Im deutschen Bundesland Schleswig-Holstein endet die Saison für den intensiven Schnitt traditioneller Hecken, die als Knicks bezeichnet werden. Diese Maßnahme, die als „Auf den Stock setzen“ bekannt ist, muss bis Ende Februar abgeschlossen sein. Sie besteht im radikalen Zurückschneiden von Bäumen und Sträuchern, um deren Struktur und ökologische Funktionen zu erhalten. Laut Bauernverbänden sind Knicks eine regionale Besonderheit, die eine Schlüsselrolle im Landschafts- und Biodiversitätsschutz spielt.

Saison für Knick-Schnitt

In Schleswig-Holstein läuft die Saison für intensive Arbeiten an Knick-Hecken, die bis Ende Februar abgeschlossen sein muss. Die Maßnahme wird als „Auf den Stock setzen“ bezeichnet. Ab Anfang März sollen Knicks wieder für Tiere verfügbar sein als Unterschlupf und Nahrungsquelle.

Ziel und Methodik der Maßnahme

Die Maßnahme besteht im radikalen Zurückschneiden von Bäumen und Sträuchern fast bis auf Bodenniveau. Dadurch treiben die Pflanzen als dichte Büsche wieder aus. Traditionell wurde dies manuell durchgeführt, heute wird oft schwere Maschinentechnik eingesetzt. Ein Teil des Schnittguts wird zu Hackschnitzeln zerkleinert, was Knicks auch zu einer Quelle für Biomasse macht.

Ökologische Funktionen von Knicks

Knicks sind eine regionale Besonderheit Schleswig-Holsteins. Sie dienen als ökologische Korridore und Rückzugsorte für viele Arten. Sie sind auch natürliche Windschutz- und Erosionsschutzbarrieren. Ihre Erhaltung ist entscheidend für den Erhalt der Biodiversität und der charakteristischen Landschaft der Region.

Im norddeutschen Bundesland Schleswig-Holstein geht die jährliche Pflegesaison für traditionelle Hecken, die unter der regionalen Bezeichnung „Knicks“ bekannt sind, zu Ende. Gemäß Vorschriften und landwirtschaftlicher Praxis muss der intensive Schnitt, genannt „Auf den Stock setzen“, bis zum letzten Februartag abgeschlossen sein. Das bedeutet, dass Landwirte nur noch wenige Tage Zeit haben, um die Arbeiten zu beenden. Diese Maßnahme ist unerlässlich, um die charakteristische, dichte und buschige Struktur dieser Pflanzungen zu erhalten, die sonst zu hohen Bäumen heranwachsen würden.

Knicks als Element der Agrarkultur reichen mehrere hundert Jahre zurück. Es handelt sich um künstlich angelegte und gepflegte Feldgehölzstreifen, die typisch für Norddeutschland, insbesondere Schleswig-Holstein, sind. Historisch dienten sie als natürliche Zäune zwischen Feldern, als Windschutz und Schutz vor Bodenerosion sowie als Quelle für Brennholz und Baumaterial für lokale Gemeinschaften.

Wie eine Sprecherin des Bauernverbands in Artikeln erklärt, „Knicks weisen überwiegend eine strauchige Struktur auf, diese wird nur bei einem regelmäßigen Auf-den-Stock-Setzen erhalten“. Das bedeutet, dass nur durch regelmäßiges, alle paar Jahre erfolgendes, sehr niedriges Abschneiden die Pflanzen von der Wurzel austreiben und kompakte Büsche bilden. Würde diese Praxis eingestellt, würden sich Knicks in lineare Wälder verwandeln und ihre einzigartigen Eigenschaften verlieren. Ab Anfang März sollen die gepflegten Hecken „wieder den Tieren gehören“ – als Unterschlupf und Nahrungsgrundlage für Vögel, Insekten und kleine Säugetiere während der gesamten Vegetationsperiode dienen.

Verbleibende Zeit zum Abschluss der Arbeiten

Heutzutage werden die Arbeiten oft mit schwerem Maschineneinsatz durchgeführt, was im Kontrast zu traditionellen, manuellen Methoden mit Axt und Säge steht. Das dabei gewonnene Holz wird häufig vor Ort zu Hackschnitzeln zerkleinert, die als Biomasse dienen können. „Somit dient der Knick auch als Rohstofflieferant“ – betont die Sprecherin und weist auf die zusätzliche, nutzbringende Funktion dieser Gehölzstreifen hin. Neben der ökologischen und rohstofflichen Funktion spielen Knicks auch eine äußerst wichtige Rolle im Schutz des Bodens vor Winderosion, was in den offenen, landwirtschaftlichen Flächen dieser Region von besonderer Bedeutung ist.

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Der gesamte Prozess ist ein Beispiel für nachhaltige Landschaftsbewirtschaftung in der Agrarlandschaft, bei der menschliche Aktivität die Umwelt in einer Weise gestaltet, die die Biodiversität fördert. Die Erhaltung von Knicks ist Pflicht der Grundstückseigentümer, und ihr Schutz sowie ihre Pflege sind oft durch lokale Vorschriften geregelt. Der saisonale Rhythmus dieser Arbeiten – intensiver Schnitt im Winter und Ruhe im Sommer – harmoniert perfekt mit dem Naturzyklus und gewährleistet die Kontinuität dieses einzigartigen Elements des deutschen Natur- und Kulturerbes.

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Mentioned People

  • Rzeczniczka Bauernverband — Sprecherin des Bauernverbands in Schleswig-Holstein, die die Praxis der Knick-Pflege kommentiert.