Spanien kämpft mit einer Reihe heftiger atmosphärischer und ökologischer Phänomene. Während sich die Kanarischen Inseln auf den Einschlag des isolierten Tiefdruckgebiets DANA vorbereiten, erreichte auf Lanzarote ein Schwarm der Wüstenheuschrecke die Insel. Meteorologen warnen vor einem drastischen Temperatursturz, starkem Wind in der Straße von Gibraltar sowie sogenannten Blutregenfällen, die Staub aus der Sahara transportieren und die Gesundheit der Bewohner sowie die Luftqualität in der Region gefährden.

Einschlag des DANA-Systems

Heftige Gewitter und Regenfälle sind für die Kanarischen Inseln und Teile des spanischen Festlands prognostiziert.

Heuschreckeninvasion

Ein Insektenschwarm aus Afrika hat Lanzarote erreicht; die Behörden überwachen die Lage hinsichtlich möglicher landwirtschaftlicher Schäden.

Gefahr durch Saharastaub

Das Calima-Phänomen und Blutregen verursachen eine erhebliche Verschlechterung der Luftqualität und Sichtweite.

Ende der anomalen Wärme

Ein drastischer Temperatursturz und die Rückkehr von Schneefällen im März werden prognostiziert.

Die Wettersituation in Spanien verschlechtert sich rapide und beendet eine Periode unnatürlich hoher Temperaturen. Die staatliche Agentur Aemet hat zahlreiche Warnungen für fast das gesamte Land ausgegeben. Die schwierigste Lage herrscht auf den Kanarischen Inseln, wo aufgrund des herannahenden DANA-Systems ein Vorwarnzustand (Prealerta) ausgerufen wurde. Es wird erwartet, dass dieses Phänomen intensive Regenfälle, Gewitter und sogar Schneefall in höheren Berglagen mit sich bringt. Gleichzeitig erschwert starker Wind in der Region der Straße von Gibraltar den Verkehr, wobei Böen über 80 km/h erreichen können. Ein äußerst beunruhigendes Phänomen ist das Auftauchen eines Schwarms der Wüstenheuschrecke auf Lanzarote, der aus Afrika mit dem heißen Luftstrom, der Saharastaub transportiert und als Calima bekannt ist, angekommen ist. Obwohl die örtlichen Behörden beruhigen, dass sich die Insekten zerstreut haben und bisher keine massiven Schäden in der Landwirtschaft verursacht haben, wird die Lage ständig überwacht. Eine zusätzliche Gefahr sind die prognostizierten „Blutregen”, also Regenfälle vermischt mit Schwebstaub, die sich auf Gebäuden und Fahrzeugen absetzen und sich negativ auf Personen mit Atemwegserkrankungen auswirken können. Das Auftreten von Heuschrecken auf den Kanarischen Inseln ist ein seltenes, aber historisch verzeichnetes Phänomen, etwa während der großen Invasion von 1954 und einer kleineren im Jahr 2004, was stets mit einer spezifischen Konstellation von Ostwinden zusammenhängt. Trotz der bevorstehenden Kälte stimmen die Daten zu den Wasserressourcen optimistisch. Die spanischen Stauseen liegen 25 Prozentpunkte höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Experten wie Jorge Rey warnen jedoch, dass der März weitere Kältewellen und intensive Schneefälle bringen könnte, was auf eine Rückkehr zu traditionelleren Winterbedingungen nach der Episode anomaler Wärme hindeutet. Diese Jahreszeit begünstigt auch eine frühere Entwicklung der Mückenpopulation und eine Verstärkung von Allergiesymptomen, was Fachleute als „explosiven Frühling” bezeichnen. „Las danas tienen las puertas abiertas” (Die DANAs haben die Türen weit offen) — Meteorologe, der die Zugbahnen von Tiefdruckgebieten analysiert.

Mentioned People

  • Jorge Rey — Meteorologe, bekannt für volkstümliche Prognosemethoden, der vor einem frostigen März warnt.
  • Duncan Wingen — Meteorologe, der die Zugbahnen von Tiefdruckgebieten analysiert.