Die US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) haben die für Februar geplante Sitzung eines Schlüsselgremiums für Impfberatung abgesagt. Diese Entscheidung fällt in einer Atmosphäre von Spannungen in der Verwaltung von Donald Trump und rechtlichen Auseinandersetzungen über die Legitimität des Ausschusses. Gleichzeitig hat die Regierung von Guinea-Bissau endgültig die von den USA finanzierten Studien zu einem Hepatitis-B-Impfstoff bei Neugeborenen gestoppt, was auf vernichtende Kritik der Weltgesundheitsorganisation und internationaler Wissenschaftskreise zurückzuführen ist.

Absage des Februargipfels des ACIP

Das Treffen der Berater der CDC in Atlanta wurde aufgrund politischen Drucks und einer laufenden Gerichtsschlacht in Boston ausgesetzt.

Ende der Studien in Afrika

Die Regierung von Guinea-Bissau hat die US-Studie zum Hepatitis-B-Impfstoff endgültig beendet, die von der WHO als völlig unethisch eingestuft wurde.

Einfluss von Robert F. Kennedy Jr.

Der neue Gesundheitsminister strebt eine radikale Änderung der Impfpolitik in den USA an, was die Arbeit der bisherigen Beratungsstrukturen lähmt.

Ein Schlüsselgremium im US-Gesundheitssystem, der Advisory Committee on Immunization Practices (ACIP), steht vor beispiellosen Turbulenzen. Die für Ende Februar geplante Sitzung wurde abgesagt, und ein neuer Termin, obwohl vorläufig auf Mitte März angesetzt, wurde nicht offiziell bestätigt. Diese Entscheidung korreliert mit den Maßnahmen des Gesundheitsministers, Robert F. Kennedy Jr., der eine grundlegende Überarbeitung der US-Impfpolitik anstrebt. Im Hintergrund läuft auch ein wichtiger Prozess vor Gericht in Boston, wo Kinderärzte die Verfassungsmäßigkeit und Legitimität des Gremiums für die Herausgabe landesweiter Empfehlungen in Frage stellen. Die Situation innerhalb der Verwaltung von Donald Trump bleibt angespannt, insbesondere im Zusammenhang mit Forderungen, Präparate gegen COVID-19 vom Markt zu nehmen. Die CDC stützten traditionell ihre Richtlinien auf Abstimmungen des ACIP, doch die derzeitige Leitung des Gesundheitsministeriums zeigt größere Skepsis gegenüber den bisherigen Standards. Das US-amerikanische System für Impfempfehlungen basiert seit seiner Gründung im Jahr 1964 auf dem ACIP, und seine Entscheidungen beeinflussen direkt, welche Impfungen in Schulen erforderlich sind und von Versicherern erstattet werden. Parallel dazu hat auf internationaler Ebene die Regierung von Guinea-Bissau die vollständige Einstellung des kontroversen Forschungsprojekts angekündigt. Die von der US-Verwaltung finanzierte Studie sollte angebliche Zusammenhänge zwischen dem Hepatitis-B-Impfstoff und Autismus sowie Nebenwirkungen bei Neugeborenen untersuchen. Hepatitis B ist ein ernstes Problem in Westafrika, doch die Methodik der Studie wurde von der WHO als unethisch und nicht wissenschaftlichen Standards entsprechend eingestuft. Der Außenminister von Guinea-Bissau, João Bernardo Vieira, beendete Spekulationen mit der kurzen Aussage: „Das wird nicht passieren, Punkt”, was den diplomatischen Streit um dieses Projekt beendet. Guinea-Bissau ist eines der ärmsten Länder der Welt, das in der Vergangenheit wiederholt Schauplatz internationaler medizinischer Forschung war, was Bedenken über die Ausbeutung einer Bevölkerung ohne Zugang zur Grundversorgung aufkommen ließ.„Das wird nicht passieren, Punkt.” — João Bernardo Vieira Verbreitung der Hepatitis-B-Impfung in ausgewählten Regionen (geschätzte Daten): USA: 91, Guinea-Bissau: 78, Weltweiter Durchschnitt: 84

Mentioned People

  • Robert F. Kennedy Jr. — US-Gesundheitsminister, der eine Änderung der Impfpolitik anstrebt.
  • Donald Trump — Präsident der USA, dessen Verwaltung kontroverse Studien in Afrika finanzierte.
  • João Bernardo Vieira — Außenminister von Guinea-Bissau, der die Einstellung der Studien ankündigte.