Daria Kliszyna, Silbermedaillengewinnerin der Weltmeisterschaften im Weitsprung von 2017, hat ihre Wohnung im russischen Twer verloren. Die Behörden haben ihr die Unterkunft entzogen, die ihr 2011 unter der Bedingung der Teilnahme an Olympischen Spielen für Russland übergeben worden war. Die Sportlerin, die seit Jahren wegen Dopingverdachts im russischen Sport unter neutraler Flagge antritt, wurde in ihrem Heimatland als "Verräterin" bezeichnet. Nun ist sie formal obdachlos.
Konfiszierung der Wohnung in Twer
Die Behörden der russischen Stadt Twer haben Daria Kliszyna eine Einzimmerwohnung entzogen, die sie 2011 erhalten hatte. Dies war die einzige Adresse, unter der sie in Russland gemeldet war.
Bedingung der Olympiateilnahme
Die Übergabe der Wohnung war an eine Bedingung geknüpft: Kliszyna konnte nur Eigentümerin werden, wenn sie an Olympischen Spielen für Russland teilnahm. Diese Bedingung erfüllte sie nicht.
Karriere unter neutraler Flagge
Die Leichtathletin trat bereits bei ihrem größten Erfolg – der Vizeweltmeisterschaft in London 2017 – unter neutraler Flagge an. Dies war eine Folge des Dopingskandals im russischen Sport.
Angespanntes Verhältnis zur Heimat
In Russland wurde Kliszyna als „Verräterin” bezeichnet, weil sie unter neutraler Flagge antrat. Die Entziehung der Wohnung wird als weitere Repression gegen eine Sportlerin angesehen, die sich vom System distanzierte.
Die russische Leichtathletin Daria Kliszyna, Silbermedaillengewinnerin der Weltmeisterschaften im Weitsprung, wurde ihrer Wohnung in ihrer Heimatstadt Twer beraubt. Die Entscheidung der lokalen Behörden hat die Sportlerin in eine Situation der formalen Obdachlosigkeit gebracht, da dies ihre einzige gemeldete Adresse in Russland war. Der Fall offenbart den Mechanismus der bedingten Belohnung von Sportlern durch den Staat und die Konsequenzen ihrer späteren Entscheidungen. Der russische Sport wurde nach der Aufdeckung eines institutionalisierten Dopingsystems vor den Olympischen Spielen in Sotschi 2014 mit umfassenden internationalen Sanktionen belegt. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) verhängte eine Strafe, aufgrund derer russische Sportler jahrelang unter neutraler Flagge antreten mussten und Russland das Recht zur Ausrichtung großer Veranstaltungen entzogen wurde. Die betroffene Wohnung ist eine Einzimmerwohnung, die 2011 von den Behörden in Twer übergeben wurde. Die Übergabe der Immobilie war nicht bedingungslos. Wie Kliszyna erklärte, sollte sie erst nach einer Teilnahme an Olympischen Spielen für Russland das volle Eigentumsrecht erhalten. Diese Bedingung erfüllte sie nicht, da sie seit Jahren als neutrale Athletin antritt. Folglich hatten die Behörden das Recht, die Wohnung zurückzuziehen. „„I'm homeless in Russia”” — Daria Kliszyna Die Geschichte von Daria Kliszyna ist beispielhaft für das Schicksal russischer Sportler, die sich angesichts der Sanktionen für einen Wettkampf unter neutraler Flagge entschieden haben. Ihren größten Erfolg – die Vizeweltmeisterschaft in London 2017 – errang sie bereits unter dieser Flagge. In ihrer Heimat stieß sie auf scharfe Kritik und Stigmatisierung. Nun, Jahre später, stellt die Konfiszierung ihrer Wohnung die materielle Dimension dieses Drucks dar. Die Situation zeigt, wie das System der Sportförderung als Instrument politischer Kontrolle genutzt werden kann. Das Fehlen klarer Vorschriften zum Eigentum in solchen Fällen lässt Sportler in einer schwierigen rechtlichen Lage zurück. prawda: Die Tatsache der Wohnungsentziehung wurde von der Betroffenen selbst, Daria Kliszyna, in Mitteilungen an die Medien bestätigt. Die Berichte sind in drei unabhängigen Informationsquellen konsistent. (Doniesienia medialne i oświadczenia sportsmenki) Der Fall wirft Fragen zu den ethischen Aspekten der Sportfinanzierung in Systemen auf, in denen Belohnungen an Loyalität gegenüber dem Staat geknüpft sind. Kliszyna ist nicht die einzige Sportlerin, die die Konsequenzen politischer Entscheidungen erfahren hat. Ihr Fall könnte ein Präzedenzfall für andere russische Athleten werden, die einen ähnlichen Weg eingeschlagen haben. Im weiteren Kontext wirft dieser Vorfall ein Licht auf die schwierige Situation russischer Sportler auf der internationalen Bühne, die zwischen Karriere und Beziehungen zur Heimat balancieren müssen. Der Fall wird als Beispiel der Verfolgung einer Person dargestellt, die sich von einem korrupten System distanziert hat und dafür einen hohen Preis zahlt. | Eine mögliche Erzählung legt nahe, dass die Sportlerin bewusst die Bedingungen des Vertrags mit den Behörden, die sie zu Beginn ihrer Karriere unterstützt haben, nicht erfüllt hat, was zu rechtlichen Konsequenzen führt.
Mentioned People
- Daria Kliszyna — Russische Leichtathletin, Vizeweltmeisterin im Weitsprung aus London (2017). Tritt unter neutraler Flagge an. Melde den Entzug ihrer Wohnung in Twer durch die Behörden.