Das Bezirksgericht in Łódź verurteilte den 35-jährigen Sylwester M. zu 28 Jahren Freiheitsentzug wegen eines brutalen Mordes an einer Straßenbahnhaltestelle im März 2024. Der Angeklagte setzte einen schlafenden, zufälligen Mann in Brand und sah seiner Agonie tatenlos zu. Das Gericht sah die Schuld des Täters als erwiesen an und betonte die außergewöhnliche Rücksichtslosigkeit der Tat, verzichtete jedoch aufgrund der bisherigen Unbestraftheit des Angreifers auf eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Urteil: 28 Jahre Haft

Das Gericht verhängte eine hohe Freiheitsstrafe mit der Möglichkeit einer bedingten Entlassung erst nach Ablauf von 20 Jahren.

Besondere Grausamkeit des Täters

Sylwester M. setzte das Opfer mit etwa dreißig Versuchen, ein Feuerzeug zu benutzen, in Brand und beobachtete, wie der Mann brannte.

Schmerzensgeld für die Mutter

Der Angeklagte muss 50.000 Złoty an die Mutter des ermordeten 36-jährigen Paweł J. zahlen.

Eingeschränkte Schuldfähigkeit

Das Gericht erkannte das Gutachten der Sachverständigen über den eingeschränkten Grad des Tatverständnisses als mildernden Umstand bei der Abkehr von einer lebenslangen Haftstrafe an.

Am Mittwoch, dem 25. Februar 2026, wurde ein vielbeachtetes Urteil in einem schockierenden Verbrechen gefällt, das sich fast zwei Jahre zuvor auf dem Gelände eines Studentenwohnheims in Łódź ereignet hatte. Das Bezirksgericht in Łódź befand Sylwester M. für schuldig, einen Mord mit besonderer Grausamkeit begangen zu haben. Das Verbrechen ereignete sich in der Nacht vom 19. auf den 20. März 2024 an der Pomorska-Straße. Das Opfer war der 36-jährige Paweł J., der auf einer Haltestellenbank eingeschlafen war. Wie die Beweise, darunter Videoaufnahmen von Überwachungskameras, zeigten, näherte sich der Angeklagte dem Opfer mehrfach. Zunächst schlug er den Mann und nahm ihm die Mütze ab, um nach kurzer Abwesenheit mit der Absicht zurückzukehren, ihm das Leben zu nehmen. Die Ermittler stellten fest, dass der Täter fast dreißigmal Feuerzeuge benutzte, um die Kleidung und den Körper des Opfers erfolgreich in Brand zu setzen. Der Verurteilte löste nicht nur das Feuer aus, sondern beobachtete den brennenden Menschen auch über einen längeren Zeitraum aus nächster Nähe, ohne Rettungsversuche zu unternehmen. Gerichtsmediziner bestätigten, dass Paweł J. an ausgedehnten Verbrennungen und Verkohlung des Gewebes starb, was mit unvorstellbaren Qualen verbunden war. Die Richterin Agnieszka Szeliga begründete die Strafhöhe und wies darauf hin, dass das Gericht, obwohl die Tat die höchste Verurteilung verdiente, sich für eine Strafe von 28 Jahren Haft anstelle einer lebenslangen Freiheitsstrafe entschied. Als mildernde Umstände wurden die bisherige Unbestraftheit des Angeklagten und das Gutachten der Sachverständigen über seine eingeschränkte Schuldfähigkeit zum Tatzeitpunkt berücksichtigt. Zusätzlich zur Freiheitsstrafe verpflichtete das Gericht Sylwester M. zur Zahlung von 50.000 Złoty Schmerzensgeld an die Mutter des Opfers. Der Verurteilte kann erst nach Verbüßung von 20 Jahren der verhängten Strafe eine bedingte vorzeitige Entlassung beantragen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, und die Verteidigung hat bereits Berufung angekündigt. Der Angeklagte gestand während des gesamten Prozesses die Brandstiftung nicht ein, obwohl belastende Videoaufnahmen und drei funktionsfähige Feuerzeuge als Tatwerkzeuge bei ihm sichergestellt wurden.

Mentioned People

  • Sylwester M. — 35-jähriger Täter des Mordes, zu 28 Jahren Haft verurteilt.
  • Paweł J. — 36-jähriges Opfer der Brandstiftung an einer Straßenbahnhaltestelle.
  • Agnieszka Szeliga — Richterin am Bezirksgericht in Łódź.
  • Krzysztof Kopania — Pressesprecher der Bezirksstaatsanwaltschaft in Łódź während der Ermittlungen.