Das Oberste Verwaltungsgericht hat für den 15. April 2026 einen Termin für die Verhandlung über die Sicherheitsüberprüfung von Sławomir Cenckiewicz, dem Leiter des Nationalen Sicherheitsbüros, festgesetzt. Der Fall betrifft eine Kassationsbeschwerde der Kanzlei des Ministerpräsidenten gegen ein früheres Urteil, das die Entscheidung des Militärischen Abwehrdienstes aufgehoben hatte. Die Entscheidung des dreiköpfigen Richtergremiums ist von entscheidender Bedeutung für die operative Handlungsfähigkeit des derzeitigen BBN-Chefs im Hinblick auf den Zugang zu geheimen Informationen.
Verhandlungstermin festgesetzt
Das Oberste Verwaltungsgericht wird den Fall am 15. April 2026 in nichtöffentlicher Verhandlung vor einem Gremium von drei Berufsrichtern verhandeln.
Kern des Rechtsstreits
Gegenstand ist die Beschwerde der Kanzlei des Ministerpräsidenten gegen das Urteil des Woiwodschaftsverwaltungsgerichts, das zuvor die Entscheidung des Militärischen Abwehrdienstes zur Entziehung von acht Sicherheitsüberprüfungen für Cenckiewicz aufgehoben hatte.
Unterschiedliche Auslegungen der Rechtslage
Der BBN-Chef ist der Ansicht, dass er Zugang zu geheimen Informationen habe, während die Regierung behauptet, der Zugang bleibe bis zur Rechtskraft des Urteils gesperrt.
Der Streit um den Zugang Sławomir Cenckiewicza zu geheimen Informationen tritt vor dem Obersten Verwaltungsgericht in eine entscheidende Phase. Gemäß der offiziellen Terminliste findet die Verhandlung am 15. April 2026 statt. Den Fall wird ein Gremium aus drei Richtern unter dem Vorsitz der Berichterstatterin Tamara Dziełakowska verhandeln, unterstützt von Paweł Mierzejewski und Olga Żurawska-Matusiak. Das Verfahren ist nicht öffentlich, was sich aus dem Charakter der Dokumentation zur Staatssicherheit und den Verfahren der Sicherheitsüberprüfungen ergibt. Der Konflikt hat seinen Ursprung in einer Entscheidung des Militärischen Abwehrdienstes vom Juli 2024, als Cenckiewicz die Berechtigung zum Einblick in Staatsgeheimnisse entzogen wurde. Der BBN-Chef legte gegen diese Entscheidung beim Woiwodschaftsverwaltungsgericht (WSA) in Warschau Einspruch ein, das ihm Recht gab und die Entscheidung der Dienste aufhob. Derzeit prüft das OVG die Kassationsbeschwerde, die von der Regierungsseite, vertreten durch die Kanzlei des Ministerpräsidenten, eingereicht wurde. Sławomir Cenckiewicz, Historiker und langjähriger Direktor des Militärhistorischen Büros, war eine Schlüsselfigur in der Kommission zur Untersuchung russischer Einflüsse, was zum Auslöser eines langwierigen politischen Streits zwischen dem Umfeld der Partei Recht und Gerechtigkeit und der derzeitigen Regierungskoalition wurde.Die rechtliche Situation sorgt für Kontroversen in der staatlichen Verwaltung. Sławomir Cenckiewicz vertritt die Auffassung, dass er nach dem Urteil des Gerichts erster Instanz das Recht auf Zugang zu geheimen Informationen zurückerlangt habe. Die Regierungsseite hingegen behauptet, dass die Situation bis zur Rechtskraft des Urteils unverändert bleibe und der BBN-Chef nicht mit geheimen Materialien arbeiten dürfe. Die Entscheidung des OVG wird diese Phase des Streits endgültig abschließen und klären, ob die Ausübung der Funktion des Leiters des Nationalen Sicherheitsbüros in vollem kompetenzrechtlichem Umfang möglich sein wird. „Die Entscheidung der Dienste entfaltet erst mit der Rechtskraft des Urteils rechtliche Wirkung.” — Sławomir Cenckiewicz Liberale Medien betonen die Berechtigung der Maßnahmen des Militärischen Abwehrdienstes und weisen auf potenzielle Verfahrensrisiken bei der Gewährung von Zugängen für eine politisch engagierte Person hin. | Konservative Medien sehen den Fall als rechtswidrigen Versuch der derzeitigen Regierungsadministration, die Arbeit des BBN-Chefs zu lähmen.
Mentioned People
- Sławomir Cenckiewicz — Historiker, Leiter des Nationalen Sicherheitsbüros, Hauptbeteiligter im Streit um die Sicherheitsüberprüfung.
- Tamara Dziełakowska — Berichterstatterin am Obersten Verwaltungsgericht, die mit dem Fall Cenckiewicz befasst ist.