Ein zwölfjähriges Mädchen aus dem italienischen Chioggia wurde wegen einer schweren Malaria-Infektion in ein Krankenhaus in Padua transportiert. Der Zustand des Kindes ist ernst. Das Mädchen infizierte sich während einer Familienreise nach Afrika, was bestätigt, dass es sich um einen sogenannten importierten Malaria-Fall handelt. Experten beruhigen, dass keine Gefahr einer lokalen Übertragung der Krankheit in Italien besteht, betonen aber die Notwendigkeit einer angemessenen Vorbereitung auf Reisen in Endemiegebiete.

Schwerer Zustand des Kindes nach Reise

Eine Zwölfjährige aus Chioggia wurde mit hohem Fieber, Übelkeit und Erbrechen in ein Krankenhaus in Padua eingeliefert. Ihr klinischer Zustand wird als ernst eingestuft.

Aus Afrika importierter Fall

Das Mädchen infizierte sich während einer Familienreise nach Afrika. Experten betonen, dass Malaria in Italien fast ausschließlich eine importierte Krankheit ist.

Kein epidemiologischer Alarm

Infektionskrankheitsexperten beruhigen, dass kein Risiko einer lokalen Ausbreitung von Malaria besteht. Der Fall stellt keine Gefahr für die Gemeinschaft dar.

Notwendigkeit der Reisevorbereitung

Experten erinnern an eine Beratung vor der Abreise in Malaria-Risikogebiete und die Anwendung prophylaktischer Maßnahmen wie Repellents und Moskitonetze.

In Italien wurde ein schwerer Fall von Malaria bei einem zwölfjährigen Mädchen gemeldet, das von einer Reise nach Afrika zurückgekehrt ist. Das Kind, eine Bewohnerin von Chioggia in der Region Venetien, wurde am Sonntag von einem lokalen Krankenhaus in ein größeres Zentrum in Padua verlegt, wo bei ihr eine schwere Form der Krankheit diagnostiziert wurde. Ihr Zustand ist ernst. Das Mädchen hatte sich seit mehreren Tagen vor der Krankenhausaufnahme über hohes Fieber, Übelkeit und Erbrechen beklagt. Alle Quellen geben an, dass die Infektion während des Auslandsaufenthalts erfolgte, was den Fall als sogenannte importierte Malaria klassifiziert. Experten beruhigen die Öffentlichkeit und betonen, dass es keinen Grund für einen epidemiologischen Alarm gibt. Massimo Ciccozzi, Epidemiologe an der Campus Bio-Medico Universität in Rom, erklärte, dass Malaria in Italien eine „fast ausschließlich importierte Krankheit„ sei. Das bedeutet, dass Infektionen im Ausland und nicht auf dem Staatsgebiet auftreten, da es an lokalen, stabilen Übertragungsherden fehlt. Einen ähnlichen Ton schlug Matteo Bassetti, Direktor der Abteilung für Infektionskrankheiten am Krankenhaus San Martino in Genua, an, der betonte, dass der Fall keine Gefahr für die lokale Gemeinschaft darstelle. Seiner Ansicht nach ist eine angemessene Reiseprophylaxe für Reisende in Risikogebiete entscheidend.Malaria, auch als Sumpffieber bekannt, war über Jahrhunderte eine der größten Geißeln der Menschheit. Ihre Spuren finden sich in Aufzeichnungen aus dem alten Ägypten und China. Über Jahrhunderte wurde sie mit der „schlechten Luft„ (mal aria) sumpfiger Gebiete in Verbindung gebracht. Der Durchbruch im Verständnis der Krankheit erfolgte im Jahr 1880, als der französische Militärarzt Charles Laveran erstmals den Parasiten (Plasmodium) im Blut eines Kranken beobachtete. 1897 bewies der britische Arzt Ronald Ross, dass die Krankheit von Mücken der Gattung Anopheles übertragen wird, wofür er 1902 den Nobelpreis erhielt. Der Fall des italienischen Mädchens lenkt die Aufmerksamkeit auf die unzureichende Vorbereitung einiger Touristen auf Reisen in tropische Regionen. Bassetti rief zur Besonnenheit und zur Konsultation eines Reisemediziners vor der Planung einer Reise auf, insbesondere in Länder Subsahara-Afrikas, wo das Infektionsrisiko am höchsten ist. Experten empfehlen die Verwendung von Repellents, Moskitonetzen und, in begründeten Fällen, die Einnahme von prophylaktischen Medikamenten. Schätzungsweise werden weltweit jährlich über 200 Millionen Malariafälle registriert, von denen Hunderttausende tödlich enden, vor allem bei Kindern unter fünf Jahren in Afrika. Der Fall aus Padua ist daher ein isolierter Vorfall in Italien, stellt aber eine wichtige Erinnerung an die globale Reichweite und Bedeutung dieser Krankheit dar.

Perspektywy mediów: Betont die Notwendigkeit, das Bewusstsein für Tropenkrankheiten zu erhöhen und den öffentlichen Reisemedizindienst besser zu finanzieren, um ähnliche Fälle zu verhindern. Konzentriert sich darauf, die Gesellschaft zu beruhigen, indem betont wird, dass importierte Fälle die epidemiologische Sicherheit des Landes nicht gefährden und das Ergebnis individueller Nachlässigkeit der Reisenden sind.

Mentioned People

  • Massimo Ciccozzi — Epidemiologe an der Campus Bio-Medico Universität in Rom, der den Fall als importiert kommentierte
  • Matteo Bassetti — Direktor der Abteilung für Infektionskrankheiten am Krankenhaus San Martino in Genua, der das Fehlen einer epidemiologischen Gefahr kommentierte