Nordrhein-Westfalen finanziert mit 1,5 Millionen Euro eine Reihe von drei Ausstellungen, die spektakuläre paläontologische Funde aus dem Bundesland präsentieren. Zu den Exponaten gehören das Skelett eines 6,5 Meter langen prähistorischen Wals aus Kevelaer, das 163 Millionen Jahre alte Skelett eines Raubdinosauriers namens „Monster von Minden“ sowie ein Mammutschädel mit Stoßzähnen. Die erste Ausstellung zur Eiszeit beginnt im April im Ruhr Museum in Essen.
Finanzierung der Ausstellungen durch die Landesregierung
Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen hat 1,5 Millionen Euro für die Finanzierung einer Reihe von drei paläontologischen Ausstellungen bereitgestellt, die in verschiedenen Museen des Bundeslandes stattfinden werden.
Hauptexponate der Ausstellungen
Auf den Ausstellungen werden drei Schlüsselfunde präsentiert: ein vollständiges Skelett eines prähistorischen Wals mit einer Länge von 6,5 Metern, die Fossilien des Raubdinosauriers „Wiehenvenator albati“, genannt „Monster von Minden“, sowie ein Mammutschädel mit erhaltenen Stoßzähnen.
Zeitplan und Standorte
Der Ausstellungszyklus beginnt im April mit einer Ausstellung zur Eiszeit im Ruhr Museum in Essen. Im Juli zieht die Ausstellung ins LWL-Museum für Naturkunde in Münster um, wo Dinosaurierspuren und multimediale Rekonstruktionen gezeigt werden.
Geologischer Kontext der Region
Die Ausstellungen heben die prähistorische Vergangenheit Nordrhein-Westfalens hervor, das in fernen geologischen Epochen weitgehend von Meer bedeckt war, was das Vorkommen von Fossilien mariner Lebewesen erklärt.
Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat die Finanzierung einer Reihe von drei paläontologischen Ausstellungen angekündigt, die außergewöhnliche Fossilienfunde aus ihrem Gebiet präsentieren. Das 1,5-Millionen-Euro-Projekt zielt darauf ab, der Öffentlichkeit die prähistorische Vergangenheit der Region näherzubringen. Zu den wertvollsten Exponaten gehört ein vollständiges Skelett eines prähistorischen Wals mit einer Länge von 6,5 Metern, das in Kevelaer geborgen wurde. Ein weiterer einzigartiger Fund sind die Fossilien eines Raubdinosauriers namens Wiehenvenator albati, umgangssprachlich „Monster von Minden“ genannt. Sein Alter wird auf 163 Millionen Jahre geschätzt. Ein drittes Schlüsselobjekt ist ein Mammutschädel mit beiden erhaltenen Stoßzähnen, der die Eiszeit repräsentiert. Die Ausstellungen sind als Wanderausstellungen konzipiert und basieren auf Hunderten von Leihgaben verschiedener Institutionen und Sammler. Das Gebiet des heutigen Deutschlands, einschließlich Nordrhein-Westfalen, befand sich in der Jurazeit vor etwa 200-145 Millionen Jahren teilweise unter einem flachen Meer, was die Entstehung von Fossilien mariner Organismen begünstigte. Im Pleistozän, auch Eiszeit genannt, das von vor etwa 2,5 Millionen bis 11.700 Jahren dauerte, lebten in dieser Region Mammuts und andere Megafauna, deren Überreste in Sedimenten erhalten blieben.Die erste Ausstellung, die der Eiszeit gewidmet ist und unter anderem Mammutüberreste zeigt, wird im April im Ruhr Museum in Essen eröffnet. Eine weitere Ausstellung, die für den 10. Juli im LWL-Museum für Naturkunde in Münster geplant ist, wird sich auf Dinosaurier konzentrieren. Sie umfasst nicht nur originale Fossilien, sondern auch multimediale Rekonstruktionen, die das Aussehen und die Lebensumgebung dieser Tiere veranschaulichen sollen. Die Organisatoren betonen, dass das Projekt zeigen soll, dass in prähistorischen Zeiten ein Großteil des heutigen Nordrhein-Westfalens unter Wasser lag, was den Reichtum an marinen Fossilien erklärt. Die Initiative verbindet somit Bildungsfunktion mit der Förderung des regionalen Naturerbes.