Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt hat eine Liberalisierung des Fischereigesetzes beschlossen. Die Novelle hebt die Pflicht zum Besitz einer staatlichen Angelgenehmigung für Kinder unter 14 Jahren auf und senkt das Mindestalter auf acht Jahre. Künftig benötigen junge Angler nur noch die Erlaubnis des Eigentümers oder Pächters des Gewässers. Die von der Koalition aus CDU und SPD vorgeschlagene Änderung zielt darauf ab, das Angeln unter Jugendlichen zu fördern und die Verfahren zu vereinfachen. Sie führt außerdem eine Jugendkategorie für Personen im Alter von 14 bis 18 Jahren sowie die Möglichkeit einer Aussetzung der Genehmigung ein. Die neuen Vorschriften treten Anfang 2027 in Kraft.
Abschaffung der staatlichen Genehmigungspflicht
Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren müssen keine staatliche Angelgenehmigung mehr beantragen. Für das legale Angeln reicht ihnen die Zustimmung des Eigentümers oder Pächters des Gewässers. Personen über 14 Jahren unterliegen weiterhin den Standardanforderungen.
Neue Jugendkategorie
Eine spezielle, günstigere Genehmigungskategorie für Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren wurde eingeführt. Diese Genehmigung gilt für das gesamte Kalenderjahr, kann aber auch für bis zu 12 Monate ausgesetzt werden.
Ziel: Förderung des Angelns
Die Koalition aus CDU und SPD argumentiert, dass die Änderung darauf abzielt, den Zugang zum Angeln für Jugendliche zu vereinfachen, das sie als wertvolle Form der Freizeitgestaltung und Naturerfahrung ansieht. Die neuen Vorschriften treten am 1. Januar 2027 in Kraft.
Das Bundesland Sachsen-Anhalt hat sich für eine deutliche Liberalisierung der Angelvorschriften entschieden und das Mindestalter für eigenständiges Angeln gesenkt. Ab dem 1. Januar 2027 können Kinder ab acht Jahren legal angeln, sofern sie die Zustimmung des Eigentümers oder Pächters des Gewässers erhalten. Die zentrale Änderung ist die Abschaffung der Pflicht zum Besitz einer staatlichen Angelgenehmigung für Personen unter 14 Jahren. Bislang mussten junge Angelanfänger, unabhängig vom Alter, dieselben Verfahren wie Erwachsene durchlaufen, was nach Ansicht der regierenden Koalition aus CDU und SPD von diesem Hobby abschreckte. Das Angeln unterliegt in Deutschland strengen Vorschriften auf Landesebene, nicht auf Bundesebene. Traditionell erforderte es das Bestehen einer Prüfung über Fischkunde, Gewässerschutz und Vorschriften, was zur Ausstellung einer staatlichen Genehmigung führte. Dieses System, das zwar den Schutz der Ressourcen gewährleistete, wurde oft für seine bürokratische Komplexität kritisiert, insbesondere im Zusammenhang mit dem Freizeitangeln von Kindern. Die vom Landesparlament Landtag beschlossene Reform führt auch eine neue Genehmigungskategorie für Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren ein. Diese wird günstiger sein als die Standardgenehmigung und für das gesamte Kalenderjahr gültig sein, mit der Option einer Aussetzung für maximal 12 Monate. Auch der Genehmigungsprozess soll effizienter und stärker digitalisiert werden. Der Minister für Landwirtschaft und Umwelt von Sachsen-Anhalt, Sven Schulze (CDU), argumentierte während der Debatte, dass die Änderungen darauf abzielen, das Angeln unter Jugendlichen als Outdoor-Aktivität zu fördern und unnötig komplizierte Vorschriften zu vereinfachen. Die Oppositionspartei AfD sowie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) äußerten Bedenken, ob die neuen Regelungen ausreichende Aufsicht über junge Angler und Schutz des Fischbestands gewährleisten. Befürworter der Reform betonen, dass die Verantwortung für die Zustimmung und Aufsicht über Kinder bei den Gewässereigentümern liegen wird, was ihrer Ansicht nach ein ausreichender Kontrollmechanismus ist.
Mentioned People
- Sven Schulze — Minister für Landwirtschaft und Umwelt von Sachsen-Anhalt von der CDU, Befürworter der Reform.