Der deutsche Bahnbetreiber Deutsche Bahn und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) haben eine bahnbrechende Tarifeinigung erzielt, die das Risiko von Streiks in den Jahren 2026 und 2027 ausschließt. Der neue Tarifvertrag sieht eine in zwei Jahren gestaffelte Lohnsteigerung von fünf Prozent sowie eine einmalige Ausgleichszahlung vor. Die Verhandlungen unter der Führung des neuen GDL-Chefs, Mario Reiß, verliefen ohne radikale Protestformen, was eine Rückkehr zum stabilen sozialen Dialog auf deutschen Schienen bedeutet.

Lohnsteigerung um 5 Prozent

Die Gehälter der Lokführer steigen in zwei Schritten innerhalb der nächsten 24 Monate um 5 %.

Keine Streiks bis 2028

Die Parteien vereinbarten die Pflicht zur Wahrung des Sozialfriedens, was Proteste in den Jahren 2026 und 2027 ausschließt.

Neuer Führungsstil in der GDL

Mario Reiß erzielte eine Einigung ohne Streiks, was ihn von seinem Vorgänger Claus Weselsky unterscheidet.

Der deutsche Schienenverkehrssektor atmete erleichtert auf, nachdem die Einigung zwischen dem Vorstand der Deutschen Bahn (DB) und der Lokführergewerkschaft GDL bekannt gegeben wurde. Kernstück der neuen Vereinbarung ist eine Lohnsteigerung von 5 %, die in zwei Schritten innerhalb der nächsten zwei Jahre umgesetzt wird. Zusätzlich erhalten die Beschäftigten eine einmalige Prämie, um die Auswirkungen der Inflation auszugleichen. Am wichtigsten für die Fahrgäste ist die Verpflichtung beider Seiten zur Wahrung des Sozialfriedens, was bis Ende 2027 jegliche Warnstreiks ausschließt und in der Praxis Ruhe bis Anfang 2028 garantiert. Der veränderte Verhandlungston wird in deutschen Medien weithin als Erfolg des neuen GDL-Vorsitzenden kommentiert. Mario Reiß, der den umstrittenen Claus Weselsky in dieser Position ablöste, konnte einen Kompromiss erzielen, ohne auf lähmende, tagelange Proteste zurückgreifen zu müssen. Experten sehen darin ein Signal der Entspannung in Beziehungen, die in den letzten Jahren extrem angespannt waren. Der neue Tarifvertrag führt zudem eine neue Lohnstruktur mit mehr Stufen ein, was die Attraktivität des Lokführerberufs angesichts des Personalmangels erhöhen soll. Im Jahr 2024 erlebte Deutschland eine Serie rekordlanger Bahnstreiks, die zu milliardenschweren Verlusten in der Wirtschaft führten und die Bundesregierung in die Rolle des Vermittlers zwangen.Parallel zum Erfolg bei der Bahn wurde auch bei der Autobahn GmbH eine Einigung erzielt, was die Situation im gesamten deutschen Verkehrsinfrastruktursektor stabilisiert. Dort basiert der Kompromiss ebenfalls auf gestaffelten Erhöhungen und Garantien für kontinuierlichen Betrieb. Für die Deutsche Bahn, die mit Pünktlichkeitsproblemen und dem Zustand ihres Fuhrparks kämpft, ist die Abwesenheit von Arbeitskonflikten eine wesentliche Voraussetzung für die notwendigen Modernisierungen. „Dieser Abschluss zeigt, dass wir Verantwortung für Mitarbeiter und Fahrgäste gleichzeitig übernehmen können.” (Dieser Abschluss zeigt, dass wir Verantwortung für Mitarbeiter und Fahrgäste gleichzeitig übernehmen können.) — Mario Reiß Der Bahnvorstand betonte, dass die steigenden Lohnkosten zwar eine Herausforderung für das Unternehmensbudget darstellen, die betriebliche Stabilität aber oberste Priorität habe. Die Vereinbarung enthält Klauseln zur Flexibilisierung der Arbeitszeit, die in den vergangenen Jahren einer der größten Streitpunkte war. Dadurch kann die DB die Dienstpläne in Zeiten hoher Nachfrage effizienter gestalten, was sich in einer besseren Servicequalität für die Reisenden niederschlagen sollte.

Mentioned People

  • Mario Reiß — Neuer Vorsitzender der Lokführergewerkschaft GDL, der die Einigung ohne Streiks aushandelte.
  • Claus Weselsky — Langjähriger, radikaler Chef der GDL, bekannt für die Organisation zahlreicher und belastender Bahnstreiks.