Die Handelssitzung im Mailänder Parkett endete am 25. Februar mit deutlichen Gewinnen von 1,11 %. Der FTSE MIB erreichte seinen höchsten Stand seit dem Jahr 2000, unterstützt durch den Finanzsektor. Investoren reagierten begeistert auf Meldungen über Fusionen, während sie gleichzeitig auf die entscheidenden Finanzergebnisse des US-Giganten Nvidia warteten, die den Ton für die globalen Technologiemärkte angeben.

Rekordwerte des FTSE MIB

Der Mailänder Index gewann 1,11 % und erreichte damit die höchsten Werte seit dem Jahr 2000, angetrieben durch einen Boom im Bankensektor.

Bankenfusion am Horizont

Die Aktien von MPS und Mediobanca steigen auf der Welle von Spekulationen über eine Fusion der beiden Finanzinstitute.

Leonardo treibt Expansion voran

Der Rüstungskonzern kündigte die Übernahme von Iveco Defence sowie die baldige Bekanntgabe eines Vertrags über Hubschrauber für Großbritannien an.

Erwartung der Nvidia-Ergebnisse

Globale Märkte, einschließlich europäischer Börsen, passen ihre Bewertungen an die erwarteten Gewinne des US-KI-Giganten an.

Der italienische Kapitalmarkt erlebt eine Phase außergewöhnlicher Konjunktur, und der Index FTSE MIB durchbrach eine seit fast einem Vierteljahrhundert nicht erreichte Marke. Haupttreiber der Gewinne erwiesen sich Spekulationen um den Bankensektor. Die Aktien der Banken Monte dei Paschi di Siena und Mediobanca stiegen stark an, was Analysten mit wachsenden Hoffnungen auf eine Fusion in Verbindung bringen. Investoren setzen auf einen vorteilhaften Umtauschverhältnis, was im Falle dieser beiden Institute einen neuen, mächtigen Akteur auf dem Finanzmarkt schaffen würde. Während das Parkett in Mailand Triumphe feierte, breitete sich der Optimismus auf ganz Europa aus, was der Rekordstand des Eurostoxx 600 belegt. Der Markt ignorierte morgendliche Schwankungen und konzentrierte sich auf positive Signale aus dem Industriesektor. Der Rüstungskonzern Leonardo finalisierte wesentliche Vereinbarungen zur Gründung eines neuen Joint Ventures im Bereich Aerostrukturen und bestätigte die Übernahme der Rüstungssparte von Iveco bis Ende März. Der vorherige Höchststand der Mailänder Börse im Jahr 2000 fiel mit dem Höhepunkt der Internet-Hausse zusammen, die nach dem Platzen der sogenannten Dotcom-Blase abrupt endete. Trotz der allgemeinen Gewinne konnte nicht jedes Unternehmen die Sitzung als erfolgreich verbuchen. Die Aktien von Gruppo Campari verzeichneten einen Rückgang, was im Kontrast zur starken Position von Energieunternehmen wie Saipem stand. Dieses Unternehmen erklärte seine Bereitschaft zur Rückkehr auf den venezolanischen Markt, was von den Aktionären positiv aufgenommen wurde. Die gesamte Finanzwelt agierte jedoch im Schatten der Erwartung an den Finanzbericht des Unternehmens Nvidia, das als führender Hersteller von Grafikprozessoren derzeit ein Barometer für den Zustand des KI-Sektors ist. „Commessa elicotteri Uk? 24 ore e saprete.” (Auftrag für Hubschrauber in Großbritannien? In 24 Stunden werdet ihr es erfahren.) — Roberto Cingolani, CEO von Leonardo, informiert über Akquisitionspläne und Rüstungsverträge. Ebenso ist der Rückgang der Renditen italienischer Staatsanleihen vom Typ BTP zu vermerken. Bei der Auktion kurzfristiger Papiere fiel ihre Verzinsung auf 2,16 %, was auf ein wachsendes Vertrauen der Investoren in die italienische Staatsverschuldung bei gleichzeitig niedrig gehaltenem Spread gegenüber deutschen Bundesanleihen von etwa 60 Basispunkten hindeutet.

Mentioned People

  • Roberto Cingolani — CEO von Leonardo, informiert über Akquisitionspläne und Rüstungsverträge.
  • Giuseppe Castagna — Chef von Banco BPM, kommentiert die Arbeit an der Liste der Kandidaten für den Aufsichtsrat.
  • Alessandro Puliti — CEO von Saipem, erklärt die Rückkehr des Unternehmens zu Projekten in Venezuela.