Sicherheit ist das wichtigste Thema für die Franzosen vor den Kommunalwahlen im März – darauf weisen 47% bis 55% der Befragten in verschiedenen Umfragen hin. Gleichzeitig bewerten 59% der Befragten die Atmosphäre des Zusammenlebens in ihrer Gemeinde positiv, wobei diese Wahrnehmungen je nach Region variieren. An zweiter Stelle der Prioritäten steht der Zugang zur Gesundheitsversorgung und an dritter Stelle die lokale Steuerpolitik. Die Wahlen finden am 15. und 22. März statt.
Sicherheit ist die Hauptpriorität
47% bis 55% der Franzosen sind der Meinung, dass Sicherheit und die Bekämpfung von Straftaten die wichtigste Aufgabe für künftige Bürgermeister sein sollten. Dieses Thema ist besonders wichtig für Bewohner großer Ballungsräume sowie der Regionen Grand Est und Provence-Alpes-Côte d'Azur.
Positive Bewertung des Zusammenlebens
59% der Befragten bewerten die Atmosphäre des Zusammenlebens in ihrer Gemeinde positiv. Am zufriedensten sind Bewohner ländlicher Gebiete (67%) sowie der Region Bretagne (67%), während der Anteil in der Provence-Alpes-Côte d'Azur und Paris unter die Hälfte sinkt.
Weitere Wahlprioritäten
Nach der Sicherheit beschäftigen die Franzosen am meisten Fragen des Zugangs zur Gesundheitsversorgung und der lokalen Steuerpolitik. Weniger als ein Viertel der Befragten nennt Bildung, Kinderkrippen, Schulen, Straßenverkehr, Anpassung an den Klimawandel, öffentlichen Verkehr oder kulturelles Leben.
Die öffentliche Sicherheit ist das wichtigste Thema im Wahlkampf vor den anstehenden Kommunalwahlen in Frankreich, die am 15. und 22. März stattfinden. Laut einer Umfrage des Instituts Elabe für BFMTV sind 47% der Franzosen der Meinung, dass dies die Hauptaufgabe für künftige Bürgermeister sein sollte. Andere Untersuchungen, die von Odoxa für das Netzwerk ICI durchgeführt wurden, zeigen sogar 55% solcher Antworten. Das Thema Sicherheit ist besonders wichtig für Bewohner großer Ballungsräume sowie der Regionen Grand Est und Provence-Alpes-Côte d'Azur. Gleichzeitig bewertet die Mehrheit der Franzosen die Atmosphäre des Zusammenlebens in ihren Ortschaften positiv. 59% der Befragten sind der Meinung, dass das „vivre-ensemble” – also das gemeinschaftliche Leben – gut funktioniert. Diese Wahrnehmungen sind jedoch regional sehr unterschiedlich. Bewohner ländlicher Gebiete sind am zufriedensten (67%), ebenso wie die Bewohner der Bretagne (67%). In Regionen wie der Provence-Alpes-Côte d'Azur oder in Paris sinkt der Anteil positiver Bewertungen unter 50%. In einigen Départements wie Haute-Marne oder den Vogesen bewerten über 80% der Befragten das Zusammenleben gut, während es in Bouches-du-Rhône, der Marne oder den Alpes-de-Haute-Provence weniger als die Hälfte sind. Nach der Sicherheit ist der zweitwichtigste Priorität für die Franzosen der Zugang zur Gesundheitsversorgung und der dritte die lokale Steuerpolitik. Fragen der wirtschaftlichen Entwicklung und Beschäftigung sowie des Wohnungsbaus stehen ebenfalls hoch in der Hierarchie. Weniger als ein Viertel der Befragten nennt hingegen Bildung, Kinderkrippen und Schulen, Straßenverkehr und Parkplätze, Anpassung an den Klimawandel, Bekämpfung von Umweltverschmutzung, öffentlichen Verkehr sowie kulturelles Leben und Animation. Die Studien wurden am 25. Februar veröffentlicht, weniger als drei Wochen vor der ersten Wahlrunde. Die Kommunalwahlen in Frankreich, genannt „municipales”, finden alle sechs Jahre statt. Sie gelten als wichtiger Stimmungsbarometer und gehen oft nationalen Wahlen voraus. Das Wahlsystem ist zweirundig-proportional, was die Bildung lokaler Koalitionen begünstigt.
Perspektywy mediów: Liberale Medien betonen die unterschiedliche Bewertung des Zusammenlebens je nach Region und weisen auf Probleme in Großstädten hin. Konservative Medien konzentrieren sich auf die dominierende Rolle des Sicherheitsthemas und interpretieren dies als gesellschaftliche Nachfrage nach einer harten Politik.