Der spanische Medizinsektor steht vor der größten Krise seit Jahren nach der Ankündigung eines landesweiten Streiks gegen das neue Rahmengesetz. Über 175.000 Mediziner protestieren gegen Überlastung, niedrige Gehälter und fehlende Regelungen für Dienste. Allein in Valencia wurden 32.000 Behandlungen abgesagt, und in anderen Regionen wie Kastilien und León oder Galicien wurden Hunderte chirurgische Operationen ausgesetzt, was eine zunehmende Lähmung der Krankenhäuser verursacht.

Lähmung spanischer Krankenhäuser

Tausende Operationen und Millionen Konsultationen wurden ausgesetzt. Allein in Valencia wurden 32.000 medizinische Behandlungen aufgrund des Streiks gegen neue Personalvorschriften abgesagt.

Konflikt um das Rahmengesetz

Ärzte lehnen die Vorschläge des Gesundheitsministeriums ab und fordern eine 35-Stunden-Woche sowie eine tatsächliche Anerkennung der Zeit für medizinische Dienste.

Überschwemmungen in Kastilien

Parallel zur medizinischen Krise haben intensive Regenfälle zehn Straßen in sechs Provinzen unpassierbar gemacht, und die materiellen Schäden werden in Millionen Euro beziffert.

Die Protestwelle der Ärzte in Spanien nimmt an Stärke zu und trifft die Grundlagen des dortigen Gesundheitswesens. Im Zentrum des Streits steht der Entwurf des Rahmengesetzes, der nach Ansicht der Gewerkschaften das Problem der chronischen Erschöpfung des Personals oder des unfairen Systems der Dienstabrechnung nicht löst. Die Ärzte fordern vor allem die Einführung einer 35-Stunden-Woche und eine tatsächliche Begrenzung der Patientenzahl pro Facharzt. Die Situation in den Regionen ist kritisch. In Valencia wurden in den ersten drei Tagen des Streiks 32.000 Termine und Behandlungen abgesagt. In Kantabrien wird geschätzt, dass mindestens 700 Operationen verschoben wurden, während in Kastilien und León die Zahl auf tausend Eingriffe steigt. Sindicato de Médicos CESM beschuldigt die Regionalregierungen, „übermäßige Mindestdienste“ einzuführen, was ihrer Meinung nach ein Versuch ist, den Protest zu kriminalisieren und sein tatsächliches Ausmaß vor der Öffentlichkeit zu verbergen. Das spanische Gesundheitssystem kämpft seit Jahren mit Personalmangel, was bereits 2012 nach drastischen Budgetkürzungen in der Finanzkrise zu Massenprotesten führte. Die Gesundheitsministerin, Mónica García, von den autonomen Regierungen zum Eingreifen aufgefordert, bleibt Ziel scharfer Angriffe aus der Ärzteschaft. Chirurgen betonen, dass die Arbeit unter Bedingungen extremer Erschöpfung die Patientensicherheit gefährdet, besonders während Nachtdiensten. Trotz des enormen Ausmaßes der Beeinträchtigungen zeigen Umfragen eine gewisse öffentliche Unterstützung für die Forderungen der Mediziner, obwohl Patienten zunehmend laut Frustration über die Unterbrechung der Behandlungskette äußern. „Das Letzte, was wir als Ärzte wollen, ist ein Streik. Er kostet uns enorme Anstrengung, weil wir wissen, was er für Patienten bedeutet, aber er ist unser letztes Mittel.” — Pablo Cereceda, Chirurg Umfang abgesagter Operationen nach Regionen: Kastilien und León: 1000, Kantabrien: 700, Valencia: 540, Galicien: 379 32 000 — Patienten in Valencia erhielten innerhalb von drei Tagen keine Hilfe Parallel dazu kämpft Spanien mit Naturkatastrophen. Intensive Regenfälle führten in den Regionen Kastilien-La Mancha und Kastilien und León zum Austreten von Flüssen aus ihren Betten, was die Schließung von zehn Nationalstraßen und materielle Schäden in Höhe von geschätzten 36 Millionen Euro zur Folge hat. Lokale Behörden beschuldigen die Hydrografische Konföderation Duero jahrelanger Vernachlässigung der Flussbetten. Liberale Medien betonen die Notwendigkeit der Modernisierung des öffentlichen Gesundheitswesens und die Berechtigung der arbeitsrechtlichen Forderungen der Ärzte. | Konservative Medien konzentrieren sich auf die Lähmung öffentlicher Dienstleistungen und die Belastung der schwächsten Patienten durch den Streik.

Mentioned People

  • Mónica García — Spanische Gesundheitsministerin, beschuldigt von Ärzten, den Dialog zu verweigern und die Forderungen des medizinischen Personals zu ignorieren.
  • Antonio Gómez Caamaño — Gesundheitsrat der Region Galicien (Xunta), warnt vor Schwierigkeiten beim Aufholen medizinischer Rückstände.
  • Pablo Cereceda — Chirurg aus dem Krankenhaus in El Escorial, repräsentiert die Stimme der protestierenden Ärzte.