In den österreichischen Alpen, insbesondere in Tirol und Vorarlberg, hält eine hohe Lawinengefahr an. In höheren Lagen gilt die vierte, hohe Gefahrenstufe. In diesem Winter sind in Österreich bereits 24 Menschen durch Lawinen ums Leben gekommen, was dreimal so viele sind wie im Vorjahr. Nach jüngsten tödlichen Unfällen wird über die Kosten von Rettungseinsätzen und die Verantwortung der Skifahrer debattiert.
Hohe Gefahrenstufen
Im südlichen und östlichen Vorarlberg sowie im westlichen Tirol oberhalb von 2000 m ü. M. gilt die vierte, hohe Lawinengefahrenstufe.
Große Zahl an Todesopfern
In der aktuellen Wintersaison haben in Österreich bereits 24 Menschen in Lawinen ihr Leben verloren, während im Vorjahr 8 Opfer verzeichnet wurden.
Debatte über Einsatz-Kosten
Experten weisen darauf hin, dass die Kosten von Rettungseinsätzen bis zu 15-20.000 Euro erreichen können und raten, vor einem Bergausflug die Versicherung zu prüfen.
Geschlossene Pisten und Lifte
In Regionen wie Arlberg oder Sölden bleiben viele Lifte und Abfahrten aufgrund der Lawinengefahr geschlossen.
Appell zur Besonnenheit
Experten und Politiker appellieren, präpariertes Gelände zu meiden und bezeichnen solches Verhalten als leichtsinnig.
In den österreichischen Alpen, insbesondere in den Bundesländern Tirol und Vorarlberg, hält eine erhöhte Lawinengefahr an. In höheren Lagen oberhalb von 2000 Metern Seehöhe gilt die vierte, hohe Gefahrenstufe auf der fünfteiligen Skala. In mittleren Höhen liegt die Stufe bei drei. Experten der Lawinenwarndienste betonen, dass die Situation abseits der markierten und gesicherten Pisten besonders gefährlich ist. Sie appellieren an Touristen, äußerste Vorsicht walten zu lassen und ungesichertes Gelände zu meiden. Die Behörden haben deshalb viele Lifte und Skipisten in beliebten Skigebieten wie Arlberg und Sölden geschlossen.
Die Alpen, als höchstes Gebirge Europas, sind seit Jahrhunderten ein Ort menschlicher Aktivität, aber auch zahlreicher Tragödien. Die ersten verzeichneten Lawinenopfer in diesen Bergen reichen bis in die Antike zurück. Die systematische Überwachung der Lawinengefahr und öffentliche Warnungen begannen in Österreich und der Schweiz Mitte des 20. Jahrhunderts nach einer Reihe verheerender Unfälle. Die derzeitige, fünfteilige europäische Lawinengefahrenskala wurde in den 1990er Jahren standardisiert. Diese Saison ist in Bezug auf die Zahl der Todesopfer besonders tragisch. Nach von Medien zitierten Daten sind in Österreich seit Winterbeginn 24 Menschen durch Lawinenabgänge ums Leben gekommen. Diese Zahl ist dreimal so hoch wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres, als 8 Opfer verzeichnet wurden. Allein seit vergangenem Freitag haben sieben Skifahrer und Snowboarder in Lawinen ihr Leben verloren. Diese düstere Statistik hat eine breite Debatte über Verantwortung und Kosten ausgelöst. Politiker wie die Tiroler Sicherheitslandesrätin Astrid Mair bezeichnen das bewusste Verlassen der Pisten bei hoher Gefahrenstufe als grob fahrlässig. Unter den erwogenen Konsequenzen taucht die finanzielle Frage auf. „Viele sind verwundert über die Höhe der Rechnung” — Versicherungsexperte – räumte der Versicherungsexperte ein und wies darauf hin, dass die Kosten eines Rettungseinsatzes mit Bergrettung und Helikoptern in Einzelfällen 15-20.000 Euro erreichen können. Experten betonen, dass jeder, der einen Ausflug ins Hochgebirge plant, unbedingt den Umfang seiner Reiseversicherung prüfen sollte.
Die Dienste erwarten keine schnelle Besserung der Lage. „Davon kann in den nächsten Tagen keine Rede sein” — Sprecher des Salzburger Lawinenwarndienstes – erklärte der Sprecher des Salzburger Lawinenwarndienstes. Das bedeutet, dass die hohen Gefahrenstufen, insbesondere in Gipfellagen, mindestens in den nächsten Tagen anhalten werden. Trotz Warnungen und gesperrter Pisten entscheiden sich einige Skifahrer weiterhin für das Fahren abseits der markierten Zonen, was ernste Risiken und Kosten für die Rettungsdienste verursacht. Die öffentliche Debatte konzentriert sich daher nicht nur auf die aktuelle Gefahrenüberwachung, sondern auch auf Aufklärung, Prävention und darauf, wer die finanziellen Konsequenzen solcher oft bewusster Entscheidungen tragen sollte.
Mentioned People
- Astrid Mair — Sicherheitslandesrätin des Bundeslandes Tirol in Österreich, die sich zur Leichtsinnigkeit von Skifahrern äußerte.
- Manuel Maringgele — Versicherungsexperte, der im Kontext der Kosten von Bergrettungseinsätzen zitiert wurde.