Ausschüsse des US-Repräsentantenhauses haben in einem Bericht für die Verwaltung von Präsident Donald Trump Nigeria zum gefährlichsten Ort der Welt für Christen erklärt. Zu den Empfehlungen für die nigerianische Regierung gehören die Abschaffung des Scharia-Rechts und der Blasphemie-Gesetze in den nördlichen Bundesstaaten des Landes. Die US-Gesetzgeber schlagen auch Sanktionen, die Einstellung von Finanzhilfen und ein Embargo für Rindfleischexporte vor, um die Finanzierungsquellen für Dschihadisten zu beschneiden.

Nigeria als Ort der Verfolgung

Ein Bericht des Auswärtigen Ausschusses des US-Repräsentantenhauses weist darauf hin, dass Nigeria derzeit der gefährlichste Ort der Welt für Christen ist. Das Dokument spricht von anhaltenden brutalen Angriffen durch bewaffnete Fulani-Hirtenmilizen und terroristische Gruppen, die Anhänger des Christentums treffen.

Empfehlungen zum Recht

Die US-Gesetzgeber empfehlen, dass alle nördlichen Bundesstaaten Nigerias die Anwendung des Scharia-Rechts und der Blasphemie-Gesetze einstellen sollen. Ihrer Ansicht nach werden diese Vorschriften genutzt, um die Meinungsfreiheit zu unterdrücken und Christen sowie Minderheiten zu verfolgen, oft ohne Gewährleistung eines ordentlichen Gerichtsverfahrens.

Instrumente des wirtschaftlichen Drucks

Als Druckmittel schlagen republikanische Kongressabgeordnete der Trump-Administration vor, den Export nigerianischen Rindfleischs und anderer Rinderprodukte zu blockieren. Dieser Handel gilt als wichtige Finanzierungsquelle für bewaffnete Gruppen. Zudem empfehlen sie, Teile der Finanzmittel einzubehalten, bis Nigeria sichtbare Maßnahmen gegen die Gewalt ergreift.

Ausschüsse des US-Repräsentantenhauses haben im Rahmen einer Untersuchung zur Christenverfolgung in einem Bericht eine Reihe scharfer Empfehlungen für Nigeria vorgelegt. Das Dokument, das von Mitgliedern des Auswärtigen Ausschusses und des Haushaltsausschusses unter der Leitung des Republikaners Riley Moore aus West Virginia erstellt wurde, bezeichnet das westafrikanische Land als den gefährlichsten Ort der Welt für Christen. Die Gesetzgeber verweisen auf anhaltende brutale Angriffe durch gut bewaffnete Fulani-Hirtenmilizen und terroristische Gruppen. Der Konflikt zwischen Bauern und Hirten, hauptsächlich aus dem Volk der Fulani, hat in Nigeria eine ethnische und religiöse Dimension, seine Grundlage ist aber auch der Wettbewerb um schwindende Land- und Wasserressourcen. Die Scharia, das islamische Recht, wird seit Anfang der 2000er Jahre in mehreren nördlichen Bundesstaaten Nigerias angewandt, was eine Quelle von Spannungen in der multireligiösen Gesellschaft des Landes darstellt. Eine der zentralen Empfehlungen des Berichts ist der Aufruf an die nördlichen nigerianischen Bundesstaaten, die Anwendung des Scharia-Rechts und der Blasphemie-Gesetze einzustellen. Die Kongressabgeordneten behaupten, diese Gesetze würden missbraucht, um die Meinungsfreiheit zu unterdrücken und Christen sowie Minderheiten zu verfolgen, oftmals führten sie zu Verurteilungen ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Als Reaktion auf diese Empfehlungen haben nigerianische islamische Geistliche solche Ideen deutlich abgelehnt und die Bedeutung dieser Frage für die muslimische Gemeinschaft betont. Die US-Administration soll auch den Einsatz wirtschaftlicher Instrumente erwägen. Die Empfehlung umfasst ein Embargo für den Export nigerianischen Rindfleischs und anderer Rinderprodukte, um bewaffneten Gruppen eine ihrer Hauptfinanzierungsquellen zu entziehen und Dschihadisten zur Abgabe ihrer Waffen zu zwingen. Zudem empfiehlt der Bericht den Abschluss eines Sicherheitspakts zwischen den USA und Nigeria zum Schutz gefährdeter christlicher Gemeinschaften und zur Zerschlagung von Dschihadisten-Netzwerken. Die Kongressabgeordneten schlagen außerdem vor, Teile der Finanzmittel einzubehalten, bis die nigerianische Regierung konkrete Maßnahmen gegen die Gewalt ergreift, sowie Sanktionen und Visumbeschränkungen gegen Personen zu verhängen, die Gewalt gegen Christen unterstützen. „Nigeria, „after decades of persecution, is the most dangerous place in the world for Christians, who are subject to ongoing violent attacks.”” (Nigeria ist „nach jahrzehntelanger Verfolgung der gefährlichste Ort der Welt für Christen, die anhaltenden gewalttätigen Angriffen ausgesetzt sind.“) — Bericht des Ausschusses des US-RepräsentantenhausesEs ist erwähnenswert, dass Präsident Donald Trump Nigeria bereits im Oktober letzten Jahres als Land von besonderer Besorgnis aufgrund von Angriffen auf Christen eingestuft hat. Die komplexen Sicherheitsherausforderungen in Nigeria umfassen jedoch nicht nur religiös motivierte Gewalt, sondern auch Konflikte zwischen Bauern und Hirten, Lösegeldentführungen und konfessionelle Spannungen, deren Opfer sowohl Christen als auch Muslime sind.

Mentioned People

  • Donald Trump — Präsident der Vereinigten Staaten, an dessen Verwaltung der Bericht der Kongressabgeordneten gerichtet ist.
  • Riley Moore — Republikanischer Kongressabgeordneter aus West Virginia, der die Untersuchung mitgeleitet hat.
  • Tom Cole — Vorsitzender des Haushaltsausschusses des Repräsentantenhauses aus Oklahoma, Mitvorsitzender der Untersuchung.