Die Zahl der Straftaten mit linksextremistischer Gewalt in Nordrhein-Westfalen ist im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen – das zeigen vorläufige Polizeidaten. Details des neuen Lagebildes zur Sicherheit werden am Mittwoch Innenminister Herbert Reul zusammen mit dem Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz vorstellen. Medienberichten zufolge wenden diese Gruppen nun subtilere Methoden an, darunter digitale.

Anstieg von Gewaltdelikten

Vorläufige Polizeidaten deuten auf einen deutlichen Anstieg der Zahl von Straftaten mit linksextremistischer Gewalt im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 hin.

Präsentation des Berichts am Mittwoch

Detaillierte Daten aus dem Lagebild zur Sicherheit werden in Düsseldorf von Innenminister Herbert Reul und dem Leiter des Verfassungsschutzes Jürgen Kayser vorgestellt.

Neue, subtilere Aktionsmethoden

Dem Bericht zufolge agieren zeitgenössische Linksextremisten subtiler und mit größerer digitaler Finesse, was die Lagebewertung der Sicherheitsbehörden beeinflusst.

Ziel: Eine herrschaftsfreie Gesellschaft

Laut dem Innenministerium ist das Ziel dieser Gruppen die Schaffung einer sozialistischen, kommunistischen oder anarchistischen Gesellschaft, die frei von Herrschaftsstrukturen ist.

Vorläufige Polizeidaten deuten auf einen deutlichen Anstieg von Gewaltdelikten durch linksextremistische Kreise in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2025 hin. Konkrete Zahlen sowie eine detaillierte Analyse der aktuellen Lage werden am Mittwoch um 10:00 Uhr in Düsseldorf der Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) zusammen mit dem Leiter des lokalen Landesamtes für Verfassungsschutz, Jürgen Kayser, präsentieren. Es handelt sich um die Vorstellung des neuesten Lagebildes zur Sicherheit bezüglich Linksextremismus. Linksextremismus in Deutschland hat seine Wurzeln in den Studentenbewegungen der 1960er und 1970er Jahre, aus denen unter anderem die Rote Armee Fraktion hervorging. Nach der deutschen Wiedervereinigung verlagerte ein Teil der Gruppen seine Aktivitäten in das Gebiet der ehemaligen DDR. In den letzten Jahrzehnten ist eine Entwicklung der Aktionsmethoden dieser Kreise zu beobachten, einschließlich einer verstärkten Präsenz im Internet.Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa, die an vorläufige Zahlen gelangt ist, kam es im vergangenen Jahr zu einem deutlichen Anstieg der Zahl solcher Straftaten im Vergleich zum Jahr 2024. Das Innenministerium NRW bestätigt, dass das Ziel dieser Gruppen das Streben nach einer „herrschaftsfreien” – also einer von Herrschaftsstrukturen befreiten – Gesellschaft auf Grundlage sozialistischer, kommunistischer oder anarchistischer Ideale ist. Der neue Bericht soll auch auf eine Veränderung der Aktionsmethoden zeitgenössischer Linksextremisten hinweisen. Wie das Portal n-tv berichtet, agieren diese Gruppen heute subtiler und mit größerer „digitaler Finesse” als in der Vergangenheit, was die Sicherheitsbehörden zu einer neuen Herangehensweise bei der Bewertung von Gefahren für die innere Sicherheit des Landes zwingt. „In NRW gehen Linksextremisten heutzutage subtiler und mit mehr digitaler Raffinesse vor.” — n-tvDie Vorstellung des Berichts findet in der Landeshauptstadt Düsseldorf statt. Die Ankündigung der Pressekonferenz erschien am 24. und 25. Februar in mehreren deutschen Medien. Alle Meldungen stützen sich auf vorläufige Polizeidaten und Ankündigungen von Beamten, was bedeutet, dass das vollständige Bild der Lage zusammen mit genauen Statistiken und Trendanalysen erst nach der Pressekonferenz am Mittwoch bekannt sein wird. Das Fehlen konkreter Zahlen in den bisherigen Berichten macht eine Einschätzung des Ausmaßes des Phänomens und einen Vergleich mit dem Gewaltniveau anderer extremistischer Strömungen wie Rechtsextremismus oder Islamismus unmöglich. Das Ereignis fügt sich in die breitere Debatte über die Wirksamkeit der Extremismusbekämpfung in Deutschland ein, insbesondere im Kontext verstärkter Maßnahmen der Sicherheitsbehörden nach vergangenen Anschlägen. Nordrhein-Westfalen als bevölkerungsreichste Region Deutschlands stellt ein besonders wichtiges Überwachungsgebiet für solche Phänomene dar.

Mentioned People

  • Herbert Reul — Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen von der CDU
  • Jürgen Kayser — Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz (Verfassungsschutz) in Nordrhein-Westfalen