Am 27. und 28. Februar findet auf Schloss Freudenberg in Wiesbaden das Zugpferdefestival statt, eine Veranstaltung, die das traditionelle Forsthandwerk namens „Rücken“ präsentiert. Zwei starke Pferde ziehen mit Hilfe eiserner Ketten hundert Kilogramm schwere Baumstämme. Diese Methode, die von Schloss Freudenberg zur Erhaltung der Gesundheit des Waldparks eingesetzt wird, ermöglicht den Holztransport aus für Maschinen schwer zugänglichen Gebieten. Das Festival wird in Zusammenarbeit mit dem Verein Interessengemeinschaft Zugpferde e.V. Hessen organisiert. Besucher können persönlich versuchen, die Pferde zu führen.
Demonstration traditionellen Handwerks
Während des Wochenendfestivals auf Schloss Freudenberg in Wiesbaden demonstrieren sechs Zugpferde die traditionelle Methode des „Rückens“, bei der gefällte Baumstämme aus dem Wald gezogen werden. Besucher haben die Möglichkeit, selbst die Zügel in die Hand zu nehmen und sich mit der Technik vertraut zu machen.
Anwendung zur Parkpflege
Die Methode des Pferderückens ist ein Schlüsselelement für die Erhaltung der Gesundheit des künstlich angelegten Waldes auf dem Gelände von Schloss Freudenberg. Die Pferde transportieren gefällte Bäume aus Gebieten, zu denen schwere Maschinen keinen Zugang haben, und minimieren dabei Bodenschäden.
Argumente für die Arbeit mit Pferden
Der Landwirt Hubertus Assmann, Mitglied des Vereins, betont die ökologischen und praktischen Vorteile der Arbeit mit Pferden: Ihr „Tanken“ erfolgt über Futter, im Gegensatz zu Maschinen, die fossile Brennstoffe benötigen, und der Abdruck der Hufe ist für den Boden weniger schädlich als die Ketten eines Traktors.
Im Schlosspark Freudenberg in Wiesbaden findet am 27. und 28. Februar das Zugpferdefestival statt, eine Veranstaltung, die das traditionelle Forsthandwerk mit Zugpferden präsentiert. Bei den Vorführungen ziehen zwei starke Pferde mit Hilfe dicker eiserner Ketten Baumstämme mit einem Gewicht von etwa hundert Kilogramm. Wie der Sprecher des Schlosses, Silas Bug, erklärt, ist die als „Holzrücken“ (Pferderücken) bezeichnete Technik ein zentrales Element für die Erhaltung der Gesundheit dieses künstlich angelegten Waldes. Wenn alte Bäume entfernt werden, transportieren die Pferde sie an Orte, von denen aus das Holz weiterverarbeitet werden kann. Ihr Vorteil ist der Zugang zu Gebieten, in denen viele Maschinen auf Schwierigkeiten stoßen. Das Festival ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit dem hessischen Verein Interessengemeinschaft Zugpferde e.V. Hessen (IGZ), der für das Wochenende sechs Zugpferde mitbringt. Besucher erhalten die einzigartige Chance, wie Bug sagt, „die Zügel selbst in die Hand zu nehmen“ und die Tiere eigenständig zu führen. Die Verwendung von Pferden für Forstarbeiten, insbesondere für den Holzrücketransport, ist eine jahrhundertealte Tradition. Vor der Industrialisierung und der Verbreitung schwerer Maschinen waren Pferde und Ochsen die primäre Zugkraft in der Forstwirtschaft. Heutzutage wird diese Methode oft als umweltfreundlicher und schonender für das Waldökosystem angesehen, insbesondere in schwer zugänglichem oder geschütztem Gelände. An dem Festival nimmt auch das IGZ-Mitglied Hubertus Assmann teil, der seit vier Jahren sechs Tage im Jahr mit Pferden im Schlosspark arbeitet. Assmann, der auch Landwirt ist, setzt Pferde auch beim Anbau seiner Felder ein. Er äußert sich zu den Vorteilen dieser Methode gegenüber der mechanischen: „Ich kann das Pferd über Nacht im Stall oder auf der Weide stehen lassen, und am Morgen ist es wieder ‚betankt‘. Es gewinnt die verbrauchte Energie in Form von Futter zurück, ein Traktor tut das nicht – er benötigt fossile Energie.“ Er fügt hinzu, dass der Boden unter dem Abdruck eines Pferdehufs deutlich weniger leidet als unter der Spur einer Traktorkette. Als wichtigsten Grund für die Arbeit mit Pferden nennt er jedoch den Spaß: „Pferde geben dem Menschen viel Befriedigung.“ Die Veranstaltung dient daher nicht nur der Präsentation einer historischen Arbeitsmethode, sondern auch der Förderung nachhaltiger und emissionsarmer Praktiken in der Forst- und Landwirtschaft.
Mentioned People
- Silas Bug — Pressesprecher von Schloss Freudenberg in Wiesbaden, erläutert den Einsatz von Pferden zur Pflege des Waldparks.
- Hubertus Assmann — Mitglied des Vereins Interessengemeinschaft Zugpferde e.V. Hessen (IGZ), Landwirt, der mit Zugpferden arbeitet.