Der Montag, der 23. Februar 2026, steht im Zeichen der finalen Verhandlungen zur Übernahme des Konzerns Warner Bros. Discovery (WBD). Das Unternehmen Paramount Skydance hat bis Mitternacht Zeit, sein endgültiges Angebot vorzulegen, das das Angebot von Netflix in Höhe von fast 83 Milliarden Dollar überbieten soll. Gleichzeitig hat das US-Justizministerium eine kartellrechtliche Untersuchung zur möglichen Fusion von Netflix mit WBD eingeleitet, was die Pläne des Streaming-Giganten überschattet.
Kritische Angebotsfrist
Paramount Skydance hat bis zum Ende des 23. Februar Zeit, ein endgültiges Angebot einzureichen, das die 83 Mrd. USD von Netflix überbietet.
Kartellrechtliche Untersuchung
Das US-Justizministerium (DOJ) hat eine Untersuchung zum potenziellen Monopol von Netflix nach der Übernahme von Warner eingeleitet.
Konflikt in Hollywood
James Cameron kritisiert Netflix und verteidigt das Kino, während Mark Ruffalo und Ted Sarandos diese Angriffe zurückweisen.
Anstieg des Aktienkurses
Der Kurs von WBD steigt in Erwartung einer Erhöhung des Angebots von Paramount auf 32 Dollar pro Aktie.
Der Kampf um die Kontrolle über die Vermögenswerte von Warner Bros. Discovery, einem der wichtigsten Filmstudios und Sender der Welt, hat einen kritischen Punkt erreicht. Gemäß den Festlegungen des Vorstands von WBD ist Montag, der 23. Februar, bis 23:59 Uhr Eastern Time (ET) die endgültige Frist für Paramount Skydance, ein „bestes und endgültiges“ Angebot einzureichen. Analysten erwarten, dass das von David Ellison geführte Konsortium 32 Dollar pro Aktie vorschlagen wird, was eine deutliche Erhöhung gegenüber den früheren 30 Dollar darstellt. Dieser Schritt zielt darauf ab, die Aktionäre davon zu überzeugen, das konkurrierende Angebot von Netflix abzulehnen, das sich auf einen Betrag von 82,7 Milliarden Dollar beläuft. Im Hintergrund des Geschäftskampfes tobt ein Streit über die Zukunft der Filmindustrie. James Cameron, Regisseur von Hits wie „Avatar“, richtete einen Brief an Senator Mike Lee und warnte vor den „katastrophalen Folgen“ einer Übernahme von WBD durch Netflix für den traditionellen Kinoverleih. Auf diese Vorwürfe reagierte Ted Sarandos, Co-CEO von Netflix, in einem Interview mit der BBC scharf. Er erklärte, die Übernahme durch Netflix sei eine Wachstumschance, während das Angebot von Paramount zu einer „Schrumpfung der Branche“ führen werde. Auch der Schauspieler Mark Ruffalo schaltete sich in die Debatte ein und fragte Cameron öffentlich, ob er sich im Falle eines Sieges von Paramount ebenso stark vor einer Monopolisierung des Marktes fürchte. Die Medienbranche in den USA durchläuft seit einigen Jahren einen Prozess intensiver Konsolidierung. Fusionen wie der Zusammenschluss von Disney und Fox im Jahr 2019 setzten den Trend, riesige Content-Bibliotheken zu schaffen, die für den Kampf auf dem Streaming-Markt benötigt werden. Die Situation wird zusätzlich durch das Eingreifen des US-Justizministeriums verkompliziert. Die Behörde hat offiziell eine Untersuchung eingeleitet, um zu prüfen, ob die Fusion von Netflix mit Warner durch die Schaffung einer marktbeherrschenden Stellung im Streaming- und Content-Vertrieb gegen Kartellvorschriften verstoßen würde. Während Netflix mit politischem und regulatorischem Druck konfrontiert ist, bewegt sich der Aktienkurs von Warner Bros. Discovery gegenläufig zu den Marktrückgängen, was den Optimismus der Anleger hinsichtlich einer baldigen Entscheidung im Bieterverfahren widerspiegelt. „We're buying a movie studio and a distribution entity that we don't currently have - we'll be adding to the market.” (Wir kaufen ein Filmstudio und eine Vertriebseinheit, die wir derzeit nicht haben – wir werden den Markt erweitern.) — Ted Sarandos Es ist erwähnenswert, dass der Vorstand von WBD bisher die Fusion mit Netflix empfohlen hat, doch das siebentägige Verhandlungsfenster mit Paramount, das sich gerade schließt, eröffnet den Weg zu einer plötzlichen Entscheidungsänderung, sollte sich das Angebot von Ellison als lukrativer erweisen. Diese Entscheidung wird das Kräfteverhältnis in der globalen Medienwelt radikal verändern. Das im Jahr 1890 verabschiedete Sherman Antitrust Act bleibt die Grundlage des amerikanischen Kartellrechts und ermöglicht es der Regierung, Transaktionen zu blockieren, die den Wettbewerb in einer Branche drastisch einschränken könnten.
Mentioned People
- Ted Sarandos — Co-CEO von Netflix, der die Transaktion mit WBD verteidigt.
- James Cameron — Regisseur, der in einem Brief an den Senat das Angebot von Netflix kritisierte.
- Mark Ruffalo — Schauspieler, der die Unparteilichkeit der Kritik von James Cameron in Frage stellte.
- David Ellison — Gründer von Skydance Media, der hinter dem Angebot von Paramount steht.