Das Schwurgericht in Bergamo hat Moussa Sangare zu lebenslanger Freiheitsstrafe wegen des brutalen Mordes an der 33-jährigen Sharon Verzeni verurteilt. Das Urteil fiel nach einem turbulenten Prozess, in dem die Staatsanwaltschaft bewies, dass der Angeklagte vorsätzlich handelte und von narzisstischem Bedürfnis getrieben war, sein eigenes Ego zu befriedigen. Die Tragödie, die sich im Juli 2024 in Terno d'Isola ereignete, erschütterte die italienische Öffentlichkeit aufgrund des völligen Fehlens eines Tatmotivs.

Urteil auf Lebenszeit

Moussa Sangare wurde zur höchsten Strafe für einen vorsätzlichen Mord ohne rationalen Grund verurteilt.

Fehlende Reue des Täters

Der Angeklagte änderte während des Prozesses seine Aussagen und erklärte sich am Ende für unschuldig, was die Haltung der Staatsanwaltschaft verschärfte.

Ergriffenheit der Familie

Die Angehörigen von Sharon Verzeni nahmen das Urteil unter Tränen auf und dankten den Ermittlern für die zügige Verurteilung des Mörders.

Das Schwurgericht in Bergamo verkündete das Urteil in einem Fall, der zum Symbol sinnloser Gewalt geworden ist. Moussa Sangare, ein 31-jähriger italienischer Staatsbürger malischer Herkunft, wurde für schuldig befunden, Sharon Verzeni in der Nacht vom 29. auf den 30. Juli 2024 ermordet zu haben. Die Richter teilten voll und ganz die Argumentation des Staatsanwalts Emanuele Marchisio, der die Strafe lebenslanger Haft gefordert hatte. Das Gericht wies die Argumente der Verteidigung bezüglich angeblicher Unzurechnungsfähigkeit zurück und stellte fest, dass der Täter bewusst und berechnend handelte, was durch seine Versuche, Spuren zu verwischen, und frühere Belästigungen Unbeteiligter mit einem Messer bestätigt wurde. In seiner Schlussrede beschrieb der Staatsanwalt Sangare als eine extrem narzisstische Persönlichkeit, die starke Emotionen auf Kosten eines Menschenlebens suchte. Die Beweise im Fall waren unwiderlegbar: Aufnahmen von städtischen Überwachungskameras zeigten den Angeklagten auf der Flucht mit dem Fahrrad, und genetische Untersuchungen bestätigten die DNA des Opfers am Tatwerkzeug. Sharon Verzeni wurde überfallen, als sie nachts zum Wohle ihrer Gesundheit spazieren ging, was das Gericht als Ausnutzung der Wehrlosigkeit des Opfers einstufte. Sangare versuchte in seinem letzten Wort, seine Unschuld zu beteuern, was die Familie der Verstorbenen als Zeichen völliger Reue- und Schamlosigkeit empfand. Der Ort Terno d'Isola, wo sich die Tragödie ereignete, gehört zur Region Lombardei, die in den letzten Jahren mit einer Debatte über die Sicherheit in kleinen lokalen Gemeinschaften nach einer Reihe brutaler Straßenverbrechen konfrontiert ist. Das Urteil wurde von der Familie der ermordeten Bardame mit großer Ergriffenheit aufgenommen. Sharons Lebenspartner Sergio Ruocco, der zunächst selbst im Fokus der Ermittler stand, konnte seine Tränen nach der Urteilsverkündung nicht zurückhalten und betonte, dass der Schmerz über den Verlust der geliebten Person für immer bei ihm bleiben werde. Das Gericht sprach auch Schadensersatzansprüche zugunsten der Nebenkläger zu. Parallel dazu gab es in den Medien Berichte über Maßnahmen gegen sogenannte Baby-Gangs in Sassari, was in den weiteren Kontext des Kampfes italienischer Behörden gegen Aggressionen aus Rowdytum und Asozialität fällt.

Mentioned People

  • Moussa Sangare — Zu lebenslanger Haft verurteilter Mörder von Sharon Verzeni.
  • Sharon Verzeni — Opfer eines brutalen Mordes in Terno d'Isola.
  • Emanuele Marchisio — Der die Ermittlungen führende Staatsanwalt, der lebenslange Haft forderte.
  • Sergio Ruocco — Lebenspartner der ermordeten Sharon Verzeni.