Nach dem krisenhaften Jahr 2024 verzeichnete Argentiniens Wirtschaft im Jahr 2025 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 4,4 Prozent. Diese vom Nationalen Institut für Statistik und Volkszählung veröffentlichten Daten bestätigen die vorläufige Einschätzung vom Januar. Präsident Javier Milei kommentierte die Ergebnisse als Niederlage für die „Propheten des Chaos“. Die Erholung wird hauptsächlich durch Rekordernten in der Landwirtschaft und den Bergbausektor angetrieben.
Starke Erholung nach der Rezession
Im Jahr 2025 wuchs Argentiniens BIP um 4,4 Prozent, was eine radikale Verbesserung gegenüber dem Schrumpfen der Wirtschaft um 1,8 Prozent im Vorjahr darstellt.
Landwirtschaft und Bergbau als Antrieb
Vor allem Rekordernten bei Weizen und der Abbau von Rohstoffen zogen das Wachstum an, während Industrie und Einzelhandel weiterhin in einer schwierigen Lage sind.
Kostspielige Sparpolitik
Die wirtschaftliche Erholung war dank der drastischen Fiskalpolitik von Präsident Milei möglich, die die Inflation senkte, aber auf Kosten eines tiefen Sparkurses und von Entlassungen.
Gegner als Propheten des Chaos
Der ultraliberale Präsident Milei bezieht sich auf seine Kritiker als „Propheten des Chaos“, deren Vorhersagen einer wirtschaftlichen Katastrophe sich nicht bewahrheitet haben.
Nach einem schwierigen Jahr 2024 erholte sich die argentinische Wirtschaft im Jahr 2025 und verzeichnete ein Wachstum des BIP um 4,4 Prozent. Dieses Wachstum steht in diametralem Gegensatz zur Rezession von 1,8 Prozent im Vorjahr. Diese Daten wurden vom Nationalen Institut für Statistik und Volkszählung bestätigt. Der Präsident des Landes, Javier Milei, nutzte diese Zahlen als Bestätigung für die Richtigkeit seiner radikalen Wirtschaftspolitik. Auf der Plattform X (ehemals Twitter) erklärte er: „„Ce chiffre ne va pas plaire aux prophètes du chaos”” („Diese Zahl wird den Propheten des Chaos nicht gefallen.“) — Javier Milei. Seine Rhetorik stellt oft seine Reformvision allen Kritikern gegenüber, die er genau mit diesem Begriff bezeichnet. Nach Jahrzehnten der Inflation, wirtschaftlicher Instabilität und wiederkehrender Schuldenkrisen stand Argentinien wiederholt unter der Obhut des IWF. Die Wahl des ultrarechten und ultraliberalen Milei im November 2023 war ein Schock für das Establishment und bedeutete einen radikalen Kurswechsel hin zum Minimalstaat und zur Deregulierung. Hauptmotor des Wachstums im vergangenen Jahr war die Landwirtschaft, insbesondere die Rekordernte bei Weizen. Einen positiven Beitrag zum Wachstum leisteten auch der Finanz- und der Bergbausektor. 4,4% — Wachstum des argentinischen BIP im Jahr 2025 Dies ist hohen Rohstoffpreisen auf den Weltmärkten und einer gesteigerten Nachfrage zu verdanken. Positive Daten für den Monat Dezember bestätigten, dass die Erholung bis zum Jahresende anhielt. Ein Jahr unter Milei: BIP und Politik: BIP-Wachstum (2024): -1.8% → +4.4%; Geldpolitik: Hohe Inflation → Drastische Senkung; Fiskalpolitik: Hohes Defizit → Strenge Kürzungen und Einsparungen Die Erholung ist jedoch nicht gleichmäßig, und nicht alle Argentinier spüren ihre Auswirkungen. Die Industrie- und Einzelhandelssektoren befinden sich weiterhin in einer Krise. Dies geschieht trotz des allgemeinen Wachstums, was auf tiefgreifende Ungleichheiten bei der wirtschaftlichen Erholung hindeutet. Das Wachstum wurde mit hohen sozialen Kosten erkauft. Um die Inflation zu bekämpfen, setzte die Regierung Milei ein drastisches Sparprogramm um. Es umfasste tiefe Kürzungen der öffentlichen Ausgaben, die Reduzierung von Subventionen und Massenentlassungen im öffentlichen Sektor. Obwohl die Inflation tatsächlich zu sinken begann, stieß diese Politik auf heftige soziale Proteste und eine erhebliche Verschlechterung der Lebensbedingungen vieler Bürger.
Perspektywy mediów: Liberale Medien betonen, dass der wirtschaftliche Erfolg mit sozialen Schmerzen, Massenentlassungen und Protesten erkauft wurde. Konservative und rechte Medien konzentrieren sich auf den Triumph im Kampf gegen die Inflation und die Widerlegung der Prognosen von Kritikern, was sie als Beweis für die Wirksamkeit des freien Marktes sehen.
Mentioned People
- Javier Milei — Präsident Argentiniens, ultraliberaler Ökonom, der eine radikale Sparpolitik einführte