Der europäische Bankengigant HSBC hat die Jahresergebnisse für 2025 vorgelegt, die einen Rückgang des Vorsteuergewinns um 7,4 % auf 29,9 Milliarden US-Dollar zeigen. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf einmalige Belastungen in Höhe von insgesamt 4,9 Milliarden US-Dollar zurückzuführen, darunter Rechtsreserven und Restrukturierungskosten. Dennoch übertraf die Bank die Analystenerwartungen knapp und ihre Marktkapitalisierung überschritt erstmals in der Geschichte die Marke von 200 Milliarden Pfund.

Der europäische Bankengigant HSBC Holdings Plc mit Sitz in London, aber mit wesentlicher Exposition auf asiatischen Märkten, hat seine Jahresergebnisse für das Jahr 2025 veröffentlicht. Dem Bericht zufolge belief sich der Vorsteuergewinn der Bank auf 29,9 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zum sehr guten Rekordjahr 2024 bedeutet dies einen Rückgang um 7,4 %. In absoluten Zahlen erreichte dieser Rückgang 2,4 Milliarden US-Dollar, was in britischen Pfund etwa 1,8 Milliarden Pfund entspricht. Hauptgrund für diese Ergebnisverschlechterung war der negative Einfluss einmaliger Posten in Höhe von insgesamt 4,9 Milliarden US-Dollar.

Wie die Bank mitteilt, gehörten zu den wesentlichen Bestandteilen dieser Belastungen Rückstellungen für potenzielle rechtliche Verpflichtungen, Kosten im Zusammenhang mit der Vereinfachung der Organisationsstrukturen sowie Auswirkungen des Verkaufs eines französischen Asset-Portfolios. Trotz des deutlichen Jahresrückgangs des Gewinns wurde das Ergebnis von HSBC für 2025 positiv vom Markt aufgenommen, da es die durchschnittlichen Analystenerwartungen leicht übertraf. Die Bank informierte, dass der von ihr selbst zusammengestellte Prognosekonsensus bei 28,9 Milliarden US-Dollar lag. Diese Überschreitung der Erwartungen, wenn auch gering, wurde als Zeichen der Widerstandsfähigkeit des grundlegenden Geschäftsmodells der Bank gegenüber Schwierigkeiten gewertet. Gleichzeitig erhöhte die Bank ihr wesentliches Finanzziel, was auf den Optimismus des Vorstands hinsichtlich der Entwicklungsperspektiven hindeutet. HSBC, 1865 in Hongkong gegründet, entwickelte sich über Jahrzehnte hinweg als Finanzbrücke zwischen Europa und Asien. Seine Geschichte ist untrennbar mit dem britischen Kolonialismus und der Globalisierung des Handels verbunden. Nach der Finanzkrise 2008 und späteren Geldwäscherskandalen durchlief die Bank eine tiefgreifende Restrukturierung, zog sich aus vielen Märkten zurück, um sich auf Asien, insbesondere China und Hongkong, zu konzentrieren. Die Bekanntgabe der Ergebnisse wurde auch von der Meldung begleitet, dass die Bank einen Meilenstein in Bezug auf ihre Bewertung erreicht hat. Wie Bloomberg berichtete, überschritt die Marktkapitalisierung von HSBC zum ersten Mal in ihrer über 150-jährigen Geschichte die Schwelle von 200 Milliarden Pfund Sterling. In US-Dollar umgerechnet entspricht dies etwa 270 Milliarden US-Dollar. Diese symbolische Schwelle spiegelt nicht nur die Größe des Instituts wider, sondern auch die Wiederherstellung des Investorvertrauens nach Jahren regulatorischer und strategischer Herausforderungen. Die Ergebnisse für 2025 zeigen somit ein gemischtes Bild: Einerseits ein Gewinnrückgang aufgrund kostspieliger einmaliger Ereignisse, andererseits starke operative Fundamentaldaten, die eine Übertreffung der Prognosen ermöglichen, sowie eine Rekordmarktbewertung, die die langfristige Stärke der Marke belegt.<wykres-słupkowy tytuł=