Roman Poseck, der Innenminister des Bundeslandes Hessen, hat vorgeschlagen, Vorschriften einzuführen, die der Polizei ermöglichen, Mobiltelefone zu orten und Personen zu überwachen, die zur Ausreise aus Deutschland verpflichtet sind. Ziel der Initiative ist es, zu verhindern, dass sich Migranten vor einer geplanten Abschiebung verstecken. Dieser Vorschlag stieß auf entschiedenen Widerstand der Gewerkschaft der Polizei, die den Vorschlag als unmoralisch und als Angriff auf die traditionellen Aufgaben der Sicherheitskräfte bezeichnete.
Forderung nach Überwachung
Minister Roman Poseck fordert gesetzliche Änderungen, die die Ortung von Telefonen und die Überwachung von zur Ausweisung aus Deutschland vorgesehenen Personen ermöglichen.
Widerstand der Polizeigewerkschaft
Die Gewerkschaft GdP lehnt den Entwurf entschieden ab und bezeichnet ihn als perfide Menschenjagd und Verletzung der Berufsethik der Beamten.
Rechtslücke in der Bundesrepublik Deutschland
Das derzeitige Aufenthaltsgesetz gibt den Beamten keine rechtliche Grundlage für den Einsatz operativer Methoden in Abschiebeverfahren.
Der hessische Innenminister Roman Poseck von der CDU hat einen Vorschlag zur Änderung von Vorschriften vorgelegt, die die Ausweisungsverfahren für Ausländer erleichtern sollen. Der Politiker argumentiert, dass das derzeitige Aufenthaltsgesetz keine rechtliche Grundlage für die Überwachung von Personen vorsieht, die abgeschoben werden sollen, was dazu führt, dass diese häufig untertauchen. Poseck plant, auf Bundesebene gesetzliche Änderungen anzustoßen, damit die Beamten das Recht erhalten, Personen auf der Liste der ausreisepflichtigen (zur Ausreise verpflichteten) kurzzeitig zu überwachen und ihre Mobilgeräte zu lokalisieren. Das deutsche Abschiebesystem basiert auf enger Zusammenarbeit zwischen den Bundesländern und der Bundesregierung, leidet jedoch seit den 1990er Jahren unter einer geringen Wirksamkeit bei der Vollstreckung von Rückkehrentscheidungen. Dieser Vorschlag löste eine sofortige und heftige Reaktion der Gewerkschaft der Polizei (GdP) aus. Der Vorsitzende Jochen Kopelke bezeichnete die vom Minister geforderten Maßnahmen als „perfide Menschenjagd”. Die Gewerkschafter argumentieren, dass die Polizei nicht die Aufgaben der für Ausländerangelegenheiten zuständigen Verwaltungsbehörden übernehmen sollte. Nach Ansicht der GdP sind operative Techniken wie Abhören oder GPS-Ortung der Verfolgung von Straftätern schwerer Verbrechen vorbehalten und nicht für Maßnahmen administrativer und ordnungspolitischer Art. Diese Situation verschärft die Debatte über die Migrationspolitik in Deutschland und spaltet die öffentliche Meinung zwischen Befürwortern einer strengen Rechtsdurchsetzung und Verteidigern ethischer Standards in der Polizeiarbeit. 56.5% — Die Wirksamkeit von Abschiebungen in Deutschland bleibt ein politisches Problem Kritiker weisen auch auf den moralischen Aspekt des Vorschlags hin. Die GdP betont, dass die Polizisten zu zwingen, Migranten wie gefährliche Straftäter zu verfolgen, die Moral der Truppe und das Image der Polizei in der Gesellschaft negativ beeinflussen könnte. Befürworter der CDU hingegen betonen, dass der Staat ohne wirksame Ortungsinstrumente gegenüber Personen, die bewusst der Rechtsprechung entgehen, machtlos wird. Dieser Streit wird wahrscheinlich zu einem zentralen Punkt der kommenden Konferenz der Innenminister der Länder werden, wo Poseck für seine gesetzgeberische Initiative in der Bundesrepublik Deutschland Unterstützung sucht.
Im Jahr 2023 stieg die Zahl der vollzogenen Abschiebungen in Deutschland um über 25 Prozent, was auf den Druck der Berliner Regierung zur Schließung der Grenzen und Durchsetzung des Rechts zurückzuführen ist. Vorgeschlagene Änderungen der Polizeibefugnisse: Telefonortung: In Verwaltungssachen nicht erlaubt → Vor Abschiebung zulässig; Operative Überwachung: Nur bei Verdacht auf Straftat → Möglich gegenüber Auszuweisenden „Was Minister Poseck verlangt, ist eine perfide Menschenjagd, die nichts mit der Würde des Polizeidienstes zu tun hat.” — Jochen Kopelke Liberale Medien betonen die Verletzung von Bürgerrechten und die Ethik der Polizeiarbeit und bezeichnen den Vorschlag als unmenschliche und unnötige Überwachung. | Konservative Presse unterstreicht die Notwendigkeit, die Kontrolle über Migrationsprozesse zurückzugewinnen, und unterstützt die Erweiterung der Befugnisse der Sicherheitskräfte.
Mentioned People
- Roman Poseck — Innenminister von Hessen für die CDU, Autor des kontroversen Vorschlags zur Ortung von Migranten.
- Jochen Kopelke — Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Kritiker der Idee des hessischen Innenministeriums.