In der Nacht von Samstag auf Sonntag kam es in Lwiw zu einer Reihe heftiger Explosionen, die das Zentrum dieser westukrainischen Stadt erschütterten. Bei dem Vorfall kam eine Polizistin ums Leben, und mindestens 15 Personen wurden verletzt. Bürgermeister Andrij Sadowyj bezeichnete den Vorfall eindeutig als Terroranschlag. Die Beamten, die am Ort der ersten Explosion eintrafen, seien in eine absichtlich vorbereitete Falle geraten. Die Behörden untersuchen derzeit die Täter und Umstände des Anschlags.

Terroranschlag in Lwiw

Eine Serie von Explosionen im Stadtzentrum führte zum Tod einer Polizistin und zur Verletzung von 15 Personen.

Hinterhalt für die Polizei

Beamte wurden an den Tatort gelockt, wo weitere, gezielte Detonationen erfolgten.

Schlag gegen amerikanische Interessen

Eine russische Rakete zerstörte eine Fabrik des Konzerns Mondelez im Osten des Landes, was das Außenministerium als Signal an die USA wertete.

Explosionen in Kiew

In der Hauptstadt wurden nächtliche Explosionen verzeichnet, während Präsident Selenskyj die Bereitschaft zu Friedensgesprächen erklärt.

Die nächtlichen Ereignisse in Lwiw lösten eine Welle der Besorgnis in der Region aus, die direkt an Polen grenzt. Gegen 00:30 Uhr Ortszeit erhielten die Einsatzkräfte die erste Meldung, auf die weitere Detonationen im Stadtzentrum folgten. Laut Berichten lokaler Behörden und der regionalen Staatsanwaltschaft wurden die einschreitenden Polizisten in einen Hinterhalt gelockt; die Explosionen erfolgten in dem Moment, als die Beamten das Gelände nach dem ersten Vorfall absicherten. Die Opferbilanz umfasst eine getötete Polizistin sowie 14 bis 15 Verletzte, von denen die meisten sofort ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Lwiw war bisher ein relativ sicherer Hafen, entfernt von der direkten Frontlinie, was diesem Angriff eine besonders drastische Dimension verleiht. Parallel dazu gehen Meldungen aus anderen Landesteilen ein. In Kiew wurden ebenfalls nächtliche Explosionen verzeichnet, die durch einen russischen Raketenangriff verursacht wurden, was zu einem Zeitpunkt geschieht, zu dem Präsident Wolodymyr Selenskyj die Position aufrechterhält, dass die Ukraine offen für einen Friedensprozess ist, vorausgesetzt, es werden harte Sicherheitsgarantien für den Staat erlangt. Im Osten des Landes traf eine russische Rakete eine Keksfabrik des amerikanischen Konzerns. Obwohl niemand ums Leben kam, bewertete Außenminister Andrij Sybiha dies als einen Schlag gegen die wirtschaftlichen Interessen der USA in Europa. Diese Situation fügt sich in die im Februar beobachtete Zunahme der Spannungen vor dem bevorstehenden Jahrestag des Kriegsausbruchs ein. Lwiw, historisch als multikulturelles Zentrum bekannt, war über Jahrhunderte ein strategischer Punkt auf der Karte Mittel- und Osteuropas und war Gegenstand der Rivalität der Großmächte während beider Weltkriege. Angesichts der tragischen Ereignisse in Lwiw hat die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung zum Anschlag eingeleitet. Es gibt keine offizielle Bestätigung, ob hinter dem Angriff russische Sabotagegruppen oder eine andere Einheit stehen, doch die Rhetorik der Stadtbehörden deutet auf einen gezielten Schlag gegen die Ordnungskräfte hin. Andrij Sadowyj betonte, dass die Stadt trotz der Entfernung von den regulären Kämpfen wachsam bleiben müsse. „Das war ein Terroranschlag. Nach jetzigem Stand wurden 14 Opfer ins Krankenhaus gebracht” — Andrij Sadowyj

Perspektywy mediów: Liberale Medien betonen die tragische humanitäre Dimension des Angriffs auf Ordnungskräfte und das zivile Stadtzentrum im Kontext der russischen Aggression. Konservative Medien betonen die Notwendigkeit einer Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen und weisen auf die Schwäche der Systeme zum Schutz vor Sabotage im Inland hin.

Mentioned People

  • Andrij Sadowyj — Bürgermeister von Lwiw, der die nächtlichen Explosionen als Terroranschlag bezeichnete.
  • Andrij Sybiha — Außenminister der Ukraine, der den Angriff auf die Oreo-Fabrik kommentierte.
  • Wołodymyr Zełenski — Präsident der Ukraine, der erklärt, dem Friedensprozess keine Hindernisse in den Weg zu stellen.