Das Unternehmen Orlen Synthos Green Energy hat sich formell an das Energieministerium gewandt, um die Zulassung der Reaktortechnologie BWRX-300, also des Siedewasserreaktors von GE Vernova Hitachi, für die Ausschreibung des zweiten Kernkraftwerks in Polen zu beantragen. Das antragstellende Unternehmen argumentiert, dass eine Erweiterung der Technologieliste die Wettbewerbsfähigkeit des Verfahrens stärken und der Regierung ermöglichen würde, bessere Konditionen auszuhandeln. Das Energieministerium bestätigte den Erhalt des Schreibens.

Formeller Antrag an das Energieministerium

OSGE hat einen offiziellen Antrag auf Zulassung des BWRX-300-Reaktors für den wettbewerblichen Dialog im Rahmen des Programms Polnische Kernenergie gestellt.

Argument für mehr Wettbewerb

Das Unternehmen ist überzeugt, dass mehr Technologien in der Ausschreibung den Wettbewerb stärken und der Regierung ermöglichen werden, optimale Bedingungen für das ausgewählte Angebot zu erhalten.

Trend zu kleineren Reaktoren

OSGE weist darauf hin, dass das Ministerium bereits kleinere Einheiten berücksichtigt, was die Einladung des kanadischen Unternehmens AtkinsRealis mit dem Candu-6-Reaktor bestätigt.

Das Unternehmen Orlen Synthos Green Energy hat einen formellen Schritt unternommen, um an der strategischen Ausschreibung für den Bau des zweiten Kernkraftwerks in Polen teilzunehmen. In einem Schreiben an den Energieminister beantragte es die Zulassung der Reaktortechnologie BWRX-300 für den wettbewerblichen Dialog. Ihrer Ansicht nach wird die Einbeziehung dieses Projekts die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Verfahrens stärken und die Regierung erhält die Chance, die günstigsten Konditionen im ausgewählten Angebot zu erzielen. Das polnische Regierungsprogramm Polnische Kernenergie (PPEJ) sieht den Bau des ersten Kernkraftwerks am Standort Lubiatowo-Kopalino unter Verwendung der amerikanischen Westinghouse-AP1000-Technologie vor. Dieses Programm, das 2020 angekündigt wurde, ist eine Antwort auf jahrzehntelange Diskussionen über die Notwendigkeit der Diversifizierung der Energiequellen und der Verringerung der Abhängigkeit von Kohle. Die Entscheidung zum Bau des zweiten Kraftwerks ist eine weitere Etappe bei der Umsetzung dieser strategischen Energiepolitik. In ihrer Stellungnahme weist OSGE auch auf eine bemerkenswerte Änderung der Herangehensweise des Energieministeriums hin. Die Tatsache, dass das kanadische Unternehmen AtkinsRealis, dessen Grundmodell des Reaktors Candu 6 eine Leistung von unter 700 MW hat, zum wettbewerblichen Dialog eingeladen wurde, interpretiert es als Zeichen dafür, dass das Ministerium Einheiten mit deutlich geringerer Leistung als ursprünglich angenommen in Betracht zieht. „Spółka wskazuje też, że zaproszenie AtkinsRealis [...] oznacza, że ME bierze pod uwagę reaktory o znacząco mniejszej mocy niż to było wcześniej i ocenia, że skierowanie uwagi na mniejsze jednostki to krok w dobrym kierunku.” (Das Unternehmen weist auch darauf hin, dass die Einladung an AtkinsRealis [...] bedeutet, dass das Energieministerium Reaktoren mit deutlich geringerer Leistung als bisher in Betracht zieht und bewertet, dass die Fokussierung auf kleinere Einheiten ein Schritt in die richtige Richtung ist.) — OSGE Das Unternehmen betont, dass es über die aktuellsten und geprüften Daten zur BWRX-300-Technologie verfügt. Das Energieministerium bestätigte der Agentur PAP den Erhalt des Schreibens mit diesem Antrag, was auf eine offizielle Prüfung der Angelegenheit hindeutet.