Das Lyonel-Feininger-Museum in Quedlinburg in Sachsen-Anhalt eröffnet das Jubiläumsjahr mit der Präsentation von zwei neuen Werken des Künstlers. Es handelt sich um das frühe Gemälde „Glasscherbenbild“ aus dem Jahr 1927 sowie ein spätes Werk, das nach 1937 im amerikanischen Exil entstand. Die Präsentation der Werke kündigte die Direktorin der Einrichtung, Adina Rösch, an.
Jubiläum zum 40. Geburtstag des Museums
Das Lyonel-Feininger-Museum in Quedlinburg feiert in diesem Jahr den vierzigsten Jahrestag seines Bestehens.
Zwei neue Werke in der Sammlung
Die Einrichtung hat zwei Werke des Künstlers für ihre Sammlung erworben: das Gemälde „Glasscherbenbild“ aus dem Jahr 1927 sowie ein Werk aus der späten Schaffensphase.
Künstler aus dem Bauhaus-Umfeld
Lyonel Feininger war ein amerikanisch-deutscher Maler und Grafiker, der mit der avantgardistischen Bauhaus-Schule verbunden war, die die Moderne prägte.
Das Lyonel-Feininger-Museum in Quedlinburg im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt beginnt die Feierlichkeiten zu seinem vierzigjährigen Bestehen. Anlässlich dessen wird es dem Publikum zwei neu erworbene Werke seines Namensgebers, des amerikanisch-deutschen Künstlers Lyonel Feininger, präsentieren. Das erste Werk ist ein frühes Gemälde mit dem Titel „Glasscherbenbild“ (dt. „Bild aus Glasscherben“) aus dem Jahr 1927. Das zweite Werk ist ein Werk aus der späten Schaffensphase Feiningers, das nach 1937 entstand, als sich der Künstler bereits im Exil in den Vereinigten Staaten befand. Beide Exponate werden in die Dauerausstellung des Museums aufgenommen. Diese Information übermittelte der deutschen Presseagentur die Direktorin der Institution, Adina Rösch. Lyonel Feininger (1871–1956) wurde in New York als Sohn deutscher Musiker geboren. Er studierte Kunst in Europa und schloss sich der avantgardistischen Kunstbewegung an. 1919 lud ihn Walter Gropius ein, an der neu gegründeten Bauhaus-Schule in Weimar zu lehren, wo Feininger der erste Meister der Grafikwerkstatt wurde. Sein charakteristischer Stil, der Kubismus mit Expressionismus verband, sowie seine Faszination für Architektur und Licht machten ihn zu einer Schlüsselfigur der deutschen Moderne. Nach der Machtübernahme der Nazis wurde seine Kunst als „entartet“ eingestuft, und er selbst emigrierte 1937 in die USA. Das Museum in Quedlinburg, einer Stadt, die aufgrund ihrer mittelalterlichen Bausubstanz zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, ist die weltweit einzige Institution, die vollständig dem Werk dieses Künstlers gewidmet ist. Es wurde 1986 gegründet und seine Sammlung umfasst Ölgemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Grafiken sowie Fotografien von Feininger. Das vierzigjährige Jubiläum soll Anlass für mehrere Sonderausstellungen im Laufe des Jahres sein. „Beide Exponate stammen aus Privatbesitz und konnten durch die Unterstützung von Sponsoren und Stiftungen erworben werden.” — Adina Rösch Die Präsentation der neuen Werke stellt einen wichtigen Schritt bei der Erweiterung der Sammlung der Institution dar, die seit vier Jahrzehnten Liebhaber der modernen Kunst in die Harz-Region zieht. Die Tätigkeit des Museums fügt sich in den weiteren Kontext der Pflege des Bauhaus-Erbes in Deutschland ein. Diese 1919 gegründete Schule wurde zu einem der bedeutendsten Zentren der künstlerischen und architektonischen Avantgarde des 20. Jahrhunderts. Ihre Einflüsse sind bis heute im Design, in der Architektur und in der künstlerischen Ausbildung weltweit sichtbar. Quedlinburg, eine Perle der Fachwerkarchitektur, bietet somit eine außergewöhnliche Verbindung von historischem Erbe und der Präsentation moderner Kunst. Das Museumsjubiläum könnte zu einer Steigerung des Tourismus in dieser Region beitragen.
Mentioned People
- Lyonel Feininger — Amerikanisch-deutscher Maler und Grafiker, der mit dem Bauhaus verbunden war, Namensgeber des Museums in Quedlinburg.
- Adina Rösch — Direktorin des Lyonel-Feininger-Museums in Quedlinburg, die den Erwerb der neuen Werke bekannt gab.