Die italienische Steuerbehörde (Agenzia delle Entrate) hat mit dem Test eines neuen Systems namens "Kassen und Pos" begonnen, das automatisch Daten aus Registrierkassen und Zahlungsterminals vergleicht. Ziel des Systems ist es, mögliche Abweichungen aufzuspüren, die auf nicht gemeldete Transaktionen hindeuten könnten. In der ersten Phase erhalten Unternehmen Briefe mit Informationen über festgestellte Unstimmigkeiten und der Möglichkeit, diese zu erklären. Finanzielle Sanktionen für Unternehmen, die die Situation nicht bereinigen, sollen erst in der zweiten Phase verhängt werden. Die Initiative ist Teil eines breiteren Kampfes gegen Steuerhinterziehung, insbesondere im Einzelhandels- und Dienstleistungssektor. Das System soll letztendlich alle Unternehmen erfassen, die in ganz Italien zur Führung einer Registrierkasse verpflichtet sind.

Automatische Datenüberprüfung

Das eingeführte System verknüpft und vergleicht automatisch Daten aus Registrierkassen (Fiskalregistrierern) und Zahlungsterminals (Pos) in Echtzeit. Ziel ist es, potenzielle Unstimmigkeiten zwischen dem auf dem Beleg registrierten Betrag und dem tatsächlich von der Karte abgebuchten Betrag aufzudecken.

Warnphase vor Sanktionen

Das Verfahren sieht einen zweistufigen Ansatz vor. Zunächst erhalten Unternehmen sogenannte Compliance-Briefe, die über festgestellte Abweichungen informieren. Sie haben die Möglichkeit, Erklärungen vorzulegen oder ihre Erklärungen zu korrigieren, bevor Strafen verhängt werden.

Kampf gegen Steuervermeidung

Das System ist ein zentrales Werkzeug der italienischen Finanzverwaltung im Kampf gegen die Nichtmeldung von Kartenzahlungstransaktionen. Es soll helfen, den Schattenwirtschaftssektor einzudämmen und die Steuereinnahmen aus dem Dienstleistungs- und Handelssektor zu erhöhen.

Konsequenzen für Unternehmer

Unternehmen, die nach Erhalt des Briefes die Unstimmigkeiten nicht klären oder keine Korrektur vornehmen, müssen mit Verwaltungssanktionen rechnen. Die Höhe der Strafen ist in den Quellen nicht genau angegeben, wird aber gemäß den geltenden Steuervorschriften verhängt.

Die italienische Steuerverwaltung hat die operative Phase eines neuen Kontrollsystems gestartet, das automatisch und in Echtzeit Daten aus Registrierkassen und Zahlungsterminals (Pos) vergleicht. Die als "Kassen und Pos" bezeichnete Initiative zielt darauf ab, Praktiken der Steuervermeidung durch Nichtmeldung eines Teils der mit Karte abgewickelten Transaktionen zu bekämpfen. Der Mechanismus basiert auf der digitalen Verknüpfung zweier zentraler Datenquellen zum Unternehmensumsatz: des Fiskalregistrierers, der Belege ausstellt, und des Bankensystems, das bargeldlose Zahlungen abwickelt. Die Steuerbehörde erhält dadurch die Möglichkeit, diese Informationen zu konfrontieren und eventuelle Abweichungen zu erkennen. Italien kämpft seit Jahren mit dem Problem eines großen Schattenwirtschaftssektors, der auf mehrere Prozent des BIP geschätzt wird. Die Behörden haben eine Reihe von Maßnahmen eingeführt, darunter die Pflicht zur Kartenzahlungsannahme und eine zunehmend strengere Digitalisierung der Steuerabrechnungen, um den Bargeldumlauf zu reduzieren, der die Kontrolle erschwert. Das Vorgehen gegenüber Unternehmen wurde als zweistufig geplant und hat warnenden Charakter. Wie aus Artikeln hervorgeht, erhalten zunächst Unternehmen, bei denen das System Unstimmigkeiten feststellt, sogenannte Compliance-Briefe (Zustimmungslisten). Diese Dokumente enthalten Informationen über festgestellte Abweichungen zwischen dem auf den Belegen registrierten Betrag und dem von den Zahlungsterminals in einem bestimmten Zeitraum verbuchten Betrag. Unternehmer erhalten so die Chance, die Situation selbst zu erklären, beispielsweise durch Hinweis auf technische Fehler, oder freiwillig früher eingereichte Steuererklärungen zu korrigieren. Diese Phase hat erzieherischen und korrigierenden Charakter und zielt darauf ab, eine korrekte Abrechnung zu erreichen, ohne sofort Strafen zu verhängen.

Erst in der zweiten Phase, wenn ein Unternehmen den Brief ignoriert oder keine zufriedenstellenden Erklärungen vorlegt, soll die italienische Steuerbehörde ein ordentliches Verwaltungsverfahren einleiten, das mit der Verhängung finanzieller Sanktionen enden kann. Die Höhe potenzieller Strafen wird in den analysierten Materialien nicht im Detail erörtert, basiert aber auf den allgemeinen steuerrechtlichen Vorschriften zur Untertreibung von Einkünften. „Sanzioni sui Pos, parleranno le lettere di compliance” — Das System wird schrittweise eingeführt und befindet sich derzeit in der Test- oder Anfangsphase. Ziel ist es, alle Unternehmen in Italien zu erfassen, die zur Nutzung von Registrierkassen verpflichtet sind, was vor allem den Einzelhandels-, Hotel-, Restaurant- und Dienstleistungssektor betrifft. Die Initiative stößt auf gemischte Reaktionen in der Wirtschaft. Einerseits wird ihre Rolle für fairen Wettbewerb betont, indem unlautere Spieler, die Steuern vermeiden, eliminiert werden. Andererseits fürchten kleinere Unternehmen zusätzliche Verwaltungsbelastungen und potenzielle Strafen für technische Fehler, die nicht auf böswillige Absicht zurückzuführen sein müssen. Die Behörden betonen, dass das System vor allem präventiven und unterstützenden Charakter hat und einer größeren Transparenz des gesamten KMU-Sektors dient. Seine Wirksamkeit wird anhand der Anzahl der aufgedeckten und geklärten Unstimmigkeiten sowie des Anstiegs der Steuereinnahmen aus den betroffenen Branchen bewertet werden.