Die deutsche Polizei führt eine groß angelegte Fahndung nach der spektakulären Flucht eines Gefangenen in Passau durch. Der Mann, der sich in Untersuchungshaft befand, konnte den Beamten direkt nach Abschluss der gerichtlichen Verfahren entkommen. Trotz des Einsatzes zahlreicher Streifen, Spürhunde und Luftunterstützung dauert die Suche nach dem Flüchtigen den zweiten Tag an, und die Behörden analysieren den Ablauf der Ereignisse im Hinblick auf mögliche Fehler in den Sicherheitsverfahren.

Flucht nach Gerichtstermin

Ein Untersuchungsgefangener entkam den Wärtern direkt nach einer Gerichtssitzung in Passau, indem er einen Moment der Unachtsamkeit oder einen Fehler im Verfahren ausnutzte.

Großangelegte Fahndung

An der Suchaktion sind Hubschrauber, Spürhunde und zahlreiche Polizeistreifen aus ganz Bayern beteiligt.

Suche dauert an

Trotz der intensiven Maßnahmen, die am 27. Februar begannen, ist der Mann weiterhin auf freiem Fuß (Stand: Abend des 28. Februars).

In Passau, einer Stadt im südöstlichen Bayern, kam es zu einem seltenen Vorfall, der die öffentliche Sicherheit beeinträchtigte. Ein Mann, der sich in Untersuchungshaft befand, konnte den Wärtern unmittelbar nach Ende einer Gerichtssitzung entfliehen. Dieser Vorfall löste sofort ein Alarmverfahren aus, das in deutschen Diensten als Großeinsatz bekannt ist. Die ersten Meldungen über die Flucht erschienen am 27. Februar nachmittags, und die intensiven Suchmaßnahmen wurden den ganzen Samstag, den 28. Februar, fortgesetzt. Die Polizei hat bisher weder die genaue Identität des Flüchtigen noch die Art der gegen ihn erhobenen Vorwürfe offengelegt, was im frühen Stadium der Ermittlungen Standardprozedur ist. Die Suchoperation konzentriert sich auf die Region Passau und grenznahe Gebiete, wobei die Nähe zur Grenze zu Österreich berücksichtigt wird. An den Maßnahmen sind Dutzende Streifenwagen, Polizeihubschrauber mit Wärmebildkameras und spezialisierte Einheiten mit Spürhunden beteiligt. Die Beamten überprüfen Bahnhöfe, Hauptverkehrsrouten und potenzielle Verstecke im dicht bebauten Stadtzentrum. Die Ermittler analysieren Aufnahmen der städtischen Überwachungskameras, um die Fluchtroute des Mannes nachzuvollziehen. Es stellen sich Fragen, wie es zu einer so schwerwiegenden Verletzung der Aufsichtsregeln kommen konnte, insbesondere angesichts der Tatsache, dass der Inhaftierte unter ständiger Obhut von Justizvollzugsbeamten oder Polizisten stand. Die Gefängnissysteme in Deutschland sind dezentralisiert und unterstehen den Landesregierungen, was bedeutet, dass für die Sicherheit in bayerischen Einrichtungen das dortige Justizministerium zuständig ist. Fluchten aus Transporten oder nach Gerichtsverhandlungen sind aufgrund strenger Fesselungsvorschriften statistisch selten.Die Lage in der Stadt bleibt angespannt, und die Polizei appelliert an die Einwohner, Vorsicht walten zu lassen und nicht zu versuchen, den Gesuchten eigenständig festzunehmen. Überregionale Medien wie Die Welt oder Zeit Online verfolgen die Fortschritte der Fahndung und betonen den Druck, unter dem bayerische Beamte stehen. Wenn die Suche in den nächsten Stunden keine Ergebnisse bringt, ist die Ausstellung eines europäischen Haftbefehls wahrscheinlich. Derzeit hat die Sicherung biologischer Spuren und die Befragung von Zeugen, die den Fluchtmoment oder die Richtung, in die der Verdächtige sich entfernte, gesehen haben könnten, Priorität. „Die Fahndung läuft mit Hochdruck. Wir setzen alle verfügbaren Mittel ein, um den Flüchtigen so schnell wie möglich festzunehmen.” — Polizeisprecher in Passau