Um das Gesetz zur Umsetzung des SAFE-Programms eskaliert der Streit zwischen Regierung und Opposition. Premierminister Donald Tusk und seine Minister argumentieren, dass das Fehlen der Unterschrift von Präsident Karol Nawrocki die Nutzung des Instruments einschränken wird, während Teile der rechten Medien vor versteckten Bedingungen und politischem Druck warnen. Im Hintergrund taucht die von der Regierung angekündigte Alternative für den Fall eines Vetos auf.
Entscheidung des Präsidenten entscheidend
Regierung und einige Kommentatoren argumentieren, dass die Unterschrift von Karol Nawrocki über die volle Umsetzung von SAFE entscheidet und ihr Fehlen Umfang und Tempo der Instrumentennutzung einschränken würde.
Streit um die Bedingungen des Programms
Rechte Redaktionen warnen vor „Meilensteinen” und versteckten Verpflichtungen, während Politiker der Koalition betonen, dass es um reale Verteidigungsbedürfnisse gehe.
Plan B ohne Gesetz
Einige Publikationen beschreiben eine vorbereitete Alternative auf Basis von Durchführungsakten, jedoch mit dem Vorbehalt, dass ein solches Verfahren nur einen Teil der Lösungen abdecken könnte.
Spannungen in der Opposition
Das Thema SAFE wurde auch zum Gegenstand interner Streitigkeiten in der PiS; Medien berichten über mögliche Konsequenzen für Michał Dworczyk nach seinen Äußerungen zum Programm.
Die Debatte über das Gesetz zur Umsetzung des SAFE-Programms ist in eine entscheidende Phase getreten, und die Medien berichten über zunehmenden politischen Druck auf Präsident Karol Nawrocki, der entscheiden muss, ob er das Gesetz unterzeichnet. Donald Tusk warnte, dass Polen ohne die Unterschrift „viel verlieren” könnte, und Regierungsmitglieder in Warschau und Brüssel betonten, sie könnten sich eine Ablehnung von als wichtig für die Armeemodernisierung dargestellten Lösungen kaum vorstellen. Gleichzeitig weisen einige Redaktionen auf das schnelle Verfahrenstempo und das Risiko eines Kompetenzstreits hin, denn die Verabschiedung des Gesetzes im Parlament beendet die Sache nicht ohne eine Entscheidung des Staatsoberhaupts. Der legislative Faden zieht sich durch Berichte darüber, in welchem Stadium die Arbeiten im Senat sind und wann das Dokument auf dem Schreibtisch des Präsidenten landen wird.
„Jeśli nie będzie podpisu prezydenta, stracimy dużo” (Wenn es keine Unterschrift des Präsidenten gibt, verlieren wir viel) — Premierminister, rief öffentlich zur Unterzeichnung des SAFE-Umsetzungsgesetzes auf und warnte vor den Folgen einer fehlenden Unterschrift. „To nie są polityczne pomysły, tylko realne potrzeby armii” (Das sind keine politischen Ideen, sondern reale Bedürfnisse der Armee) — Präsident, muss die Entscheidung über die Unterzeichnung des SAFE-bezogenen Gesetzes treffen; es gibt Signale über politischen Druck auf den Präsidentenpalast. miliardy — es geht um Mittel für die Armee In den Berichten tauchen unterschiedliche Interpretationen dessen auf, was SAFE in der Praxis bedeutet. Meinungsautoren warnen, das Programm könne wie eine „Falle” wirken, und in kritischen Publikationen wird die These vom Risiko auferlegter Bedingungen, bezeichnet als Meilensteine, wiederholt. Radosław Sikorski wies hingegen Andeutungen zurück, dass mit SAFE finanzierte Investitionen Berlin dienen sollen, und in Äußerungen von Politikern der Koalition wird der Akzent auf gemeinsame europäische Beschaffungen und Verteidigungsplanung gelegt. Einige Medien beschreiben auch Spannungen innerhalb der Opposition: Es gab Berichte über mögliche parteiinterne Konsequenzen für Michał Dworczyk nach seinen Äußerungen zu SAFE. Im Hintergrund des Streits kehrt das Thema Veto sowie die Frage zurück, ob die Regierung einen Teil der Lösungen auf anderem Wege, etwa durch Verordnungen, in Gang setzen kann, was einige Redaktionen als „Plan B” beschreiben, jedoch mit dem Vorbehalt des begrenzten Anwendungsbereichs eines solchen Weges.
Nach 1949, als die NATO gegründet wurde, basierte die Sicherheit Europas jahrzehntelang auf der dominanten Rolle der USA. Nach 1992, mit der Entwicklung gemeinschaftlicher Politiken der EU, wuchs allmählich der Umfang europäischer Finanzierungs- und Koordinierungsmechanismen, auch im Sicherheitsbereich. Seit 2004, nach dem EU-Beitritt Polens, kehrt der Streit darüber, wie viele Kompetenzen an europäische Institutionen übertragen werden sollen, regelmäßig in der nationalen Politik wieder.
Mentioned People
- Donald Tusk — Premierminister, rief öffentlich zur Unterzeichnung des SAFE-Umsetzungsgesetzes auf und warnte vor den Folgen einer fehlenden Unterschrift.
- Karol Nawrocki — Präsident, muss die Entscheidung über die Unterzeichnung des SAFE-bezogenen Gesetzes treffen; es gibt Signale über politischen Druck auf den Präsidentenpalast.
- Radosław Sikorski — Außenminister; wies Vorwürfe zurück, dass mit SAFE finanzierte Investitionen Berlin dienen sollen.
- Władysław Kosiniak-Kamysz — Vize-Premierminister und Verteidigungsminister; argumentierte, dass SAFE den Bedürfnissen der Armee entspreche und äußerte die Hoffnung auf die Unterschrift des Präsidenten.
- Andrzej Domański — Finanzminister; überzeugte laut Medienberichten in Brüssel davon, dass der Präsident das SAFE-Programm unterstützen sollte.
- Michał Dworczyk — PiS-Politiker; Medien berichteten über mögliche parteiinterne Konsequenzen nach seinen Äußerungen zu SAFE.
- Jarosław Kaczyński — PiS-Vorsitzender; war Adressat von Tusks Kritik im Streit über die Haltung von PiS-Abgeordneten zu SAFE.
- Przemysław Czarnek — PiS-Abgeordneter; griff Regierung und SAFE in von einigen Redaktionen zitierten Äußerungen scharf an.