Die staatlichen Museen in Bayern verzeichneten im vergangenen Jahr eine Rekordzahl an Besuchern und übertrafen damit das Niveau vor der COVID-19-Pandemie. Den größten Zuwachs an Interesse verzeichneten die Institutionen in München, darunter die berühmten Pinakotheken. Dieser Erfolg wird erfolgreichen Sonderausstellungen, verstärkter Werbeaktivität und der Rückkehr von Touristen, insbesondere aus dem Ausland, zugeschrieben. Diese Ergebnisse sind für den Kulturbudget dieses Bundeslandes von erheblicher Bedeutung.
Rekordbesuch in Museen
Das Netzwerk der bayerischen Staatsmuseen empfing im vergangenen Jahr über 7 Millionen Besucher, was ein historischer Rekord ist und einen Anstieg um einige Prozent im Vergleich zum Jahr 2019 bedeutet.
Spitzenreiter in München
Die größte Beliebtheit genossen die Münchner Pinakotheken sowie das Ägyptische Museum, deren Ausstellungen jeweils Hunderttausende von Gästen anzogen.
Erfolgsfaktoren
Zum Ergebnis beigetragen haben attraktive Sonderausstellungen, effektive Werbung in sozialen Medien und die Rückkehr des internationalen Tourismus nach den pandemischen Einschränkungen.
Auswirkungen auf Kultur und Wirtschaft
Die hohe Besucherzahl führt zu höheren eigenen Einnahmen der Museen und stärkt die Argumente für eine stabile öffentliche Finanzierung von Kultureinrichtungen in Bayern.
Die staatlichen Museen in Bayern verzeichneten im letzten Kalenderjahr einen absoluten Besucherrekord und empfingen insgesamt über 7 Millionen Besucher. Dieses Ergebnis übertrifft nicht nur die Daten aus dem Jahr 2019, dem letzten vollen Jahr vor der Pandemie, um einige Prozent, sondern ist auch das höchste in der Geschichte dieses Netzwerks von Institutionen. Eine Schlüsselrolle bei diesem Erfolg spielten die größten Einrichtungen in München, darunter die Alte und die Neue Pinakothek sowie das Ägyptische Museum, die vielbeachtete Sonderausstellungen organisierten. Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, die unter anderem die Pinakotheken verwalten, haben ihre Wurzeln in den fürstlichen Sammlungen des Hauses Wittelsbach, die seit dem 16. Jahrhundert zusammengetragen wurden. Diese Institutionen, die im 19. Jahrhundert verstaatlicht wurden, bilden seit langem einen der bedeutendsten Museumskomplexe Europas, die der Kunst gewidmet sind. Experten nennen mehrere Gründe für diese deutliche Verbesserung. Erstens ermöglichte das Ende der pandemischen Beschränkungen die vollständige Rückkehr von Touristen, insbesondere aus Amerika und Asien, die traditionell eine wichtige Besuchergruppe der bayerischen Museen darstellen. Zweitens haben die Institutionen selbst ihre Marketingaktivitäten erheblich intensiviert und nutzen aktiv soziale Medien, um ihre Sammlungen und Veranstaltungen zu bewerben. Die Direktion betont auch, dass ein sorgfältig geplantes Programm von Sonderausstellungen, das alte Kunst mit zeitgenössischen Interpretationen verbindet, sich als äußerst effektiv erwiesen hat, um ein neues, jüngeres Publikum anzuziehen. Besucherzahlen in den bayerischen Staatsmuseen: 2019: 6.1, 2020: 1.8, 2021: 2.5, 2022: 4.7, 2023: 6.5, 2024: 7.2 Die hohe Besucherzahl hat direkte Auswirkungen auf die finanzielle Situation der Museen. Höhere Ticketverkäufe und Einnahmen aus Zusatzaktivitäten wie Museumsshops oder Cafés erhöhen die eigenen Einnahmen, was im Kontext der Diskussionen über die öffentliche Kulturfinanzierung wichtig ist. Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst hat bereits angekündigt, dass das Rekordergebnis bei der Planung des nächsten Jahreshaushalts berücksichtigt wird, was zusätzliche Mittel für die Konservierung der Sammlungen und neue Projekte bedeuten könnte. Der bayerische Erfolg wurde in ganz Deutschland registriert, wo auch andere Bundesländer über einen allmählichen Wiederaufbau der Besucherzahlen in Kultureinrichtungen nach der schwierigen Zeit der Lockdowns berichten.