Netflix setzt den Prozess der Übernahme von Warner-Bros.-Vermögenswerten fort. Die entscheidende Phase der Verhandlungen betrifft die Übernahme der Filmstudios, von HBO und des Streaming-Segments von Warner Bros. durch Netflix. Während Paramount Skydance ein konkurrierendes Angebot vorbereitet, hat das US-Justizministerium eine kartellrechtliche Untersuchung zur geplanten Transaktion des Streaming-Giganten eingeleitet.
Ablehnung der Entlassung von Susan Rice
Ted Sarandos wies die Forderung von Präsident Trump zurück und bezeichnete die Fusion mit WBD als reine Geschäftsangelegenheit, nicht als politische.
Kartellrechtliche Untersuchung des DOJ
Das US-Justizministerium hat eine offizielle Untersuchung eingeleitet, um die Auswirkungen der Fusion auf die Wettbewerbsfähigkeit des Marktes zu prüfen.
Endgültiges Angebot von Paramount
Paramount Skydance hat bis zum 23. Februar Zeit, ein verbessertes Angebot für den Kauf von WBD vorzulegen, das auf 32 Dollar pro Aktie geschätzt wird.
Widerspruch von James Cameron
Der berühmte Regisseur warnt vor der Dominanz von Netflix, was eine mediale Debatte mit Beteiligung des Schauspielers Mark Ruffalo ausgelöst hat.
Netflix-Chef Ted Sarandos hat sich in einem Interview mit BBC Radio 4 deutlich von politischem Druck aus dem Weißen Haus distanziert. Donald Trump hat über den Dienst Truth Social gefordert, dass das Unternehmen Susan Rice, die seit 2018 Mitglied des Vorstands ist, entlässt, und dem Unternehmen mit "Konsequenzen" gedroht. Sarandos betonte, dass Netflix dem Druck nicht nachgeben werde, und erklärte: „Das ist eine Geschäftstransaktion, keine politische”. Der Streit bricht in einem kritischen Moment für den Medienmarkt aus, da Netflix die Übernahme Warner Bros. Discovery abschließen will. Die Situation wird dadurch kompliziert, dass die Frist für die Abgabe eines Gegenangebots von Paramount Skydance am 23. Februar um Mitternacht abläuft. Es wird erwartet, dass der Konkurrent 32 Dollar pro Aktie bieten wird, was die bisherigen Angebote von Netflix überbieten soll. Gleichzeitig hat das amerikanische Justizministerium eine zivilrechtliche Ermittlungsanordnung erlassen, um zu prüfen, ob die Fusion nicht zu einer Monopolisierung des Marktes und einer erheblichen Schwächung des Wettbewerbs im Unterhaltungssektor führen könnte. Seit der Verabschiedung des Sherman Antitrust Act im Jahr 1890 überwachen US-Regulierungsbehörden Fusionen großer Konzerne streng, um die Entstehung von Trusts zu verhindern, die den freien Markt gefährden.Auch Vertreter der Filmwelt haben sich in die öffentliche Debatte eingeschaltet. Regisseur James Cameron äußerte in einem Brief an Senator Mike Lee Besorgnis und behauptete, die Dominanz von Netflix könnte "katastrophal für das Kinogeschäft" sein. Der Schauspieler Mark Ruffalo hat diese Bedenken öffentlich in Frage gestellt und gefragt, ob Cameron und andere Kritiker der Marktkonsolidierung durch Paramount ebenso ablehnend gegenüberstehen. Sarandos bezeichnete diese Vorwürfe als „irreführend” und argumentierte, dass die Übernahme eines Filmstudios durch eine Streaming-Plattform das Wachstum der gesamten Branche stimuliere. „This is a business deal. It's not a political deal. This deal is run by the Department of Justice in the U.S. and regulators throughout Europe and around the world” (Das ist eine Geschäftstransaktion. Es ist keine politische Transaktion. Dieser Deal wird vom Justizministerium in den USA und von Regulierungsbehörden in ganz Europa und auf der ganzen Welt überwacht.) — Ted Sarandos 83 mld USD — beträgt die Bewertung der Fusion von Netflix mit Warner Bros. Der Markt wartet derzeit gespannt auf den nächsten Schritt des Vorstands von Warner Bros. Discovery, der nach Erhalt des endgültigen Angebots von Paramount Skydance über die Zukunft des Konglomerats entscheiden muss. Anleger an der Börse bleiben gelassen, obwohl Netflix vor einer dreifachen Herausforderung steht: dem politischen Druck des Präsidenten, der kartellrechtlichen Prüfung und dem Preiswettbewerb mit David Ellison.
Perspektywy mediów: Liberale Medien betonen die Unangemessenheit der Einmischung des Präsidenten in private Geschäfte und verteidigen die Unabhängigkeit des Netflix-Vorstands. Konservative Medien heben die Verbindungen von Susan Rice zur Demokratischen Regierung hervor und unterstützen Trumps Forderungen nach ihrer Entlassung.
Mentioned People
- Ted Sarandos — Mitgeschäftsführer (Co-CEO) von Netflix, der die Transaktion mit WBD verteidigt.
- Susan Rice — Mitglied des Vorstands von Netflix, ehemalige US-Sicherheitsberaterin.
- James Cameron — Filmregisseur, der die Fusion von Netflix mit Warner Bros. kritisiert.
- Donald Trump — US-Präsident, der die Entlassung von Susan Rice durch Netflix forderte.
- Mark Ruffalo — Schauspieler, der die Argumente von James Cameron im Streit um die Fusion in Frage stellt.