Der französische Verkehrsminister Philippe Tabarot hat die Einführung von Elektroschockpistolen für Sicherheitskräfte der staatlichen Eisenbahngesellschaft SNCF und der Pariser Verkehrsbetriebe RATP angekündigt. Das Programm hat experimentellen Charakter und zielt darauf ab, die Sicherheit von Fahrgästen und Personal angesichts zunehmender Aggressionen zu erhöhen. Diese Lösung, die an Systeme in Belgien und Großbritannien angelehnt ist, wird den Ordnungskräften ermöglichen, aggressive Personen in Krisensituationen effektiver zu überwältigen, ohne von Schusswaffen Gebrauch machen zu müssen.

Experimentelle Bewaffnung der Dienste

Sicherheitskräfte der SNCF und RATP werden mit Tasern ausgestattet, um physische Gewalttaten im öffentlichen Verkehr wirksamer zu unterbinden.

Schrittweise Umsetzung des Programms

In der ersten Phase erhält 10 % der Beamten die Ausrüstung, und eine vollständige Verallgemeinerung erfolgt nach Auswertung der Ergebnisse des Pilotprojekts.

Neue Kontrollbefugnisse

Das Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das Tastkontrollen (Personenkontrollen) durch die Bahnpolizei ohne vorherige Zustimmung von Vertretern der Staatsverwaltung erlaubt.

Die französische Regierung hat beschlossen, die Befugnisse und Ausrüstung der Sicherheitsdienste im öffentlichen Verkehrssektor erheblich zu stärken. Wie Verkehrsminister Philippe Tabarot mitteilte, erhalten Sicherheitskräfte des nationalen Eisenbahnunternehmens SNCF und des Pariser Nahverkehrsbetreibers RATP Elektroimpulspistolen. Diese am 19. Februar 2026 verkündete Entscheidung soll helfen, die Eskalation von Gewalt in Zügen und U-Bahn-Stationen in den Griff zu bekommen. Frankreich kämpft seit Jahren mit dem Problem der sogenannten Unsicherheit im öffentlichen Verkehr, das zu einem wichtigen Thema in politischen Debatten vor den nächsten Wahlen geworden ist und die Behörden dazu veranlasst hat, die Ordnungsvorschriften zu verschärfen.Das umgesetzte Programm hat Pilotcharakter. In der ersten Phase, die in den kommenden Wochen beginnt, werden etwa 10 % der Beamten der Bahnpolizei mit der neuen Waffe ausgestattet. Minister Tabarot betonte, dass der Einsatz von Tastern eine verhältnismäßige Antwort auf die Bedrohungen sei, die es ermögliche, die tragischen Folgen herkömmlicher Schusswaffen zu vermeiden. Sollten die Ergebnisse des Experiments positiv ausfallen, wird diese Ausrüstung zum Standard für alle Sicherheitseinheiten im Verkehrswesen im ganzen Land. „Der Einsatz von Elektroschockpistolen kann eine angemessene und verhältnismäßige Antwort auf einige Gewalttaten sein, mit denen unsere Sicherheitskräfte konfrontiert sind.” — Philippe TabarotParallel zur Entscheidung über Taser verhandelt das französische Parlament über ein umfassenderes Gesetzespaket zur Verbesserung der Sicherheit. Die Nationalversammlung hat bereits in erster Lesung Vorschriften verabschiedet, die es Bahnpolizisten erlauben, Personenkontrollen durchzuführen, ohne jedes Mal die Zustimmung des Präfekten einholen zu müssen. Das neue Gesetz sieht auch einen breiteren Einsatz von Körperkameras vor, um Vorfälle einzudämmen und das Verhalten der Fahrgäste zu verbessern. SNCF ist das französische staatliche Eisenbahnverkehrsunternehmen, eines der größten seiner Art in Europa, das über eine eigene Sicherheitstruppe (SUGE) verfügt.Einführung von Tasern bei Sicherheitsdiensten: Beginn des Experiments: 10, Zielausstattung: 100Erweiterung der Befugnisse der SNCF- und RATP-Dienste: Betäubungswaffe: Keine / Unmittelbare Zwangsmittel → Elektroschockpistolen (Taser); Personenkontrolle: Zustimmung des Präfekten erforderlich → Eigenständige Entscheidung des Sicherheitsbeamten; Überwachung: Stationäre Kameras → Verpflichtende Körperkameras

Mentioned People

  • Philippe Tabarot — Französischer Politiker, Verkehrsminister, der die Entscheidung zur Bewaffnung der Sicherheitsdienste mit Tasern bekannt gab.