Der französische Premierminister Sébastien Lecornu hat die Landwirtschaftsgewerkschaften über einen konkreten Zeitplan für die Behandlung des Gesetzentwurfs zum Ausnahmezustand in der Landwirtschaft informiert. Die Regierung strebt seine Annahme durch das Parlament vor dem Sommer an. Der Entwurf soll Ende März nach Konsultation mit dem Staatsrat dem Ministerrat zur Abstimmung vorgelegt werden. Anschließend geht er an die Nationalversammlung und dann an den Senat, wo das Verfahren beschleunigt werden soll. Ziel ist es, die gesellschaftliche Stimmung nach der Welle von Bauernprotesten, die Frankreich zu Jahresbeginn erfasste, zu beruhigen.
Ziel: Annahme vor dem Sommer
Die französische Regierung, vertreten durch Premierminister Sébastien Lecornu, hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, das Gesetz zum Ausnahmezustand in der Landwirtschaft vor dem kommenden Sommer endgültig anzunehmen. Der Zeitplan wurde den Gewerkschaften während eines Treffens auf der Pariser Landwirtschaftsmesse übermittelt.
Konsultation mit dem Staatsrat
Vor der Einbringung des Entwurfs in den Ministerrat will die Regierung ihn einer Konsultation mit dem Staatsrat unterziehen, dem höchsten beratenden Gremium in Verwaltungs- und Gesetzgebungsangelegenheiten. Dieser Prozess soll im März parallel zur Finalisierung der rechtlichen Vorschläge stattfinden.
Beschleunigter parlamentarischer Weg
Nach der Abstimmung im Ministerrat Ende März geht der Entwurf an die Nationalversammlung und anschließend an den Senat. Die Regierung plant, ein beschleunigtes Verfahren anzuwenden, um den gesamten Gesetzgebungsprozess zu beschleunigen und den angekündigten Zeitplan einzuhalten.
Reaktion auf Bauernproteste
Das Gesetz ist eine direkte Antwort der Regierung auf die massiven Proteste französischer Bauern, die im Januar ausgebrochen sind. Der Premierminister kündigte es damals als Maßnahme an, um die Situation zu beruhigen und die drängenden Probleme des Sektors zu lösen.
Die französische Regierung beginnt mit der Umsetzung des im Januar angekündigten Gesetzes, das die Krise in der Landwirtschaft beheben soll. Premierminister Sébastien Lecornu stellte auf der Landwirtschaftsmesse in Paris einen detaillierten Zeitplan für die Arbeiten vor. Die französische Landwirtschaft kämpft seit Jahren mit vielen Herausforderungen, darunter geringe Rentabilität der Produktion, Importkonkurrenz und wachsende Umweltauflagen. Im Januar 2026 lähmte eine Welle von Protesten, Straßenblockaden und Demonstrationen der Bauern das Land teilweise und zwang die Regierung zu schneller Reaktion und Unterstützungszusagen. Gemäß dem Zeitplan wird der Gesetzentwurf zunächst im März einer Konsultation mit dem Staatsrat unterzogen. Anschließend soll er Ende desselben Monats dem Ministerrat zur Abstimmung vorgelegt werden. Dies ist der offizielle Beginn des legislativen Wegs für den Regierungsentwurf. Nach dieser Phase geht das Gesetz an das Unterhaus des Parlaments, die Nationalversammlung. Die Arbeiten daran sollen im Mai beginnen. Später wird der Entwurf an das Oberhaus, den Senat, weitergeleitet, wo die Regierung ein beschleunigtes Verfahren anwenden will, um den Zeitplan einzuhalten. Arnaud Rousseau, Präsident des wichtigsten Bauernverbands FNSEA, bestätigte nach dem Treffen mit dem Premierminister, dass seine Organisation der Regierung ein umfassendes Paket notwendiger Maßnahmen übermittelt habe. Gleichzeitig äußerte er sich vorsichtig zurückhaltend und erklärte, die Bauern würden „nach den Taten beurteilen”. Die Regierung ihrerseits betont, dass der gesamte Prozess auf Konsultation und Pragmatismus basiere. „„Les agriculteurs jugeront sur les actes”” — Arnaud Rousseau. Das letztendliche Ziel, das von der Umgebung des Premierministers mehrfach wiederholt wurde, ist die „endgültige Annahme vor dem Sommer”.
Mentioned People
- Sébastien Lecornu — Premierminister Frankreichs, der den Zeitplan für das Agrargesetz vorstellt.
- Arnaud Rousseau — Präsident des wichtigsten französischen Bauernverbands FNSEA.
- Maud Bregeon — Sprecherin der französischen Regierung, die zuvor über den Termin für die Annahme des Gesetzes informiert hatte.