Die Behörden von Frankfurt am Main haben einen Entwurf für neue Regelungen für Nutzer von Elektrorollern vorgestellt. Hauptziel der Änderungen ist es, die Probleme zu lösen, die sich aus dem falschen Parken dieser Fahrzeuge im öffentlichen Raum ergeben. Die neuen Vorschriften sehen die obligatorische Ausweisung spezifischer Parkzonen sowie die Einführung eines Punktesystems für Betreiber von Verleihdiensten vor. Der Lösungsentwurf wurde zur öffentlichen Konsultation eingereicht.

Obligatorische Parkzonen

Die neuen Vorschriften verpflichten Betreiber von Elektrorollern, konkrete, von der Stadt genehmigte Parkplätze auszuweisen. Nutzer müssen ihre Fahrten ausschließlich in diesen ausgewiesenen Zonen beenden, um Unordnung und die Blockierung von Gehwegen, Fußgängerüberwegen und Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs zu verhindern.

Punktesystem für Verstöße

Die Stadt führt ein Punktesystem für Verleihfirmen von Elektrorollern ein. Für jeden Verstoß gegen die Parkregeln oder eine unsachgemäße Platzierung von Fahrzeugen erhält der Betreiber Punkte. Nach Überschreiten eines bestimmten Limits kann die Stadt Sanktionen gegen das Unternehmen verhängen und in Extremfällen sogar die Betriebserlaubnis entziehen.

Öffentliche Konsultation

Der Regulierungsentwurf wurde zur öffentlichen Konsultation vorgelegt. Der Stadtrat wird nun die Vorschläge prüfen, und die Entscheidung über die endgültige Ausgestaltung der Vorschriften wird nach Berücksichtigung der Anmerkungen von Anwohnern und Interessengruppen getroffen. Eine Abstimmung des Stadtrats zu diesem Thema wird in den kommenden Wochen erwartet.

Die Behörden von Frankfurt am Main stellten am Mittwoch, dem 26. Februar 2026, einen umfassenden Entwurf für neue Regelungen zur Nutzung und zum Parken von Elektrorollern im städtischen Raum vor. Die Entscheidung resultiert aus zahlreichen Beschwerden der Anwohner und Problemen, die diese Fahrzeuge verursachen, wenn sie an ungeeigneten Orten abgestellt werden. Elektroroller haben sich an der Wende vom zweiten zum dritten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts dauerhaft in europäischen Städten etabliert und bieten ein schnelles und umweltfreundliches Transportmittel für kurze Strecken. Ihre rasante Expansion, oft ohne angemessene rechtliche Rahmenbedingungen, begann schnell Konflikte hinsichtlich der Sicherheit von Fußgängern und der Ordnung im öffentlichen Raum zu erzeugen. Ein Schlüsselelement der vorgeschlagenen Änderungen ist die Einführung obligatorischer, ausgewiesener Parkzonen. Verleihbetreiber müssen mit der Stadt zusammenarbeiten, um konkrete Orte zu benennen, an denen Nutzer ihre Fahrten beenden müssen. Dies zielt darauf ab, die Praxis zu beseitigen, Roller auf Gehwegen, in Unterführungen, an Bushaltestellen oder direkt vor Gebäudeeingängen abzustellen, was den Verkehr für Fußgänger, Menschen mit Behinderungen und Mütter mit Kinderwagen erschwert. Die zweite Säule der neuen Vorschriften ist ein Punktesystem für Betreiber. Für jeden gemeldeten Verstoß gegen die Regeln, wie einen außerhalb der ausgewiesenen Zone abgestellten oder einen Durchgang blockierenden Roller, erhält das Unternehmen Punkte. Nach Überschreiten einer festgelegten Schwelle kann die Stadt Geldstrafen verhängen, und bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen sogar die Betriebslizenz entziehen. Dieses System soll die Unternehmen dazu motivieren, ihre Fahrzeugflotten aktiv zu überwachen und zu verwalten. Der Regulierungsentwurf wurde bereits zur öffentlichen Konsultation vorgelegt. Der Frankfurter Stadtrat wird nun die Vorschläge prüfen, und Anwohner sowie Interessengruppen – einschließlich der Betreiber selbst – können ihre Anmerkungen einreichen. Die endgültige Abstimmung über die Annahme der neuen Vorschriften durch den Stadtrat ist für die kommenden Wochen geplant.

Perspektywy mediów: Deutsche liberale Medien (SZ, ZEIT) betonen den Aspekt der Verbesserung der Lebensqualität in der Stadt und der Sicherheit von Fußgängern, der sich aus dem unkontrollierten Parken ergibt. Konservative Medien (WELT) konzentrieren sich auf den regulatorischen Aspekt und die potenzielle Belastung für Unternehmer sowie die Einschränkung der Freiheit der Nutzer.