Ab dem 1. März dieses Jahres treten in Frankreich neue Regeln für die Berechnung von Familienbeihilfen in Kraft, was eine Senkung der Leistungen für Eltern von Kindern im Alter von 14 bis 17 Jahren bedeutet. Die bisherige Erhöhung, die sogenannte Majoration, wurde automatisch nach Vollendung des 14. Lebensjahres des Kindes ausgezahlt. Um sie nun zu erhalten, ist der Nachweis über die Fortsetzung des Schulbesuchs oder die Teilnahme an einer Berufsausbildung erforderlich. Die Regierung begründet die Änderung mit einer Rationalisierung der Ausgaben und der Notwendigkeit größerer Gerechtigkeit. Familien mit einem Kind verlieren monatlich 72 Euro, während Familien mit zwei oder mehr Kindern 145 Euro verlieren. Die Entscheidung hat Kritik von Familienorganisationen hervorgerufen, die vor den Auswirkungen auf die Haushaltsbudgets warnen.
Änderung der Regeln für die Majoration der Beihilfen
Die Hauptänderung besteht in der Abschaffung der automatischen Erhöhung der Beihilfe nach dem 14. Geburtstag des Kindes. Die Auszahlung des erhöhten Betrags ist nun von der Vorlage eines Nachweises über die Fortsetzung des Schulbesuchs oder einer Berufsausbildung abhängig. Dies ist das zentrale Element der Reform, das die Zweckmäßigkeit der Sozialausgaben sicherstellen soll.
Höhe der geplanten Verluste
Die Senkung wird Familien mit Kindern im Alter von 14 bis 17 Jahren finanziell treffen. Bei einem Kind beträgt der monatliche Verlust 72 Euro, was jährlich 864 Euro entspricht. Für Familien mit zwei oder mehr Kindern beträgt der monatliche Rückzahlungs- oder Einbehaltungsbetrag bei künftigen Auszahlungen 145 Euro, also 1740 Euro pro Jahr. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Haushaltsbudgets.
Zeitplan und Übergangsregeln
Die neuen Vorschriften gelten ab dem 1. März 2026. Für Familien, die die Majoration für Februar bereits erhalten haben, deren Kinder aber die Ausbildung abgebrochen haben, ist ein Mechanismus zur Rückzahlung der überzahlten Mittel vorgesehen. Die Änderung betrifft ausschließlich neue Entscheidungen und Auszahlungen ab März und hat keinen repressiven Charakter für frühere Zeiträume.
Reaktionen und Kritik an den Änderungen
Die Entscheidung der Regierung stieß auf scharfe Kritik von Organisationen, die Familien vertreten, wie der Union nationale des associations familiales. Sie betonen, dass die Kürzung von Leistungen in einer Zeit hoher Inflation eine zusätzliche Belastung für ohnehin schon angespannte Haushaltsbudgets darstellt und die materiellen Schwierigkeiten vieler Haushalte verschärfen könnte.
Die französische Regierung führt ab dem 1. März 2026 eine bedeutende Änderung im System der Familienbeihilfen ein, die zu einer Senkung der Beihilfen für Eltern älterer Kinder führt. Die Hauptreform betrifft die sogenannte Majoration, also den erhöhten Zuschuss, der für Kinder über 14 Jahre gezahlt wird. Bisher wurde die Erhöhung automatisch mit Erreichen dieses Alters durch das Kind gewährt. Die neuen Vorschriften machen ihre Auszahlung davon abhängig, dass das Kind den Schulbesuch fortsetzt oder an einem Berufsvorbereitungsprogramm teilnimmt. Es ist ein entsprechendes Zeugnis vorzulegen. Die Regierung, vertreten durch die Ministerin für Solidarität und Familien, begründet die Entscheidung mit der Notwendigkeit, die Sozialausgaben zu rationalisieren und das System gerechter zu gestalten, damit die Mittel tatsächlich an Familien gelangen, deren Kinder sich in einem Bildungsprozess befinden. Die konkreten finanziellen Auswirkungen auf die Haushalte sind erheblich. Für eine Familie mit einem Kind im Alter von 14 bis 17 Jahren bedeutet dies einen Verlust von 72 Euro pro Monat, was aufs Jahr gerechnet einen Betrag von 864 Euro ergibt. Bei Familien mit zwei oder mehr Kindern in dieser Altersgruppe beträgt der Verlust 145 Euro monatlich, also 1740 Euro jährlich. Diese Beträge stellen den direkten Unterschied zwischen der bisher ausgezahlten Leistung mit Majoration und dem neuen, gesenkten Grundsatz dar. Die Änderung ist prospektiv und betrifft die Auszahlungen ab März. Für Familien, die die erhöhte Summe für Februar bereits erhalten haben, deren Kinder aber nicht weiter zur Schule gehen, ist ein Verfahren zur Rückzahlung der Überzahlung vorgesehen. Die Behörden beruhigen, dass von Strafen keine Rede sei, sondern lediglich von der Notwendigkeit, zu Unrecht bezogene Mittel zu regulieren.Das französische System der Familienbeihilfen, verwaltet vom Netzwerk der Familienkassen (Caisses d'allocations familiales), hat eine lange Tradition, die bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zurückreicht. Sein historisches Hauptziel war eine familienfreundliche Politik, die dem Geburtenrückgang entgegenwirken und Haushalte mit Kindern materiell unterstützen sollte. Über die Jahrzehnte hat sich das System weiterentwickelt und um zusätzliche Zuschüsse wie die Majoration für ältere Kinder bereichert, die eingeführt wurde, um die Kosten für Bildung und Unterhalt von Jugendlichen zu unterstützen. Die Reaktionen auf die Reform sind überwiegend negativ. Die Union nationale des associations familiales (UNAF), die wichtigste Organisation, die die Interessen von Familien in Frankreich vertritt, hat sich zu Wort gemeldet. Ihre Vertreter betonen den besonders ungünstigen Zeitpunkt dieser Entscheidung. In einer Zeit anhaltend hoher Inflation und einer Krise der Kaufkraft vieler Haushalte wird die Kürzung von Sozialleistungen als Maßnahme angesehen, die die materiellen Schwierigkeiten von Familien verschärft. Kritiker weisen darauf hin, dass die Reform mittelständische und weniger wohlhabende Familien trifft, die ohnehin mit steigenden Lebenshaltungskosten, auch im Zusammenhang mit der Ausbildung der Jugend, zu kämpfen haben. Ihrer Ansicht nach fehlt es auch an einer breiteren öffentlichen Debatte über diese Veränderung. Die Regierung bleibt bei ihrer Position und hält die Änderung für einen notwendigen Schritt zur Modernisierung und Ausrichtung des Sozialhilfesystems, damit öffentliche Mittel effizienter ausgegeben werden und tatsächlich an diejenigen gelangen, die bestimmte Bedingungen erfüllen.