerikaner sprachen sich für ein Modell der Marktexpansion und die Ablehnung von „ideologischen Obsessionen hinsichtlich des Risikos” aus, was im krassen Widerspruch zum europäischen Modell steht, das strenge Regulierungen befürwortet. Indien als Gastgeber versuchte, einen „dritten Weg” zu erarbeiten, der technologische Souveränität und demokratischen Zugang zu KI-Werkzeugen fördert, um Sektoren wie Landwirtschaft und Bildung zu unterstützen. Das erste globale Treffen zur KI-Sicherheit fand 2023 in Bletchley Park im Vereinigten Königreich statt, wo die Bletchley-Erklärung unterzeichnet wurde, die die Grundlage für die internationale Zusammenarbeit bei der Bewertung von Risiken im Zusammenhang mit den fortschrittlichsten Sprachmodellen legte. Die Veranstaltung war auch von Machtdemonstrationen der Technologieführer begleitet. Auf der Bühne erschienen unter anderem Sam Altman von OpenAI und Dario Amodei von Anthropic, die nach Angaben von Zeugen demonstrativ einen Händedruck vermieden. Dieses symbolische Verhalten spiegelt den erbitterten Kampf um die Marktdominanz und die bevorstehenden Börsengänge der Giganten wider. Parallel dazu hat die UNO eine neue Kommission aus 40 Wissenschaftlern eingesetzt, deren Aufgabe es sein soll, eine ständige menschliche Kontrolle über die KI-Entwicklung zu gewährleisten und die mit dieser technischen Revolution einhergehende Panik zu dämpfen. „I believe that early versions of true super intelligence could emerge around 2027.” (Ich glaube, dass frühe Versionen echter Superintelligenz um das Jahr 2027 herum entstehen könnten.) — Sam Altman
Mentioned People
- Sam Altman — Mitbegründer und CEO von OpenAI, der das Aufkommen von Superintelligenz vorhersagt.
- Dario Amodei — CEO des Unternehmens Anthropic, des Hauptkonkurrenten von OpenAI.
- António Guterres — Generalsekretär der UNO, Initiator der neuen wissenschaftlichen Kommission für KI.
- Narendra Modi — Premierminister Indiens, Gastgeber des Gipfels, der die Rolle Indiens im Technologiesektor stärken will.