Im Hochgeschwindigkeitszug ICE auf der Strecke Hannover–Berlin kam es zu einem brutalen Angriff auf einen Bahnmitarbeiter. Eine 35-jährige Passagierin, die ohne gültiges Ticket reiste, schlug den Zugleiter mit der Faust und verletzte ihn so, dass er seinen Dienst nicht fortsetzen konnte. Aufgrund des Vorfalls wurde der Zug in Stendal angehalten, wo etwa 100 Reisende die Waggons verlassen und ihre Fahrt mit einer anderen Verbindung fortsetzen mussten. Die aggressive Frau wurde von der Bundespolizei festgenommen.

Brutaler Faustangriff

Eine 35-jährige Frau schlug den Zugleiter in den Bauch, nachdem sie auf ihr ungültiges Ticket angesprochen wurde.

Evakuierung der Passagiere

Etwa 100 Personen mussten den ICE in Stendal verlassen, weil der Verletzte seine Arbeit unterbrechen musste.

Vorwürfe gegen die Angreiferin

Die Polizei ermittelt wegen Betrugs, Körperverletzung und Hausfriedensbruch.

Der Vorfall ereignete sich am Dienstagmorgen im ICE in Richtung Berlin. Bei einer routinemäßigen Ticketkontrolle zeigte die 35-jährige Staatsbürgerin der Elfenbeinküste ein „Quer-durchs-Land-Ticket“, das für Regionalverkehr gilt, aber in Fernzügen nicht gültig ist. Trotz des Angebots einer Nachzahlung und der Nennung einer alternativen Route weigerte sich die Passagierin, den Zug in Wolfsburg zu verlassen. Nachdem der Zug abgefahren war, ging die Frau gezielt auf den Zugleiter zu und schlug ihm mit der Faust in den Bauch, wobei sie auch seine Dienstkleidung beschädigte. Das Opfer des Angriffs meldete starke Schmerzen, was zur Folge hatte, dass er seine Arbeit unterbrechen musste. Die Situation zwang den Verkehrsbetreiber, die Fahrt am Bahnhof Stendal abzubrechen. Die Bundespolizei griff um 8:45 Uhr ein und nahm die Angreiferin unmittelbar nach der Einfahrt des Zuges auf den Bahnsteig fest. Etwa 100 Passagiere mussten die Waggons verlassen, was erhebliche Behinderungen im Fernverkehr auf der Strecke in die deutsche Hauptstadt verursachte. Gegen die Frau wurde ein Strafverfahren eingeleitet, das Betrug, Hausfriedensbruch, Körperverletzung und Sachbeschädigung umfasst. In den letzten Jahren kämpft Deutschland mit einer wachsenden Welle von Aggressionen gegenüber Bordpersonal; im Jahr 2025 wurden über 3000 Angriffe auf Mitarbeiter der Deutschen Bahn registriert. Dieses Ereignis ruft besondere Emotionen in der deutschen Gesellschaft hervor, da es nur wenige Wochen nach dem tragischen Vorfall in Rheinland-Pfalz stattfand. Anfang Februar dieses Jahres wurde der Kontrolleur Serkan C. in einem Regionalzug von einem fahrkartenlosen Passagier zu Tode geprügelt. Dieses Verbrechen löste eine landesweite Debatte über die Sicherheit im öffentlichen Verkehr und die Notwendigkeit eines besseren Schutzes für Bahnmitarbeiter vor eskalierender Gewalt von Reisenden aus. „Eine 35-Jährige hatte Polizeiangaben zufolge den Zugchef mit der Faust angegriffen, weil sie wegen eines ungültigen Fahrscheins den Zug verlassen sollte.” — Bundespolizei

Mentioned People

  • Serkan C. — Bahnmitarbeiter, der Anfang Februar 2026 in einem Regionalzug zu Tode geprügelt wurde.