Die Europaminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben einstimmig ein Paket von Vereinbarungen mit der Schweiz angenommen. Die Entscheidung wurde während einer Sitzung des EU-Rates in Brüssel unter dem Vorsitz Zyperns getroffen. Das Abkommenpaket zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zu stärken und spiegelt das Streben nach einer "stärkeren und eigenständigeren Union" wider. Der nächste Schritt wird die formelle Unterzeichnung der Abkommen sein, voraussichtlich im März.
Einstimmige Zustimmung der EU-Staaten
Die Minister aus den 27 Mitgliedsländern haben das Abkommenpaket im Rahmen einer Aussprache angenommen, was einen Konsens in dieser Angelegenheit bedeutet.
Stärkung der bilateralen Beziehungen
Ziel der Abkommen ist es, die langjährige Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union und der Schweiz zu vertiefen.
Nächster Schritt: Unterzeichnung im März
Nach der Entscheidung des Rates ist die formelle Unterzeichnung der Abkommen durch die Europäische Kommission für März geplant.
Vorsitz Zyperns im Rat
Die Sitzung wurde von Zypern geleitet, das derzeit den Vorsitz im Rat der Europäischen Union innehat.
Die Europaminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben in Brüssel die formelle Zustimmung zur Schließung eines neuen Pakets bilateraler Abkommen mit der Schweiz erteilt. Die im Rahmen einer Aussprache getroffene Entscheidung bedeutet eine einstimmige Annahme durch alle 27 Mitglieder. Die Sitzung des EU-Rates wurde von der Vizepremierministerin Zyperns, Marilena Raouna, geleitet, deren Land derzeit den Vorsitz in diesem Gremium innehat. „This package of agreements will strengthen our cooperation” (Dieses Paket von Vereinbarungen wird unsere Zusammenarbeit stärken.) — Marilena Raouna Das Abkommenpaket soll die langjährigen Beziehungen zwischen den Seiten vertiefen. Laut einer Mitteilung des Rates spiegeln die Vereinbarungen das Engagement für den Aufbau einer "stärkeren und eigenständigeren Union" wider, die offen für die Welt bleibt. Aus Sicht der EU-Institutionen ist die entscheidende Phase der Verhandlungen und der politischen Annahme abgeschlossen. Nun, wie Beobachter anmerken, "liegt der Ball bei der Schweiz", die die nächsten Schritte auf ihrer inneren Bühne unternehmen muss. Die Beziehungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union basieren auf einem dichten Netz von etwa 120 bilateralen Abkommen, die seit den 1970er Jahren verhandelt werden. Die Schweiz, die kein Mitglied der EU ist, unterhält besondere Beziehungen zu ihr durch sektorale Vereinbarungen, die ihr Zugang zum Binnenmarkt im Austausch für die Übernahme von EU-Vorschriften gewähren. Das Fehlen eines umfassenden Rahmenabkommens war Gegenstand langjähriger und schwieriger Verhandlungen, die 2021 durch die Schweizer Seite abgebrochen wurden.Der nächste Verfahrensschritt wird die formelle Unterzeichnung der Abkommen durch die Europäische Kommission sein, die nach Angaben des Rates im März erfolgen soll. Nach der Unterzeichnung müssen die Dokumente vom Europäischen Parlament ratifiziert werden, und je nach ihrem Charakter kann die Zustimmung der nationalen Parlamente der einzelnen Mitgliedstaaten erforderlich sein. Obwohl die Angelegenheit für Brüssel politisch abgeschlossen ist, nehmen in der Schweiz selbst, wie die Presse berichtet, Zweifel zu, insbesondere in Handelsfragen, was den weiteren Verlauf des Prozesses beeinflussen könnte.
Mentioned People
- Marilena Raouna — Vizepremierministerin, Europaministerin Zyperns, Vorsitzende der Sitzung des EU-Rates